Das Bildnis des Dorian Gray.  Oscar Wilde
Kapitel 14. (Capitolo 14. )
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Um neun Uhr am nächsten Morgen trat sein Diener mit einer Tasse Schokolade auf einem Servierbrett herein und öffnete die Fensterläden. Dorian lag auf seiner rechten Seite mit einer Hand unter der Wange und schlief friedlich. Er sah wie ein Knabe aus, der sich mit Spielen oder Arbeiten müde gemacht hat.

La mattina dopo, alle nove, il servitore entrò portando su un vassoio una tazza di cioccolata e aprì le persiane. Steso sul fianco destro, con una mano sotto la guancia, Dorian dormiva tranquillissimo e sembrava un ragazzino stanco del gioco o dello studio.

Der Mann mußte ihn zweimal an die Schulter fassen, ehe er erwachte, und als er die Augen öffnete, huschte ein schwaches Lächeln über seine Lippen, als ob er in einen entzückenden Traum versenkt gewesen wäre. Aber er hatte nicht geträumt. Seine Nacht war von keinen Bildern gestört worden, weder der Lust noch des Grauens. Aber die Jugend lächelt auch ohne Grund. Das ist einer ihrer besondern Reize.

Il domestico dovette toccarlo sulla spalla due volte, prima che si svegliasse; e quando aprì gli occhi passò sulle sue labbra un vago sorriso, come se egli fosse stato perduto in un sogno delizioso.

Invece non aveva sognato affatto; il suo sonno non era stato turbato da nessuna immagine né gradevole né penosa; ma la gioventù sorride senza nessun motivo, ed è questa una delle sue maggiori attrattive.

Er wandte sich um und fing an, auf den Ellbogen gestützt, seine Schokolade zu schlürfen. Die milde Novembersonne floß ins Zimmer. Es war ein strahlender Himmel, und eine heitere Wärme lag in der Luft. Es war fast wie ein Maimorgen.

Si girò e, appoggiandosi al gomito, cominciò a sorseggiare la cioccolata. Il mite sole di novembre riempiva la camera, il cielo era sereno e c'era nell'aria un piacevole tepore. Pareva quasi una mattinata di maggio.

Allmählich schlichen sich die Ereignisse der Nacht auf stillen, blutbefleckten Sohlen in sein Gehirn und stellten sich selbst mit furchtbarer Deutlichkeit wieder her. Er zuckte bei der Erinnerung an alles, was er gelitten hatte, zusammen, und einen Augenblick kam ihm das seltsame Gefühl des Hasses gegen Basil Hallward zurück, das ihn dazu gebracht hatte, ihn zu töten, als er im Stuhle saß, und er wurde kalt vor Wut. Und der tote Mann saß immer noch da, und jetzt gar im Sonnenlicht. Wie entsetzlich das war! So gräßliche Dinge waren für die Dunkelheit, nicht für den Tag.

A poco a poco, con gambe silenziose e insanguinate, gli avvenimenti della notte precedente si insinuarono nel suo cervello, dove si ricostruirono con una spaventosa nitidezza. Il ricordo di tutto quello che aveva sofferto lo fece riscuotere e per un attimo tornò a invaderlo lo stesso curioso sentimento di odio contro Basil Hallward che lo aveva spinto a ucciderlo mentre stava seduto sulla sedia. Si sentì gelare dall'ira. Inoltre c'era il morto, ancora seduto lassù; adesso, anzi, alla luce del sole.

Er fühlte, wenn er über das, was er durchgemacht hatte, ins Brüten kam, würde er krank oder wahnsinnig werden. Es gab Sünden, deren Zauber mehr in der Erinnerung als in der Ausführung bestand, seltsame Triumphe, die mehr dem Stolz als den Trieben Genüge taten und den Geist in eine lebhafte Empfindung der Freude versetzten, die größer war als jede Lust, die sie den Sinnen brachten oder je hätten bringen können. Aber diesmal war es nicht so eine. Das war eine, die man aus dem Geiste verjagen, die man mit Schlafmitteln behandeln, die man erwürgen mußte, damit sie einen nicht erwürgte.

Che orrore! Cose così ripugnanti erano fatte per l'oscurità, non per il giorno.

Ebbe la sensazione che se continuava a rimuginare sull'accaduto avrebbe finito con l'ammalarsi o con l'impazzire. Il fascino di certi peccati sta più nel ricordarli che nel commetterli; sono strani trionfi che soddisfano l'orgoglio più che le passioni e procurano all'intelletto una più vivace sensazione di gioia, più intensa di qualunque gioia che hanno procurato o che potrebbero procurare ai sensi; ma questo non rientrava in quella categoria.

Era una cosa che bisognava cacciare dalla testa, drogare con l'oppio, strangolare per non esserne strangolati.

Als es halb zehn schlug, fuhr er mit der Hand über die Stirn, stand dann schnell auf und kleidete sich fast noch sorgfältiger als gewöhnlich an, verwandte viel Aufmerksamkeit auf die Wahl seiner Krawatte und Vorstecknadel und wechselte seine Ringe mehr als einmal. Dann verbrachte er längere Zeit beim Frühstück, kostete von den verschiedenen Gerichten, sprach dabei mit seinem Diener über neue Livreen, die er für die Dienerschaft in Selby machen lassen wollte, und sah seine Korrespondenz durch. Bei einigen Briefen lächelte er. Drei davon langweilten ihn. Einen las er ein paarmal durch und zerriß ihn dann mit einem leichten Ausdruck des Ärgers im Gesicht. »Diese greuliche Sache, das Gedächtnis eines Weibes!« wie Lord Henry einmal gesagt hatte.

Quando suonò la mezza, si passò la mano sulla fronte, poi si alzò in fretta e si vestì con cura anche maggiore del solito, mettendo un'attenzione particolare nella scelta della cravatta e della spilla e cambiando più volte anelli. Si intrattenne a lungo anche a colazione, assaggiando i diversi piatti, parlando col domestico di certe livree nuove che pensava di far fare per la servitù di Selby e leggendo la sua corrispondenza. Alcune lettere lo fecero sorridere, altre lo infastidirono. Una la lesse diverse volte, poi la stracciò con una lieve espressione di noia. "Che cosa tremenda, la memoria di una donna!", come una volta aveva detto Lord Henry.

Nachdem er seinen schwarzen Kaffee getrunken hatte, wischte er sich langsam die Lippen ab, bedeutete seinem Diener, er solle warten, und ging zum Tisch, setzte sich hin und schrieb zwei Briefe. Einen steckte er in die Tasche, den andern reichte er dem Diener hin.

Dopo aver preso una tazza di caffè nero, si asciugò lentamente le labbra col tovagliolo, fece cenno al servitore di aspettare e si sedette alla scrivania a scrivere due lettere. Se ne mise in tasca una e diede l'altra al domestico.

»Bringen Sie ihn nach Hertford Street 152, Francis, und wenn Herr Campbell nicht in der Stadt ist, lassen Sie sich seine Adresse geben.«

- Francis, portatela subito al numero 152 di Hertford Street e se il signor Campbell non è in città fatevi dare il suo indirizzo.

Sowie er allein war, steckte er sich eine Zigarette an und begann auf einem Stück Papier zu zeichnen; er entwarf erst Blumen, dann kleine Architekturstücke und dann menschliche Gesichter. Plötzlich bemerkte er, daß jedes Gesicht, das er zeichnete, eine phantastische Ähnlichkeit mit Basil Hallward zu haben schien. Er runzelte die Stirn, stand auf, ging zum Bücherschrank und zog aufs Geratewohl einen Band heraus. Er war entschlossen, nicht an das zu denken, was geschehen war, ehe es durchaus notwendig war.

Rimasto solo, accese una sigaretta e iniziò a disegnare su un foglio di carta, prima dei fiori e dei motivi architettonici, poi dei volti umani. Di colpo si accorse che tutte le facce che disegnava sembravano avere una somiglianza fantastica con quella di Basil Hallward. Aggrottò le sopracciglia, si alzò, andò a uno scaffale e prese un volume, a caso. Era deciso a non pensare a quello che era accaduto, prima che il pensarvi fosse assolutamente necessario.

Als er sich auf dem Sofa ausgestreckt hatte, sah er nach dem Titel des Buches. Es waren Gautiers »Emaux et Camées«, Charpentiers Japanpapier-Ausgabe mit der Radierung von Jacquemart. Das Buch war in zitronengelbes Leder gebunden, auf das vergoldetes Laubwerk und punktierte Granatäpfel geprägt waren. Adrian Singleton hatte ihm den Band geschenkt. Als er darin blätterte, fiel sein Auge auf das Gedicht über die Hand Lacenaires, die kalte gelbe Hand »du supplice encore mal lavée« mit ihren roten Flaumhaaren und ihren »doigts de faune«. Er blickte auf seine eigenen weißen schlanken Finger und schauerte leicht zusammen. Dann las er weiter, bis er an die lieblichen Stanzen auf Venedig kam:

Si stese sul divano e guardò il frontespizio del libro. Erano gli "Emaux et Camées" del Gautier, nell'edizione dello Charpentier su carta del Giappone, con i disegni del Jacquemart. La rilegatura era in pelle color limone, con un disegno a graticcio dorato, punteggiato di melograne. Gliel'aveva regalato Adrian Singleton.

Sfogliando il libro, gli cadde sotto gli occhi la poesia sulla mano di Lacenaire, la mano gialla e fredda "du supplice encore mal lavée", col suo vello di peli rossicci e i suoi "doigts de faune".

Si guardò le dita bianche e affusolate, rabbrividì leggermente suo malgrado e passò oltre, finché arrivò a quelle belle strofe su Venezia.

Sur une gamme chromatique
Le sein de perles ruisselant,
La Vénus de l'Adriatique
Sort de l'eau son corps rose et blanc.

Sur une gamme chromatique, Le sein de perles ruisselant, Le Vénus de l'Adriatique Sort de l'eau son corps rose et blanc.

Les dômes, sur l'azur des ondes
Suivant la phrase au pur contour,
S'enflent comme des gorges rondes
Que soulève un soupir d'amour.

Les domes, sur l'azur des ondes Suivant la phrase au pur contour S'enflent comme des gorges rondes Que soulève un soupir d'amour.

L'esquif aborde et me dépose,
Jetant son amarre au pilier,
Devant une façade rose,
Sur le marbre d'un escalier.

L'esquif aborde et me dépose, Jetant son amarre au pilier, Devant une façade rose, Sur le marbre d'un escalier.

Wie köstlich die Verse waren! Wenn man sie las, schien man in einer schwarzen Gondel mit silbernem Bug und schleppend langen Gardinen zu sitzen und die grünen Kanäle der rot- und perlfarbenen Stadt hinabzufahren. Die bloßen Zeilen im Buche schienen ihm wie die geraden Linien aus Türkisblau, die einem folgen, wenn man nach dem Lido rudert. Die raschen Farbenblitze erinnerten ihn an den Schimmer der Vögel mit ihren opal- und regenbogenfarbenen Kehlen, die um den schlanken Kampanile mit seinen Filigrandurchblicken flattern oder mit so stolzer Grazie durch die dunkeln, staubigen Arkaden trippeln. Er lehnte sich mit halb geschlossenen Augen zurück und sagte sich wieder und wieder die Verse vor:

Devant une façade rose,
Sur le marbre d'un escalier.

Com'erano deliziose! Nel leggere sembrava di navigare per le grandi strade d'acqua della città color di rosa e di perla, in una gondola nera con la prua d'argento e le tendine scorrevoli. I versi stessi gli sembravano simili a quelle linee diritte d'un azzurro di turchese, che seguono chi si spinge verso il Lido. Le improvvise macchie di colore gli ricordavano lo splendore dei colombi dal collo iridato e opalino, che volano intorno al Campanile diritto e traforato, o passeggiano, con tanta grazia e tanta dignità, attraverso le arcate buie, annerite dalla polvere.

Piegandosi all'indietro, con gli occhi semichiusi, andava ripetendo a se stesso: Devant une façade rose Sur le marbre d'un escalier.

Das ganze Venedig lag in diesen zwei Zeilen. Er erinnerte sich an den Herbst, den er dort verbracht hatte, und an eine wundervolle Liebe, die ihn zu wahnsinnigen, entzückenden Tollheiten verleitet hatte. Es gab überall Romantik; aber Venedig hatte wie Oxford den Hintergrund für die Romantik noch bewahrt, und für den echten Romantiker ist der Hintergrund alles oder beinahe alles. Basil war einen Teil der Zeit bei ihm gewesen und hatte sich mit leidenschaftlichem Interesse Tintoretto hingegeben. Armer Basil! wie furchtbar, so zu sterben! Er seufzte, nahm das Buch wieder auf und suchte zu vergessen. Er las von den Schwalben, die in dem kleinen Café in Smyrna ein und aus fliegen, wo die Hadschis sitzen und ihre Bernsteinperlen durch die Hand gehn lassen und die Kaufleute im Turban ihre langen Pfeifen rauchen und ernsthaft miteinander sprechen; er las von dem Obelisk auf der Place de la Concorde, der granitene Tränen weint in der Verlassenheit seines sonnenlosen Exils und nach dem heißen, lotusbedeckten Nil zurückverlangt, wo die Sphinxe sind und rosenrote Ibisse und weiße Geier mit goldfarbenen Klauen und Krokodile mit kleinen Beryllaugen, die über den grünen, dampfenden Schlamm kriechen; er fing an, über die Verse zu sinnen, die ihre Musik aus Marmor zu holen scheinen, der von Küssen gefleckt ist, und uns von der seltsamen Statue berichten, die Gautier einer Altstimme vergleicht, dem »monstre charmant«, das im Porphyrsaal des Louvre ruht. Aber nach einer Weile fiel das Buch aus seiner Hand. Er wurde nervös, und eine schreckliche Angst überfiel ihn. Wie, wenn Alan Campbell nicht in England wäre? Tage könnten verstreichen, ehe er zurückkäme. Vielleicht lehnte er ab, zu kommen. Was sollte er denn tun? Jeder Augenblick war von tödlicher Wichtigkeit.

Tutta Venezia era in questi due versi. Si ricordò l'autunno che vi aveva passato e un meraviglioso amore che l'aveva spinto a sfrenate e deliziose follie. Non c'è posto che non contenga qualche cosa di romantico; ma Venezia, come Oxford, ha conservato lo sfondo per il romanzo; e per chi è veramente romantico lo sfondo è tutto, o quasi tutto.

Durante una parte di quel soggiorno Basil era stato con lui ed era diventato fanatico del Tintoretto.

Povero Basil! che orrenda fine era stata la sua!

Sospirò e riprese il volume, cercando di dimenticare. Lesse delle rondini che entrano ed escono a volo in quel piccolo caffè di Smirne, dove gli Hagi siedono contando i grani dei loro rosari d'ambra e i mercanti col turbante fumano le lunghe pipe adorne di nappine, conversando gravemente.

Lesse dell'obelisco della Place de la Concorde, che piange lacrime di granito nel suo solitario esilio senza sole e sospira di tornare presso il Nilo tiepido e coperto di loto, là dove sono le sfingi e gli ibis rosa e rossi e gli avvoltoi bianchi dalle unghie dorate e i coccodrilli, con i loro piccoli occhi di berillo, strisciano sul verde fango fumante.

Prese a fantasticare su quei versi che, evocando la musica da un marmo macchiato di baci, parlano di quella curiosa statua che il Gautier paragona a una voce di contralto, quel "monstre charmant" che giace nella camera di porfido del Louvre. Ma dopo un po' il libro gli cadde di mano.

Si innervosì e fu preso da un tremendo accesso di terrore. E se Alan Campbell non era in Inghilterra?

Prima che potesse tornare sarebbero passati giorni e giorni.

Sie waren einmal sehr befreundet gewesen, vor fünf Jahren – fast unzertrennlich sogar. Dann war die Intimität plötzlich zu Ende gewesen. Wenn sie sich jetzt in Gesellschaft trafen, war es nur Dorian Gray, der lächelte, Alan Campbell nie.

Poteva magari rifiutarsi di venire. In quel caso, che cosa avrebbe fatto? Ogni minuto aveva un'importanza vitale. Una volta, cinque anni prima, erano stati amicissimi, anzi, quasi inseparabili; poi la loro intimità era bruscamente finita e ora, quando si incontravano in società, il solo che sorrideva era Dorian; Alan Campbell mai.

Er war ein äußerst begabter junger Mann, obwohl er kein wirkliches Verhältnis zu den sichtbaren Künsten hatte und das bißchen Sinn für Poesie, das er besaß, gänzlich Dorian Gray verdankte. Die geistige Leidenschaft, die ihn beherrschte, ging ganz auf die Wissenschaft. In Cambridge hatte er einen großen Teil seiner Zeit auf Arbeiten im Laboratorium verwandt und hatte sein Examen in der Naturwissenschaft mit Auszeichnung bestanden. Er beschäftigte sich noch immer mit chemischen Studien und hatte sein eigenes Laboratorium, in das er sich oft den ganzen Tag einschloß, sehr zum Kummer seiner Mutter, die es sich in den Kopf gesetzt hatte, er solle fürs Parlament kandidieren, und die undeutliche Vorstellung hatte, ein Chemiker sei eine Art Drogist. Er war indessen auch ein trefflicher Musiker und spielte Geige und Klavier besser als die meisten Dilettanten. In der Tat war es die Musik, die ihn und Dorian Gray zuerst zusammengebracht hatte – die Musik und die unerklärliche Anziehung, die Dorian auszuüben imstande schien, wenn er wollte, und oft auch ausübte, ohne es zu wissen. Sie hatten sich bei Lady Berkshire an dem Abend, wo Rubinstein dort spielte, kennen gelernt, und von da an sah man sie immer zusammen in der Oper und überall, wo gute Musik zu hören war. Anderthalb Jahre dauerte ihre Freundschaft. Campbell war immer entweder in Selby Royal oder in Grosvenor Square. Für ihn wie für viele andere war Dorian Gray der Typus alles dessen, was im Leben wundervoll und bezaubernd ist. Ob es zwischen ihnen einen Streit gegeben hatte oder nicht, hat nie ein Mensch erfahren. Aber plötzlich bemerkten die Leute, daß sie kaum miteinander sprachen, wenn sie sich trafen, und daß Campbell jede Gesellschaft früh zu verlassen schien, bei der Dorian Gray anwesend war. Er hatte sich auch verändert – war manchmal seltsam melancholisch, schien fast keine Musik mehr hören zu wollen und spielte nie mehr selbst. Wenn er aufgefordert wurde, sagte er zu seiner Entschuldigung, die Wissenschaft nehme ihn so in Anspruch, daß ihm keine Zeit zum Üben übrig bleibe. Und dies war schon ein- oder zweimal in wissenschaftlichen Zeitschriften in Verbindung mit gewissen absonderlichen Experimenten genannt worden.

Era un giovane estremamente intelligente, benché incapace di apprezzare le arti figurative e benché quel po' di senso che aveva della bellezza e della poesia lo dovesse interamente a Dorian.

La sua passione intellettuale dominante era la scienza. A Cambridge aveva passato molto tempo nel laboratorio e aveva ottenuto una buona classifica negli esami di scienze naturali del suo corso.

Continuava anzi a dedicarsi agli studi di chimica e aveva un laboratorio suo, nel quale si rinchiudeva per giornate intere, con grande dispiacere di sua madre, che si era messa in testa che doveva presentarsi al Parlamento e aveva una vaga idea che un chimico fosse un individuo che esegue ricette. Era però anche un eccellente musicista e suonava sia il pianoforte che il violino in una maniera molto superiore alla media dei dilettanti; anzi, era stata la musica ad avvicinarlo a Dorian Gray, la musica e quell'attrazione indefinibile che Dorian sembrava avere il potere di esercitare quando voleva e che anzi esercitava spesso senza rendersene conto. Si erano conosciuti in casa di Lady Berkshire la sera che vi suonò Rubinstein, e dopo di allora furono visti sempre insieme all'Opera e negli altri posti dove si faceva della buona musica. La loro intimità continuò per un anno e mezzo. Campbell era costantemente a Selby Royal o nella casa di Grosvenor Square.

Per lui, come per molti altri, Dorian Gray costituiva il tipo di tutto ciò che è meraviglioso e affascinante nella vita. Nessuno seppe mai se c'era stata un lite tra di loro; ma la gente improvvisamente osservò che quando si incontravano si parlavano appena e che Campbell pareva sempre andarsene di buon'ora da qualsiasi ricevimento al quale partecipasse Dorian Gray. Inoltre, era cambiato; a volte era stranamente melanconico, sembrava quasi che non gli piacesse sentire la musica e non suonava mai, adducendo, quando gli veniva chiesto, la scusa che era tanto preso dalla scienza che non gli restava tempo per esercitarsi. Questo indubbiamente era vero; sembrava che si interessasse ogni giorno di più alla biologia e il suo nome apparve un paio di volte in qualche rivista scientifica, in rapporto a certi curiosi esperimenti.

Das war der Mann, auf den Dorian Gray wartete. Fast jeden Augenblick sah er auf die Uhr. Als Minute um Minute verging, kam er in furchtbare Aufregung. Schließlich stand er auf und fing an, im Zimmer hin und her zu gehn. Er sah aus wie eine schöne Bestie im Käfig. Er machte lange Schritte und trat leise auf. Seine Hände waren seltsam kalt.

Questo era l'uomo che Dorian Gray stava aspettando. Continuava a guardare l'orologio a ogni secondo e con il passare dei minuti la sua agitazione diventò tremenda. Finalmente si alzò e cominciò a camminare su e giù per la stanza, a lunghi passi furtivi, come un bell'animale in gabbia.

Das Warten wurde unerträglich. Die Zeit schien ihm mit bleiernen Füßen zu schleichen, während er von ungeheuren Stürmen dem schroffen Grat eines schwarzen Abgrunds zugeschleudert wurde. Er wußte, was dieses Warten für ihn bedeutete; er sah es und drückte schaudernd mit seinen feuchten Händen die brennenden Lider zusammen, als wolle er dem Hirn die Sehkraft nehmen und die Augäpfel in ihre Höhle sperren. Es war umsonst. Das Hirn hatte seine eigene Nahrung, von der es sich mästete, und die Phantasie, die von der Angst ins Groteske gesteigert war, drehte und wand sich vor Schmerz wie ein lebendes Wesen, tanzte wie eine schnöde Puppe in einem Schaukasten und grinste durch bewegliche Masken hindurch. Dann blieb plötzlich die Zeit für ihn stehn. Ja, die blinde, langsam atmende Zeit rührte sich nicht mehr, und, da sie tot war, jagten entsetzliche Gedanken mit furchtbarer Schnelligkeit über ihn hin und wühlten eine gräßliche Zukunft aus ihrem Grab und zeigten sie ihm. Er starrte darauf, und ihre Entsetzlichkeit machte ihn zu Stein.

Schließlich öffnete sich die Tür, und sein Diener trat ein. Er wandte ihm seine verglasten Augen zu.

»Herr Campbell,« sagte der Mann.

Ein Seufzer der Befreiung kam von seinen trockenen Lippen, und die Farbe kehrte in seine Wangen zurück.

Aveva le mani stranamente fredde.

Quello stato di incertezza diventò insopportabile. Gli sembrava che il tempo camminasse con piedi di piombo e che lui stesso fosse trascinato da venti mostruosi verso l'orlo scosceso di un oscuro precipizio. Sapeva quello che lo aspettava colà; anzi, addirittura lo vide e, rabbrividendo, si premette le mani sudate sulle palpebre brucianti, come se avesse voluto privare della vista il cervello e ricacciare i globi oculari dentro le loro cavità. Ma era tutto inutile. Il cervello si nutriva di un cibo suo proprio e l'immaginazione, che il terrore rendeva grottesca, si contraeva e si contorceva come fa un essere vivente per lo spasimo, ballava come un ignobile pupazzo su un palchetto, ghignava attraverso maschere sempre nuove. Poi, bruscamente, per lui il tempo si fermò: quella cosa cieca, dal fiato corto, smise di strisciare, e poiché il tempo era morto, pensieri orribili corsero velocemente verso di lui, trascinarono fuori dalla tomba un futuro spaventoso, glielo fecero vedere: lui lo guardò e l'orrore lo paralizzò.

»Bitten Sie ihn hereinzukommen, Francis.« Er fühlte, daß er wieder er selbst war. Die Anwandlung von Feigheit war verflogen.

Finalmente la porta si aprì ed entrò il servitore. Lo guardò con occhi vitrei.

- Il signor Campbell - annunciò il domestico.

Der Diener verbeugte sich und ging. Nach ein paar Augenblicken kam Alan Campbell herein. Er sah sehr finster und etwas blaß aus, und seine Blässe trat noch stärker hervor durch seine kohlschwarzen Haare und die dunklen Brauen.

Gli sfuggì dalle labbra un sospiro di sollievo e sulle guance riapparve il colorito.

- Fatelo entrare subito, Francis. - Sentiva di essere tornato come era sempre; la vigliaccheria era scomparsa.

»Alan, das ist freundlich von dir. Ich danke dir, daß du gekommen bist.«

Il servitore si ritirò con un inchino e pochi attimi dopo entrò Alan Campbell, molto severo in volto, alquanto pallido, di un pallore reso più intenso dai capelli nerissimi e dalle ciglia scure.

»Ich hatte die Absicht, dein Haus nie mehr zu betreten, Gray. Aber du schriebst, es sei eine Sache auf Leben und Tod.« Seine Stimme war hart und kalt. Er sprach langsam und überlegt. Es lag ein verächtlicher Ausdruck in dem festen, forschenden Blick, den er auf Dorian richtete. Er behielt die Hände in den Taschen seines Astrachanmantels und schien die Hand, die sich zur Begrüßung ausstrecken wollte, nicht zu bemerken.

»Ja, es ist eine Sache auf Leben und Tod, Alan, und für mehr als einen Menschen. Setz dich!«

- Sei molto gentile, Alan. Ti ringrazio di essere venuto.

- Mi ero proposto di non mettere più piede in casa tua, Gray, ma tu hai detto che era una questione di vita o di morte.

La voce era dura e fredda. Parlava con lenta decisione e nello sguardo fisso e penetrante che fissò addosso a Dorian c'era un'espressione di disprezzo. Teneva le mani nella pelliccia d'astrakan e sembrava non aver notato il gesto che l'aveva salutato.

Campbell setzte sich an den Tisch, und Dorian nahm einen Stuhl ihm gegenüber. Die Augen der beiden Männer trafen sich. In denen Dorians lag unendliches Mitleid. Er wußte, was er jetzt tun mußte, war furchtbar.

- Sì, Alan, è una questione di vita o di morte, e per più di uno.

Siedi.

Nach einem Augenblick gespannten Schweigens beugte er sich vor, und während er die Wirkung jedes Wortes auf dem Gesicht des Mannes, den er hatte holen lassen, beobachtete, sagte er: »Alan, in einem verschlossenen Zimmer unter dem Dach dieses Hauses, in einem Zimmer, zu dem außer mir niemand Zutritt hat, sitzt ein toter Mensch an einem Tisch. Er ist jetzt seit zehn Stunden tot. Spring nicht auf und blick mich nicht so an! Wer der Mann ist, warum er starb, wie er starb, kümmert dich nicht! Was du zu tun hast, ist ...«

»Halt! Gray. Ich will nichts weiter hören. Ob, was du mir gesagt hast, wahr ist oder nicht, geht mich nichts an. Ich lehne es völlig ab, in dein Leben verwickelt zu werden. Behalte deine gräßlichen Geheimnisse für dich! Sie haben kein Interesse mehr für mich.«

Campbell prese una sedia vicino al tavolo e Dorian gli sedette di fronte. I loro sguardi si incontrarono. In quello di Dorian c'era una pietà infinita; sapeva che quello che stava per fare era tremendo.

Dopo un attimo di tensione silenziosa, si chinò in avanti e, con molta calma, ma spiando l'effetto che ognuna delle sue parole produceva sul volto di colui che aveva mandato a chiamare, disse: - Alan, in una stanza chiusa a chiave all'ultimo piano di questa casa, una stanza alla quale, all'infuori di me, nessuno può accedere, seduto a un tavolino c'è un morto. E' morto ormai da dieci ore. Non ti agitare e non guardarmi a quel modo. Chi è l'uomo, perché è morto, come è morto, sono cose che non ti riguardano. Quello che tu devi fare è questo...

»Alan, du wirst Interesse daran nehmen müssen! Dies Geheimnis wird dich interessieren müssen! Es tut mir furchtbar leid um dich, Alan, aber ich kann mir nicht helfen. Du bist der einzige Mensch, der mich retten kann! Ich bin gezwungen, dich in die Sache hineinzuziehen. Ich habe keine Wahl! Alan, du bist Naturwissenschaftler. Du verstehst dich auf Chemie und derlei Dinge. Du hast Experimente gemacht. Was du zu tun hast, ist, das Ding da oben zu vernichten – es so zu vernichten, daß nicht eine Spur davon übrig bleibt. Niemand hat den Mann ins Haus kommen sehn. Man vermutet ihn in diesem Augenblick in Paris. Er wird monatelang nicht vermißt werden. Wenn er vermißt wird, darf hier keine Spur von ihm gefunden werden. Du, Alan, mußt ihn und alles, was zu ihm gehört, in eine Handvoll Asche verwandeln, die ich in die Luft streuen kann.«

»Du bist toll, Dorian!«

»Ah! Darauf habe ich gewartet, daß du mich Dorian nennst.«

- Basta, Gray. Non voglio sapere altro. Se quello che mi hai detto è vero o no è cosa che non mi interessa. Mi rifiuto assolutamente di essere immischiato nella tua vita. Tieni per te i tuoi orribili segreti; non mi interessano più.

- Devono interessarti, Alan. Questo dovrà interessarti. Mi dispiace infinitamente per te, Alan, ma non posso fare diversamente. Tu sei l'unico uomo che possa salvarmi e io sono costretto a farti entrare in questa storia; non ho scelta. Alan, tu sei uno scienziato, ti intendi di chimica e di roba di questo genere. Quello che devi fare è distruggere quella cosa che è disopra: distruggerla in modo che non ne rimanga traccia. Nessuno ha visto quella persona entrare in questa casa; anzi in questo momento tutti credono che sia a Parigi e per parecchi mesi nessuno si accorgerà della sua assenza. Bisogna che, quando se ne accorgeranno, qui non si ritrovi la minima traccia di lui. Tu, Alan, devi cambiarlo e cambiare tutto quello che gli appartiene in un pugno di cenere che io possa disperdere al vento.

»Du bist toll, sage ich dir, toll, daß du erwartest, ich würde einen Finger rühren, um dir zu helfen; toll, daß du mir dieses ungeheuerliche Bekenntnis ablegst? Ich will mit dieser Sache, sie mag sein, wie sie will, nichts zu tun haben. Glaubst du, ich werde für dich meinen Ruf aufs Spiel setzen? Was geht es mich an, mit was für einem Teufelswerk du zu tun hast?«

»Es war Selbstmord, Alan.«

»Das freut mich. Aber wer trieb ihn dazu? Wahrscheinlich du.«

»Lehnst du noch immer ab, das für mich zu tun?«

- Sei pazzo, Dorian.

- Ah, aspettavo che tu mi chiamassi Dorian.

- Ti dico che sei pazzo. Sei pazzo a immaginarti che io alzerei un solo dito per aiutarti, pazzo a farmi questa mostruosa confessione. Non voglio avere niente a che fare con questa storia, qualunque essa sia. Credi forse che io voglia rischiare la mia reputazione per te? Che importa a me delle tue azioni diaboliche?

»Natürlich lehne ich es ab. Ich will nicht das geringste damit zu tun haben. Ich kümmere mich nicht darum, was für eine Schande über dich kommt. Du verdienst sie völlig. Ich würde nicht bedauern, dich entehrt zu sehn, öffentlich entehrt. Wie darfst du es wagen, mich, von allen Menschen in der Welt mich in diese Schändlichkeit hineinzubringen? Ich hätte gedacht, du verständest dich besser auf den Charakter eines Menschen. Dein Freund Lord Henry Wotton kann dir nicht viel Psychologie beigebracht haben, was er dir auch sonst beigebracht hat. Nichts wird mich vermögen, dir zu Hilfe einen Schritt zu tun. Du bist an den Unrechten gekommen. Geh zu einem deiner Freunde, aber nicht zu mir!«

- Si tratta di un suicidio, Alan.

- Tanto meglio. Ma chi ce l'ha spinto? Tu, m'immagino.

- Insisti a rifiutare di fare questo per me?

- Naturalmente rifiuto. Non voglio assolutamente entrarci. Quale che sia la vergogna a cui sarai esposto non me ne importa niente; tu la meriti pienamente. Non mi dispiacerebbe affatto vederti svergognato, svergognato pubblicamente. Come osi chiedere a me, a me fra tutti gli uomini di questo mondo, di entrare in un orrore simile? Ti ritenevo un miglior conoscitore del carattere umano; il tuo amico Lord Henry Wotton non può averti insegnato gran che di psicologia, qualunque altra cosa ti abbia insegnato. Niente potrebbe spingermi a muovere un passo per aiutarti. Hai sbagliato indirizzo. Va' da qualcuno dei tuoi amici, non da me.

»Alan, es war Mord. Ich habe ihn umgebracht. Du weißt nicht, was für Weh er über mich gebracht hat. Mein Leben mag sein, wie es will: er hatte mehr damit zu tun, es zu erzeugen und zu verderben als der arme Harry. Er mag es nicht gewollt haben, es kommt aufs gleiche heraus.«

»Mord! Guter Gott, Dorian, so weit bist du gekommen? Ich werde dich nicht anzeigen. Es ist nicht meines Amtes. Überdies wird man dich festnehmen, auch ohne daß ich mich einmische. Niemand begeht je ein Verbrechen, ohne eine Dummheit zu machen. Aber ich will nichts damit zu tun haben.«

- Alan, si tratta di un omicidio. L'ho ucciso io. Tu non sai quanto mi abbia fatto soffrire. Quale che sia la mia vita, è lui responsabile di averla fatta o disfatta, molto più di quel povero Harry; anche se l'ha fatto senza intenzione, il risultato è stato identico.

»Du mußt etwas damit zu tun haben! Warte, warte einen Augenblick; hör mich an! Nur hören sollst du, Alan. Alles, worum ich dich bitte, ist, ein bestimmtes wissenschaftliches Experiment zu machen. Du gehst in Krankenhäuser und Leichenhallen, und das Fürchterliche, was du da tust, rührt dich nicht. Wenn du diesen Mann in irgendeinem gräßlichen Sezierraum oder in einem stinkenden Laboratorium auf einem plumpen Tisch liegen fändest, mit roten Rinnen, die man hineingeschlagen hat, damit das Blut hindurchfließt, würdest du ihn einfach als prächtiges Objekt betrachten. Kein Haar sträubte sich dir. Du nähmest nicht an, daß du irgend etwas Schlechtes tust. Im Gegenteil, wahrscheinlich hättest du das Gefühl, der Menschheit einen Dienst zu erweisen, oder die Summe des Wissens für die Welt zu vermehren, oder die wissenschaftliche Neugier zu befriedigen oder so etwas Ähnliches. Was ich von dir verlange, ist nichts anderes, als was du schon oft getan hast. Wahrhaftig, einen Leichnam aus der Welt zu schaffen muß weit weniger gräßlich sein als vieles, woran du gewöhnt bist. Und vergiß nicht: er ist das einzige Beweisstück gegen mich. Wenn er entdeckt wird, bin ich verloren; und er muß entdeckt werden, wenn du mir nicht hilfst.«

»Ich habe keine Lust, dir zu helfen. Du vergißt das. Die ganze Sache ist mir gleichgültig. Ich habe nichts damit zu schaffen.«

- Omicidio! Gran Dio, Dorian, a questo sei arrivato! Io non andrò a denunciarti; non sono affari miei, e poi, anche senza che io metta le cose in marcia, tu sarai certamente arrestato. Nessuno commette un delitto senza fare qualche stupidaggine. Ma io non voglio entrarci per niente.

- Tu devi entrarci. Aspetta, aspetta un momento, stammi a sentire, soltanto a sentire, Alan. Tutto quello che ti chiedo è di compiere un certo esperimento scientifico. Tu frequenti gli ospedali e gli obitori e gli orrori che compi in quei luoghi ti lasciano insensibile. Se in una schifosa sala anatomica o in un fetido laboratorio tu avessi trovato quest'uomo steso su una tavola di metallo, incavata da rozzi scolatoi per farci scorrere dentro il sangue, lo considereresti soltanto come un magnifico soggetto. Non batteresti ciglio; non ti sembrerebbe di far niente di male; al contrario, penseresti probabilmente di rendere un servigio all'umanità o di accrescere la somma delle conoscenze nel mondo o di appagare la curiosità intellettuale o qualche altra cosa di questo genere. Quello che ti chiedo di fare è semplicemente una cosa che hai già fatto tante volte; anzi, distruggere un cadavere deve essere molto meno orribile dei lavori che sei abituato a fare. E ricordati che costituisce l'unica prova che esista contro di me. Se lo scoprono io sono perduto, e se tu non mi aiuti lo scopriranno di certo.

»Alan, ich beschwöre dich! Denk an die Lage, in der ich bin. Jetzt eben, ehe du eintratst, sank ich fast in Ohnmacht vor Angst. Vielleicht lernst du eines Tages die Angst selbst kennen. Nein, denk nicht daran! Betrachte die Sache einfach vom Standpunkt der Wissenschaft. Du forschest nicht nach, woher die toten Dinge, an denen du experimentierst, kommen. Forsche jetzt auch nicht danach! Ich habe dir sowieso zuviel gesagt. Aber ich bitte dich, zu tun, was ich sagte. Wir waren einmal Freunde, Alan.«

»Sprich nicht von diesen Tagen, Dorian; sie sind tot.«

- Tu dimentichi che io non ho il minimo desiderio di aiutarti. La cosa mi lascia del tutto indifferente.

Non mi riguarda affatto.

- Alan, ti supplico. Pensa alla posizione in cui mi trovo. Poco prima che tu arrivassi sono quasi svenuto dal terrore. Anche tu, un giorno, potresti conoscere il terrore. Ma no, non pensare a questo. Considera la questione dal puro punto di vista scientifico. Tu non stai a indagare la provenienza dei cadaveri che servono ai tuoi esperimenti: non indagare adesso. Ti ho già detto fin troppo. Ma ti prego di far questo. Un tempo noi due eravamo amici, Alan.

»Tote Dinge verweilen manchmal. Der Mann da droben geht nicht fort. Er sitzt mit vorgebeugtem Kopf und ausgestreckten Armen am Tisch. Alan! Alan! wenn du mir nicht zu Hilfe kommst, bin ich verloren. Alan! sie werden mich hängen! Verstehst du nicht? Sie werden mich für das, was ich getan habe, hängen!«

»Es hat keinen Wert, diese Szene länger fortzusetzen. Ich lehne es völlig ab, in der Sache etwas zu tun. Es ist wahnsinnig von dir, es von mir zu verlangen!«

- Non parlare di quei tempi, Dorian. Sono morti.

- Qualche volta i morti non se ne vanno. Quell'uomo lassù non se ne andrà. E' seduto al tavolino con la testa reclinata e le braccia distese. Alan, Alan, se non vieni in mio aiuto io sono un uomo rovinato. Mi impiccheranno, Alan! Non lo capisci? Mi impiccheranno per quello che ho fatto.

»Du lehnst ab?«

»Ja.«

»Ich beschwöre dich, Alan!«

»Es ist zwecklos.«

- Non serve a niente prolungare questa scena. Rifiuto assolutamente di fare qualsiasi cosa in quest'affare. E' una pazzia da parte tua chiedermelo.

Derselbe Ausdruck des Mitleids kam in Dorian Grays Augen. Dann streckte er die Hand aus, nahm ein Stück Papier und schrieb etwas darauf. Er las es zweimal durch, faltete es sorgfältig und schob es über den Tisch. Nachdem er das getan hatte, stand er auf und ging zum Fenster.

- Rifiuti?

- Sì.

- Ti supplico, Alan.

- E' inutile.

La stessa espressione di pietà riapparve negli occhi di Dorian; poi questi stese la mano, prese un foglio di carta e vi scrisse qualche cosa. Lo lesse due volte, lo piegò accuratamente e lo spinse attraverso la tavola. Fatto questo si alzò e andò verso la finestra.

Campbell blickte ihn erstaunt an, nahm dann das Papier und öffnete es. Als er es gelesen hatte, wurde sein Gesicht totenblaß, und er sank in den Stuhl zurück. Ein entsetzliches Gefühl der Schwäche kam über ihn. Es war ihm, als schlüge sich sein Herz in einer leeren Höhle zu Tode.

Campbell lo guardò stupefatto, poi prese il foglio e l'aprì.

Mentre lo leggeva, il suo volto si fece mortalmente pallido.

Nach zwei oder drei Minuten furchtbaren Schweigens wandte sich Dorian um, stellte sich hinter ihn und legte ihm die Hand auf die Schulter.

Ricadde sulla sedia e fu preso da un orribile senso di nausea. Gli sembrava che il suo cuore battesse, fino a morirne, in qualche cavità vuota.

»Es tut mir so leid um dich, Alan,« sagte er, »aber du läßt mir keine Wahl. Ich habe den Brief bereits geschrieben. Hier ist er. Du siehst die Adresse. Wenn du mir nicht hilfst, sende ich ihn ab. Du weißt, was dann kommt. Aber du wirst mir helfen. Es ist unmöglich, daß du jetzt noch nein sagst! Ich wollte dich schonen. Du wirst mir die Gerechtigkeit widerfahren lassen, das zuzugeben. Du warst bitter, hart, beleidigend. Du hast mich behandelt, wie nie ein Mann gewagt hat mich zu behandeln – kein lebender Mann wenigstens. Ich ertrug alles. Jetzt ist es an mir, die Bedingungen zu diktieren.«

Campbell begrub das Gesicht in den Händen, und ein Schauder überlief ihn.

Dopo un paio di minuti di spaventoso silenzio, Dorian tornò indietro, venne a collocarsi dietro di lui e gli mise una mano sulla spalla.

- Mi dispiace per te, Alan - mormorò; - ma non mi hai lasciato altra alternativa. Ho qui una lettera, già scritta; guarda l'indirizzo. Se non mi aiuti sarò costretto a mandarla e tu sai quale sarà il risultato. Ma tu mi aiuterai; ora ti è impossibile rifiutare. Ho cercato di risparmiarti; mi devi rendere la giustizia di ammetterlo. Sei stato duro, aspro, offensivo; mi hai trattato come nessuno ha mai osato trattarmi; nessun uomo vivente, quanto meno. Ho sopportato tutto; ora sono io che detto le condizioni.

»Ja, die Reihe ist an mir, die Bedingungen zu diktieren, Alan. Du kennst sie. Die Sache ist ganz einfach. Komm, bohre dich nicht in dieses Fieber hinein! Die Sache muß getan werden. Sieh ihr ins Auge und tu sie!«

Campbell si prese la testa tra le mani e un brivido lo scosse tutto.

- Sì, sono io che detto le condizioni, e tu sai quali siano. La cosa è semplicissima. Andiamo, non agitarti tanto. La cosa deve essere fatta. Coraggio, su!

Ein Stöhnen entrang sich Campbells Lippen, und er bebte am ganzen Leib. Das Ticken der Uhr auf dem Kaminsims schien ihm die Zeit in kleine Stückchen Verzweiflung zu schneiden, von denen jedes einzelne unerträglich war. Er hatte das Gefühl, ein eiserner Ring werde allmählich fester und fester um seine Stirn gespannt, als ob die Schande, mit der er bedroht war, schon über ihn gekommen wäre. Die Hand auf seiner Schulter drückte wie eine Hand aus Blei. Sie war unerträglich. Sie schien ihn zu zerdrücken.

»Komm, Alan, du mußt dich entscheiden!«

Un gemito sfuggì dalle labbra di Campbell, che tremava tutto.

Gli sembrava che il tic-tac dell'orologio sul caminetto dividesse il tempo in tanti atomi separati, ognuno dei quali era troppo tremendo per essere sopportato. Sentiva un cerchio di ferro stringerglisi pian piano intorno alla fronte, come se l'ignominia che gli era stata minacciata gli fosse già caduta addosso. Quella mano sulla sua spalla pesava come se fosse stata di piombo; era insopportabile; sembrava che lo schiacciasse.

»Ich kann es nicht tun,« sagte er mechanisch, als ob Worte die Dinge ändern könnten.

- Su, Alan, bisogna che tu decida immediatamente.

»Du mußt! Du hast keine Wahl. Zögere nicht!«

- Non posso farlo - disse meccanicamente, come se le parole avessero avuto il potere di mutare i fatti.

Er schwieg einen Augenblick. »Ist da oben in dem Zimmer ein Ofen oder so etwas?«

- Devi. Non hai scelta. Non perdiamo tempo.

Egli esitò un attimo.

»Ja, es ist ein Asbest-Gasofen oben.«

- C'è una stufa nella stanza di sopra?

»Ich werde nach Hause gehn müssen und einiges aus dem Laboratorium holen.«

- Sì, c'è una stufa a gas, con dell'amianto.

»Nein, Alan, du darfst das Haus nicht verlassen! Schreib auf ein Stück Papier, was du brauchst, und mein Diener nimmt eine Droschke und holt dir die Sachen!«

- Bisogna che vada a casa a prendere certe cose dal laboratorio.

- No, Alan, non devi uscire di qui. Scrivi su un pezzo di carta quello che ti serve e il mio servitore prenderà una carrozza e ti porterà tutto quanto.

Campbell warf ein paar Zeilen hin, trocknete sie und adressierte ein Kuvert an seinen Assistenten. Dorian nahm das Blatt und las es sorgfältig. Dann klingelte er, gab den Brief seinem Diener und schärfte ihm ein, so schnell wie möglich mit den Sachen, die er erhielte, zurückzukommen.

Campbell scarabocchiò poche righe, le asciugò e scrisse su una busta l'indirizzo del suo preparatore. Dorian prese l'appunto e lo lesse attentamente; poi suonò il campanello e lo diede al domestico, ordinandogli di tornare al più presto portando la roba con sé.

Als die Vestibültür sich schloß, fuhr Campbell nervös zusammen, stand auf und trat an den Kamin. Eine Art Fieberfrost schüttelte ihn. Fast zwanzig Minuten lang sprach keiner der beiden Männer ein Wort. Eine Fliege schwirrte im Zimmer umher, und das Ticken der Uhr war wie das Schlagen eines Hammers.

Quando il portone si richiuse, Campbell sobbalzò nervosamente, si alzò e andò fino al caminetto.

Tremava come se avesse la febbre.

Per una ventina di minuti nessuno dei due pronunciò una parola.

Als das Glockenspiel ein Uhr schlug, wandte sich Campbell um, blickte auf Dorian Gray und sah, daß seine Augen in Tränen schwammen. Es lag etwas in der Schönheit und dem Adel dieser leidvollen Züge, was ihn in Wut zu bringen schien. »Du bist infam, völlig infam!« rief er halblaut.

Una mosca ronzava rumorosamente per la stanza e i battiti dell'orologio sembravano colpi di martello.

Quando l'orologio batté il tocco, Campbell si girò e, guardando Dorian Gray, vide che aveva gli occhi pieni di lacrime. Nella purezza e nella finezza di quel volto attristato c'era qualcosa che sembrò renderlo furioso.

»Still, Alan, du hast mir das Leben gerettet!« sagte Dorian.

- Sei infame, assolutamente infame! - balbettò.

»Dein Leben? Daß Gott erbarm! Was für ein Leben ist das! Du bist von Verderbnis zu Verderbnis gegangen, und jetzt hast du dein Leben mit dem Verbrechen gekrönt. Wenn ich tue, was ich tun werde, was zu tun du mich zwingst, so ist es nicht dein Leben, an das ich denke.«

- Taci, Alan. Mi hai salvato la vita - disse Dorian.

- La tua vita! Buon Dio, che vita è la tua! Sei passato di corruzione in corruzione e ora sei arrivato al delitto. Se faccio quello che sto per fare, quello che mi costringi a fare, non è certo alla vita tua che penso.

»Ach, Alan,« sagte Dorian leise seufzend, »ich wollte, du hättest den tausendsten Teil des Mitleids mit mir, das ich mit dir habe.« Er wandte sich ab, als er so sprach, und blickte in den Garten hinaus. Campbell gab keine Antwort.

- Ah, Alan - mormorò Dorian sospirando, - vorrei che tu sentissi per me la millesima parte della pietà che io provo per te.

Dette queste parole si allontanò e si mise a guardare in giardino.

Nach etwa zehn Minuten klopfte es an die Tür, und der Bediente trat mit einem großen Mahagonikasten voller Chemikalien ein. Außerdem trug er eine lange Rolle Stahl und Platindraht und zwei sehr seltsam geformte Eisenklammern.

»Soll ich die Sachen hier lassen?« fragte er Campbell.

Campbell non rispose.

Dopo una decina di minuti bussarono alla porta ed entrò il servitore, portando una grossa cassa di mogano piena di sostanze chimiche, un lungo rotolo di filo d'acciaio e di platino e due pinze di ferro di forma piuttosto strana.

»Ja,« antwortete Dorian. »Und ich fürchte, Francis, ich habe noch einen Gang für Sie. Wie heißt der Mann in Richmond, der die Orchideen nach Selby liefert?«

»Harden, gnädiger Herr.«

- La lascio qui questa roba, signore? - chiese a Campbell.

- Sì - disse Dorian. - Ma ho paura di avere un'altra commissione da darvi, Francis. Come si chiama quell'uomo di Richmond che fornisce le orchidee per Selby?

»Richtig – Harden. Bitte, fahren Sie gleich nach Richmond, sprechen Sie mit Harden persönlich und sagen Sie ihm, er solle doppelt soviel Orchideen schicken, als ich bestellt habe, und möglichst wenig weiße darunter. Oder, ich brauche überhaupt keine weißen. Es ist ein schöner Tag, Francis, und Richmond ist sehr hübsch, sonst würde ich Sie nicht damit behelligen.«

»Hat gar nichts zu sagen, gnädiger Herr. Wann soll ich zurück sein?«

- Harden, signore.

- Appunto, Harden. Andate subito a Richmond, parlate personalmente con Harden e ditegli di mandare il doppio delle orchidee che avevo ordinato e di mandarne il meno possibile di bianche; anzi, di quelle bianche non ne voglio. E' una bella giornata, Francis, e Richmond è un luogo graziosissimo, altrimenti non vi avrei dato questo fastidio.

- Nessun fastidio, signore. A che ora devo tornare?

Dorian sah Campbell an. »Wie lange brauchst du zu deinem Experiment, Alan?« fragte er mit ruhiger, gleichgültiger Stimme. Die Anwesenheit eines Dritten im Zimmer schien ihm außergewöhnlichen Mut zu machen. Campbell runzelte die Stirn und biß sich auf die Lippen.

»Es wird ungefähr fünf Stunden dauern.«

Dorian guardò Campbell e disse, con voce calma e indifferente: - Quanto tempo ci vuole per il tuo esperimento, Alan?

La presenza nella stanza di un terzo sembrava infondergli un coraggio straordinario. Campbell aggrottò le sopracciglia e si morse il labbro.

»Dann wird es Zeit genug sein, wenn Sie um halb sieben Uhr zurück sind, Francis. Oder warten Sie: legen Sie nur noch meine Sachen zum Umziehen zurecht. Sie können den Abend für sich verwenden. Ich esse nicht zu Hause und brauche Sie nicht mehr.«

- Circa cinque ore - rispose.

- Allora, Francis, basterà che siate di ritorno alle sette e mezzo. O meglio, tirate fuori quello che mi occorre per vestirmi e prendetevi una serata di libertà. Non pranzo a casa e perciò non ho bisogno di voi.

»Danke, gnädiger Herr,« sagte der Mann und ging.

- Grazie, signore - rispose l'uomo, uscendo dalla stanza.

»Jetzt, Alan, ist kein Augenblick zu verlieren. Wie schwer dieser Kasten ist! Ich trage ihn dir. Du bringst die andern Sachen.« Er sprach hastig und in befehlendem Tone. Campbell fühlte sich von ihm bezwungen. Sie verließen zusammen das Zimmer.

- Ora, Alan, non c'è un minuto da perdere. Come pesa questa cassa!

La porterò io; tu porta le altre cose.

Parlava con un accento rapido e autoritario e Campbell si sentì dominato da lui. Uscirono insieme dalla stanza.

Als sie den letzten Treppenabsatz erreicht hatten, zog Dorian den Schlüssel heraus und schloß auf. Dann hielt er inne, und ein unruhiger Ausdruck kam in seine Augen. Es schauderte ihn. »Ich glaube nicht, daß ich hineingehn kann, Alan,« flüsterte er.

Quando arrivarono all'ultimo pianerottolo, Dorian tirò fuori la chiave e la fece girare nella toppa; poi si fermò e nei suoi occhi apparve un'espressione turbata. Rabbrividì.

- Non credo che potrò entrare, Alan - mormorò.

»Das macht mir nichts. Ich brauch dich nicht,« sagte Campbell kalt.

- Non fa niente. Non ho bisogno di te - disse freddamente Campbell.

Dorian öffnete halb die Tür. Als er es tat, sah er dem Porträt, das hell von der Sonne beleuchtet war, gerade ins Gesicht. Auf dem Boden lag der heruntergerissene Vorhang. Er erinnerte sich, daß er in der Nacht zum erstenmal im Leben vergessen hatte, die verhängnisvolle Leinwand zu verbergen, und wollte gerade hineilen, als er schaudernd zurücktrat.

Dorian aprì la porta a metà e in quest'atto vide la faccia del ritratto ghignare alla luce del sole.

Davanti ad esso giaceva in terra la cortina lacerata. Gli tornò in mente che la sera prima, per la prima volta in vita sua, si era dimenticato di nascondere la tela fatale. Stava per precipitarsi in avanti, ma si fermò con un brivido.

Was war das für ein grauenhafter roter Fleck, der naß und glänzend an einer der Hände klebte, als ob die Leinwand Blut geschwitzt hätte? Wie entsetzlich sah das aus! – entsetzlicher schien es ihm im Augenblick, als die schweigsame Gestalt, von der er wußte, daß sie noch über den Tisch gelehnt dasaß, die Gestalt, deren grotesker, kläglicher Schatten auf dem fleckigen Teppich ihm zeigte, daß sie sich nicht geregt hatte, sondern noch da war, wo er sie gelassen hatte.

Che cos'era quell'orribile rugiada rossa che brillava, umida e scintillante, su una delle mani, come se la tela avesse sudato sangue? Che cosa orrenda! In quel momento gli sembrò ancora più orrenda di quella cosa muta che, lo sapeva, era stesa attraverso la tavola; quella cosa la cui ombra grottesca e deforme sul tappeto macchiato mostrava che non s'era mossa, che era ancora là dove lui l'aveva lasciata.

Er holte tief Atem, öffnete die Tür etwas weiter und ging mit halb geschlossenen Augen und abgewandtem Kopfs schnell hinein, entschlossen, nicht ein einziges Mal nach dem Toten zu sehen. Dann bückte er sich, nahm den gold- und purpurprangenden Vorhang auf und warf ihn über das Bild.

Respirò profondamente, aprì un po' di più la porta ed entrò rapido, con gli occhi semichiusi e girando la testa da un'altra parte, deciso a non guardare il morto nemmeno una volta: poi chinandosi raccolse il panno porpora e oro e lo gettò sul ritratto.

Da blieb er stehn; er hatte Angst, sich umzudrehn, und seine Augen richteten sich auf die verworrenen Muster des Vorhanges. Er hörte Campbell den schweren Kasten und die Eisen und die andern Dinge, die er für sein furchtbares Werk sich hatte kommen lassen, hereinbringen. Er fing an, sich zu fragen, ob Campbell und Hallward sich je gekannt hätten, und wenn ja, was sie voneinander gehalten hatten.

Si fermò perché l'idea di doversi girare indietro lo atterriva. I suoi occhi erano fissi sugli intrichi del disegno che gli stava davanti. Sentì Campbell portare dentro la cassa pesante, i ferri e le altre cose che gli servivano per il suo tremendo lavoro.

Cominciò a chiedersi se lui e Basil Hallward si erano mai conosciuti e, in caso affermativo, che cosa avevano pensato l'uno dell'altro.

»Laß mich jetzt allein,« sagte eine rauhe Stimme hinter ihm.

- Vattene ora - disse una voce severa dietro di lui.

Er wandte sich und eilte hinaus. Gerade hatte er noch gesehn, daß der Tote in den Stuhl zurückgelegt worden war, und daß Campbell in ein glänzendes, gelbes Gesicht blickte. Als er die Treppe hinabeilte, hörte er, wie das Zimmer geschlossen wurde.

Si girò e corse fuori, rendendosi appena conto che il morto era stato rigettato sulla sedia e che Campbell stava osservando una faccia gialla e lucida. Nello scendere le scale sentì che la chiave veniva girata nella toppa.

Es war lange nach sieben Uhr, als Campbell in das Bücherzimmer herunterkam. Er war blaß, aber völlig ruhig. »Ich habe getan, was du verlangtest,« sagte er. »Und jetzt, adieu! Wir wollen uns nie wieder begegnen.«

Le sette erano passate da un pezzo, quando Campbell tornò in biblioteca. Era pallido, ma perfettamente calmo.

- Ho fatto quello che mi avevi chiesto di fare - balbettò - e ora addio. Non ci vedremo mai più.

»Du hast mir das Leben gerettet, Alan. Ich werde das nie vergessen!« sagte Dorian schlicht.

- Mi hai salvato dalla rovina, Alan. Non lo dimenticherò mai disse Dorian con semplicità.

Sowie Campbell fort war, ging er hinauf. Es roch furchtbar nach Salpetersäure im Zimmer. Aber was da am Tische gesessen hatte, war verschwunden.

Appena Campbell fu andato via, salì di sopra. Nella stanza c'era un orribile puzzo di acido nitrico; ma quella cosa che era stata seduta al tavolino era scomparsa.