Das Bildnis des Dorian Gray.  Oscar Wilde
Kapitel 3. (Capítulo 3. )
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Um halb ein Uhr am nächsten Tag schlenderte Lord Henry Wotton von Curzon Street nach The Albany hinüber, um seinen Onkel Lord Fermor, einen lustigen, aber etwas rauhen alten Junggesellen, zu besuchen, den die Außenwelt selbstsüchtig nannte, weil sie keinen besonderen Nutzen von ihm zog, der aber von der Gesellschaft freigebig genannt wurde, weil er den Menschen, die ihn amüsierten, gut zu essen gab. Sein Vater war britischer Botschafter in Madrid gewesen, als Isabella jung war und man an Prim noch nicht dachte, hatte sich aber in einem Augenblick ärgerlicher Laune aus dem diplomatischen Dienst zurückgezogen, weil man ihm nicht die Botschaft in Paris angeboten hatte, einen Posten, auf den er seiner Meinung nach auf Grund seiner Geburt, seiner Trägheit, des guten Englisch seiner Depeschen und seiner zügellosen Vergnügungslust Anspruch hatte. Der Sohn, der der Sekretär seines Vaters gewesen war, war zugleich mit seinem Chef zurückgetreten, was man damals ziemlich närrisch fand, und als der Titel einige Monate später auf ihn überging, hatte er sich dem ernsthaften Studium der großen aristokratischen Kunst gewidmet, absolut nichts zu tun. Er hatte zwei große Stadthäuser, zog es aber vor, in einer Junggesellenwohnung zu leben, da es bequemer war, und nahm meistens seine Mahlzeiten im Klub ein. Er widmete der Verwaltung seiner Bergwerke in den Midlandgrafschaften einige Aufmerksamkeit und entschuldigte diesen Schandfleck industrieller Betätigung gewöhnlich damit, daß er sagte, der Besitz von Kohle habe den einen Vorteil, einen Gentleman instand zu setzen, sich den Luxus zu leisten, auf seinem eigenen Herde Holz zu brennen. In der Politik war er Tory, ausgenommen wenn die Tories am Ruder waren, denn während dieser Zeit schimpfte er auf sie und nannte sie geradeheraus ein Pack von Radikalen. Er war ein Held seinem Bedienten gegenüber, der ihn terrorisierte, und ein Schrecken für die meisten seiner Verwandten, die er seinerseits terrorisierte. Nur England hatte ihn hervorbringen können, und er pflegte immer zu sagen, England komme auf den Hund. Seine Prinzipien waren altmodisch, aber seine Vorurteile waren nicht übel.

A las doce Y media del día siguiente lord Henry Wotton fue paseando desde Curzon Street hasta el Albany para visitar a su tío, lord Fermor, un viejo solterón, cordial pero un tanto brusco, a quien en general se tachaba de egoísta porque el mundo no obtenía de él beneficio alguno, pero al que la buena sociedad consideraba generoso porque daba de comer a la gente que le divertía. Su padre había sido embajador en Madrid cuando Isabel II era joven y nadie había pensado aún en el general Prim, pero abandonó la carrera diplomática caprichosamente por el despecho que sintió al ver que no le ofrecían la embajada de París, puesto al que creía tener pleno derecho en razón de su nacimiento, de su indolencia, del excelente inglés de sus despachos y de su desmesurada pasión por los placeres. El hijo, que había sido secretario de su padre, y que presentó también la dimisión, gesto que por entonces se consideró un tanto descabellado, sucedió a su padre en el título unos meses después, y se consagró a cultivar con seriedad el gran arte aristocrático de no hacer absolutamente nada. Aunque poseía dos grandes casas en Londres, prefería vivir en habitaciones alquiladas, que le causaban menos molestias, y hacía en su club la mayoría de las comidas. Se preocupaba algo de la gestión de sus minas de carbón en las Midlands, y se excusaba de aquel contacto con la industria alegando que poseer minas de carbón otorgaba a un caballero el privilegio de quemar leña en el hogar de su propia chimenea. En política era conservador, excepto cuando los conservadores gobernaban, periodo en el que los insultaba sistemáticamente, acusándolos de ser una pandilla de radicales. Era un héroe para su ayuda de cámara, que lo tiranizaba, y un personaje aterrador para la mayoría de sus parientes, a quienes él, a su vez, tiranizaba. Era una persona que sólo podía haber nacido en Inglaterra, y siempre afirmaba que el país iba a la ruina. Sus principios estaban anticuados, pero se podía decir mucho en favor de sus prejuicios.

Als Lord Henry eintrat, saß sein Onkel in einer gewöhnlichen Jagdjoppe da, rauchte seine Manila und las brummend in den Times. »Na, Harry,« sagte der alte Herr »was bringt dich so früh heraus? Ich dachte, ihr Stutzer steht nie vor zwei Uhr auf und seid nicht vor fünf Uhr sichtbar.«

»Reiner Familiensinn, ich versichere dich, Onkel Georg. Ich möchte etwas aus dir herausbringen.«

Cuando lord Henry entró en la habitación de su tío lo encontró vestido con una tosca chaqueta de caza, fumando un cigarro habano y refunfuñando mientras leía The Times.

-Vaya, Harry -dijo el anciano caballero-, ¿qué te ha hecho salir tan pronto de casa? Creía que los dandis no se levantaban hasta las dos y que no aparecían en público hasta las cinco.

-Puro afecto familiar, tío George, te lo aseguro. Quiero pedirte algo.

»Vermutlich Geld,« sagte Lord Fermor und verzog das Gesicht. »Nun, so setz dich und erzähle mir alles. Die jungen Leute von heutzutage meinen, Geld sei alles.«

-Dinero, imagino -respondió lord Fermor, torciendo el gesto-. Bueno; siéntate y cuéntamelo todo. En estos tiempos que corren los jóvenes se imaginan que el dinero lo es todo.

»Ja,« erwiderte Lord Henry und befestigte seine Knopflochblume, »und wenn sie älter werden, wissen sie es. Aber ich brauche kein Geld. Nur Menschen, die ihre Rechnungen bezahlen, brauchen Geld, und ich bezahle meine nie. Kredit ist das Kapital eines Zweitgeborenen, und man lebt famos mit seiner Hilfe. Außerdem gehe ich immer zu Dartmoors Kaufleuten, und daher kommt es, daß sie mich in Ruhe lassen. Was ich brauche, ist Belehrung; keine nützliche Belehrung natürlich, nutzlose.«

-Sí -murmuró lord Henry, colocándose mejor la flor que llevaba en el ojal de la chaqueta-; y cuando se hacen viejos no se lo imaginan: lo saben. Pero no quiero dinero. Sólo las personas que pagan sus facturas necesitan dinero, tío George, y yo nunca pago las mías. El crédito es el capital de un segundón, y se vive agradablemente con él. Además, siempre me trato con los proveedores de Dartmoor y, en consecuencia, nunca me molestan. Lo que quiero es información: no información útil, por supuesto; información perfectamente inútil.

»Nun, Harry, ich kann dir alles sagen, was in einem englischen Blaubuch steht, obwohl diese Kerle heutzutage eine Menge Unsinn schreiben. Als ich im diplomatischen Dienst stand, war es besser bestellt. Aber ich höre, sie stellen ihre Leute jetzt auf Grund von Prüfungen an. Was kann man davon erwarten? Prüfungen, Wertgeschätzter, sind reiner Humbug von Anfang bis zu Ende. Wenn einer ein Gentleman ist, weiß er völlig genug, und wenn er kein Gentleman ist, ist alles, was er weiß, von Übel für ihn.«

-Te puedo contar todo lo que contiene cualquier informe oficial, aunque quienes los redactan hoy en día escriben muchas tonterías. Cuando yo estaba en el cuerpo diplomático las cosas iban mucho mejor.

Pero, según tengo entendido, ahora les hacen un examen de ingreso. ¿Hay que extrañarse del resultado?

»Herr Dorian Gray hat nichts mit Blaubüchern zu tun, Onkel Georg,« sagte Lord Henry in seinem müden Ton.

Los exámenes, señor mío, son pura mentira de principio a fin. Si una persona es un caballero, sabe más que suficiente, y si no lo es, todo lo que sepa es malo para él.

»Herr Dorian Gray? Wer ist das?« fragte Lord Fermor und zog seine buschigen weißen Augenbrauen zusammen.

-El señor Dorian Gray no tiene nada que ver con el mundo de los informes oficiales, tío George -dijo lord Henry lánguidamente.

»Um das zu erfahren, bin ich hergekommen, Onkel Georg. Oder besser gesagt, ich weiß, wer er ist. Er ist der Enkel des letzten Lord Kelso. Seine Mutter war eine Devereux, Lady Margaret Devereux. Ich habe den Wunsch, daß du mir etwas von seiner Mutter erzählst. Was für eine Bewandtnis hatte es mit ihr? Wen heiratete sie? Du hast in deiner Zeit fast alle Menschen gekannt, und du wirst sie wohl auch gekannt haben. Ich habe für Herrn Gray zur Zeit sehr viel Interesse. Ich habe ihn jetzt eben kennen gelernt.«

-¿El señor Dorian Gray? ¿Quién es? -preguntó lord Fermor, frunciendo el espeso entrecejo cano.

-Eso es lo que he venido a averiguar, tío George. Debo decir, más bien, que sé quién es. Es el nieto del último lord Kelso. Su madre era una Devereux, lady Margaret Devereux. Quiero que me hables de su madre. ¿Cómo era? ¿Con quién se casó? Trataste prácticamente a todo el mundo en tu época, de manera que quizá la hayas conocido. En el momento actual me interesa mucho el señor Gray. Acaban de presentármelo.

»Kelsos Enkel!« wiederholte der alte Herr, »Kelsos Enkel! ... Natürlich ... Ich kannte seine Mutter sehr genau. Ich glaube, ich war bei ihrer Taufe. Sie war ein außergewöhnlich schönes Mädchen, Margaret Devereux, und machte alle Männer fast toll, als sie mit einem jungen Habenichts durchbrannte, einer vollkommenen Null, Wertgeschätzter, einem Fähnrich in einem Musketierregiment oder so was Ähnliches. Natürlich. Ich erinnere mich an die ganze Geschichte, als wäre sie gestern gewesen. Der arme Kerl wurde ein paar Monate nach der Hochzeit in einem Duell in Spaa getötet. Es war eine häßliche Sache dabei. Man erzählte, Kelso habe einen schurkischen Abenteurer, so einen Viechkerl aus Belgien, angeworben, um sei nen Schwiegersohn öffentlich zu beleidigen, habe ihn bezahlt, Wertgeschätzter, damit er es tue, bezahlt, und der Bursche spießte seinen Mann auf wie eine Taube. Die Sache wurde vertuscht, aber Kelso aß eine Zeitlang sein Kotelett allein im Klub. Ich hörte, er habe seine Tochter zu sich zurückgeholt, und sie habe nie mehr ein Wort mit ihm gesprochen. O ja, es war eine schlimme Geschichte. Das Mädchen starb auch, starb binnen einem Jahr. So, sie hinterließ einen Sohn; wirklich? Das hatte ich vergessen. Was für ein Junge ist er? Wenn er seiner Mutter gleicht, muß er ein hübscher Bengel sein.«

-¡Nieto de Kelso! -repitió el anciano caballero-. El nieto de Kelso... Claro... Conocí muy bien a su madre. Creo que asistí a su bautizo. Era una joven extraordinariamente hermosa, Margaret Devereux, y volvió loco a todo el mundo escapándose con un joven que no tenía un céntimo, un don nadie, señor mío, un suboficial de infantería o algo por el estilo. Ya lo creo. Lo recuerdo todo como si hubiera sucedido ayer. Al pobre infeliz lo mataron en un duelo en Spa pocos meses después de la boda. Una historia muy fea. Dijeron que Kelso se agenció un aventurero sin escrúpulos, un animal belga, para que insultara en público a su yerno; le pagó, señor mío, para que lo hiciera; le pagó y luego aquel individuo ensartó al suboficial como si fuera un pichón. Echaron tierra sobre el asunto, pero, cielo santo, Kelso comió solo en el club durante cierto tiempo después de aquello. Recogió a su hija, según me contaron, pero la chica nunca volvió a dirigirle la palabra. Sí, sí, un asunto muy feo. Margaret también se murió, en menos de un año. De manera que dejó un hijo, ¿no es eso? Lo había olvidado. ¿Cómo es el chico? Si es como su madre debe de ser bien parecido.

»Er ist sehr hübsch,« bestätigte Lord Henry.

-Es bien parecido -asintió lord Henry.

»Ich hoffe, er kommt in die rechten Hände,« fuhr der alte Mann fort. »Eine Menge Geld wartet auf ihn, wenn Kelso recht an ihm handelte. Seine Mutter hatte auch Geld. Die ganze Besitzung Selby fiel ihr zu von seiten ihres Großvaters. Ihr Großvater haßte Kelso, hielt ihn für einen gemeinen Hund. Das war er auch. Kam einmal nach Madrid, als ich da war. Wahrhaftig, ich schämte mich des Kerls. Die Königin fragte mich öfter, wer der englische Edelmann sei, der sich mit den Kutschern um den Fuhrlohn zankte. Eine ganze Geschichte haben sie daraus gemacht. Ich traute mich vier Wochen nicht an den Hof. Ich hoffe, er hat seinen Enkel besser als die Droschkenkutscher behandelt.«

-Espero que caiga en buenas manos -prosiguió el anciano-. Heredará un montón de dinero si Kelso se ha portado bien con él. Su madre también tenía dinero. Le correspondieron todas las propiedades de Selby, a través de su abuelo. Su abuelo odiaba a Kelso, lo consideraba un tacaño de mucho cuidado. Y no se equivocaba. Fue a Madrid en una ocasión cuando yo estaba allí. Cielo santo, logró que me avergonzase de él. La reina me preguntaba quién era el noble inglés que siempre se peleaba con los cocheros por el precio de las carreras. Menuda historia. Pasé un mes sin aparecer por la Corte. Confío en que tratara a su nieto mejor que a los cocheros de alquiler.

»Ich weiß nichts davon,« erwiderte Lord Henry. »Ich denke mir, der Junge wird einmal wohlhabend sein. Er ist noch nicht großjährig. Selby gehört ihm, das weiß ich. Er sprach mir davon. Und ... seine Mutter war sehr schön?«

-No lo sé -respondió lord Henry-. Imagino que al chico no le faltará de nada. Todavía no es mayor de edad. Sé que Selby es suyo: lo sé porque me lo ha dicho él. Y.., ¿su madre, entonces, era muy hermosa?

»Margaret Devereux war eins der entzückendsten Menschenkinder, die ich je sah, Harry. Was in aller Welt sie dazu gebracht hat, so zu handeln, wie sie tat, habe ich nie verstehen können. Sie hätte, wen sie wollte, heiraten können. Carlington war verrückt nach ihr. Allerdings war sie eine Romantische. Alle Frauen der Familie waren es. Die Männer waren eine traurige Bande, aber, bei Gott! die Weiber waren entzückend! Carlington rutschte auf den Knien vor ihr. Hat er mir selbst erzählt. Sie lachte ihn aus, dabei gab es damals in London kein Mädchen, das nicht auf ihn aus gewesen wäre. Nebenbei, Harry, weil wir schon über törichte Heiraten sprechen: was ist das für ein Blödsinn, den mir dein Vater von Dartmoor erzählt, er wolle eine Amerikanerin heiraten? Sind englische Mädchen ihm nicht gut genug, hä?«

»Es ist jetzt Mode, Amerikanerinnen zu heiraten, Onkel Georg.«

-Margaret Devereux era una de las criaturas más encantadoras que he visto nunca, Harry. Qué la impulsó a comportarse como lo hizo es algo que nunca entenderé. Podría haberse casado con quien hubiera querido. Carlington estaba loco por ella. Pero era una romántica. Todas las mujeres de esa familia lo han sido. Los hombres no valían nada, pero, cielo santo, las mujeres eran maravillosas.

Carlington se declaró de rodillas. Me lo dijo él mismo. Margaret Devereux se rió de él, y no había por entonces una chica en Londres que no quisiera pescarlo. Y, por cierto, Harry, hablando de matrimonios estúpidos, ¿qué es esa patraña que me cuenta tu padre de que Dartmoor se quiere casar con una americana? ¿Es que las chicas inglesas no son lo bastante buenas para él?

-Ahora está bastante de moda casarse con americanas, tío George.

»Ich werde die englischen Frauen gegen die ganze Welt verteidigen, Harry,« sagte Lord Fermor und schlug mit der Faust auf den Tisch.

-Yo apoyo a las mujeres inglesas contra el mundo entero, Harry -dijo lord Fermor, golpeando la mesa con el puño.

-Todo el mundo apuesta por las americanas.

»Man wettet auf die Amerikanerinnen.«

»Sie halten sich nicht, hab ich gehört.«

»Eine lange Verlobung erschöpft sie, aber in einer Steeplechase sind sie prächtig. Sie nehmen alles im Flug. Ich glaube nicht, daß Dartmoor Aussichten hat.«

-No duran, según me han dicho -murmuró su tío. -Las carreras de fondo las agotan, pero son inigualables en las de obstáculos. Lo saltan todo sin pestañear. No creo que Dartmoor tenga la menor posibilidad.

»Was sind ihre Angehörigen?« grollte der alte Herr. »Hat sie überhaupt welche?«

-¿Quiénes son sus padres? -gruñó el anciano-. ¿Acaso los tiene?

Lord Henry negó con la cabeza.

Lord Henry schüttelte den Kopf. »Amerikanische Mädchen sind so geschickt im Verbergen ihrer Eltern, wie englische Frauen im Verbergen ihrer Vergangenheit,« sagte er und erhob sich zum Gehen.

-Las jóvenes americanas son tan inteligentes para esconder a sus padres como las mujeres inglesas para ocultar su pasado -dijo lord Henry, levantándose para marcharse.

-Serán chacineros, supongo.

»Sie sind vermutlich Schweinefleischpacker?«

»Ich hoffe es, Onkel Georg, um Dartmoors willen. Man hat mir gesagt, daß das Schweinefleischpacken in Amerika nach der Politik die einträglichste Beschäftigung ist.«

-Eso espero, tío George, por el bien de Dartmoor. Me dicen que la chacinería es una de las profesiones más lucrativas de los Estados Unidos, después de la política.

-¿Es bonita esa muchacha?

»Ist sie hübsch?«

»Sie tritt auf, als ob sie schön wäre. Das tun die meisten Amerikanerinnen. Es ist das Geheimnis ihrer Anziehungskraft.«

-Se comporta como si fuese hermosa. La mayoría de las americanas lo hacen. Es el secreto de su encanto.

»Warum bleiben diese Amerikanerinnen nicht bei sich zu Hause? Sie erzählen uns immer, es sei das Paradies für Frauen.«

-¿Por qué no se quedan en su país? Siempre nos están diciendo que es el paraíso de las mujeres.

»Das ist es. Das ist der Grund, warum sie wie Eva so gierig danach sind, herauszukommen,« sagte Lord Henry. »Adieu! Onkel Georg! Ich komme zu spät zum Frühstück, wenn ich länger bleibe. Danke sehr für die Belehrung, die du mir gabst! Es ist mir immer recht, von meinen neuen Freunden alles und von meinen alten nichts zu wissen.«

-Lo es. Ésa es la razón de que, como Eva, estén tan excesivamente ansiosas de abandonarlo -dijo lord Henry-. Adiós, tío George. Gracias por darme la información que quería. Me gusta saberlo todo sobre mis nuevos amigos y nada sobre los viejos.

-¿Dónde almuerzas hoy, Harry?

-En casa de tía Agatha. He hecho que me invite, junto con el señor Gray, que es su último protégé.

»Wo wirst du frühstücken, Harry?«

»Bei Tante Agatha. Ich habe mich und Herrn Gray bei ihr eingeladen. Er ist ihr neuester Protegé.«

-¡Umm! Dile a tu tía Agatha, Harry, que no me moleste más con sus empresas caritativas. Estoy harto.

»Hm! sage deiner Tante Agatha, Harry, sie solle mich mit ihren Wohltätigkeitsaufrufen in Ruhe lassen. Die habe ich satt. Wahrhaftig, die gute Frau meint, ich hätte nichts Besseres zu tun, als für ihre albernen Liebhabereien Schecks zu schreiben.«

Caramba, la buena mujer cree que no tengo nada mejor que hacer que escribir cheques para sus estúpidas ocurrencias.

-De acuerdo, tío George, se lo diré, pero no tendrá ningún efecto. Las personas filantrópicas pierden toda noción de humanidad. Se las reconoce por eso.

»Schon recht, Onkel Georg, ich will es ihr sagen, aber es wird zwecklos sein. Wohltätige haben allen Sinn für Menschlichkeit verloren. Daran erkennt man sie.«

El anciano caballero gruñó aprobadoramente y llamó para que entrara su criado.

Der alte Herr brummte zustimmend und läutete seinem Diener. Lord Henry ging durch den niedrigen Säulengang nach Burlington Street und wandte seine Schritte in der Richtung nach Berkeley Square.

Lord Henry atravesó unos soportales de poca altura para llegar a Burlington Street, y dirigió sus pasos en dirección a la plaza de Berkeley.

Das war also die Geschichte der Eltern Dorian Grays. So roh die Form war, in der sie ihm berichtet worden, hatte sie ihn doch erregt und ihm den Eindruck eines seltsamen, fast modernen Romans gemacht. Eine schöne Frau, die alles um eine wahnsinnige Leidenschaft wagt. Ein paar wilde Wochen des Glücks, kurz abgeschnitten durch ein scheußliches, verräterisches Verbrechen. Monate sprachloser Verzweiflung und dann ein Kind, das in Schmerzen geboren wurde. Die Mutter vom Tode weggenommen, der Knabe in Einsamkeit und der Tyrannei eines lieblosen alten Mannes überlassen. Ja, das war ein interessanter Hintergrund. Er gab dem jungen Menschen Relief, machte ihn vollkommener als zuvor. Hinter allem Erlesenen in der Welt lag etwas Tragisches, Welten hatten kreisen müssen, damit das unscheinbarste Blümchen aufblühen konnte ... Und wie entzückend war er gestern abend gewesen, als er mit erschreckten Augen, die Lippen in scheuer Luft geöffnet, ihm im Klub gegenüber saß und die roten Schirme der Kerzen das erwachende Wunder seines Gesichts noch rosiger färbten. Zu ihm sprechen war, wie wenn man auf einer köstlichen Geige spielte. Er entsprach jedem Strich und jeder zitternden Bewegung des Bogens ... Es war doch etwas schrecklich Unterjochendes in der Ausübung eines Einflusses. Keine andre Betätigung war ihr zu vergleichen. Seine Seele in eine anmutige Gestalt zu projizieren und sie dort einen Augenblick verweilen zu lassen; seine eigenen Geistestendenzen im Echo zu hören, vermehrt um all die Musik der Leidenschaft und Jugend; sein Temperament in ein andres hineinzuleiten, als ob es ein feines Fluidum oder ein seltsamer Duft wäre: darin lag eine wahrhafte Freude – vielleicht die befriedigendste Freude, die uns in einer Zeit geblieben, die so beschränkt und gemein war wie unsre, die in ihren Genüssen so grob fleischlich und in ihren Zielen so grob gewöhnlich war ... Auch war er ein wunderbarer Typus, dieser Jüngling, den er durch so seltsamen Zufall in Basils Atelier kennen gelernt hatte, oder konnte wenigstens zu einem wundervollen Typus gemodelt werden. Grazie war ihm verliehen und die weiße Reinheit der Knabenunschuld, und Schönheit, wie sie alte griechische Marmorwerke bewahrten. Es gab nichts, was sich nicht aus ihm machen ließ. Er konnte zu einem Titanen oder zu einem Spielzeug gemacht werden. Was war es für ein Jammer, daß solche Schönheit zum Verwelken bestimmt war! ... Und Basil? Wie interessant er, psychologisch betrachtet, doch war! Die neue Art in der Kunst, die neue Weise, das Leben anzusehn, so seltsam erweckt durch das bloße sichtbare Dasein eines Menschen, der von alledem nichts wußte; der stille Geist, der in einer düsteren Waldlandschaft wohnte und ungesehen im freien Felde wandelte, zeigte sich plötzlich, dryadengleich und ohne Scheu, weil in der Seele dessen, der auf der Suche nach ihm war, die wundervolle Vision erwacht war, der allein wundervolle Dinge offenbart werden. Die bloßen Formen und Abbilder von Dingen wurden gleichsam geläutert und erlangten eine Art symbolischer Bedeutung, als ob sie selber Abbilder einer andern und vollendetern Form wären, deren Schatten sie zur Wirklichkeit machten: wie seltsam das alles war! Er erinnerte sich an Ähnliches in der Geschichte. War es nicht Plato, der Künstler in der Welt des Denkens, der es zuerst untersucht hatte? War es nicht Buonarroti, der es in die farbigen Marmorstücke einer Sonettenfolge gemeißelt hatte? Aber in unserm Jahrhundert war es seltsam ... Ja, er wollte den Versuch machen, für Dorian Gray zu sein, was, ohne es zu wissen, der Jüngling dem Maler war, der das wundervolle Porträt geschaffen hatte. Er wollte suchen, in ihm Herr zu sein – hatte es in Wahrheit bereits halb und halb erreicht. Er wollte diesen wundervollen Geist zu seinem eigenen machen. Es war etwas unwiderstehlich Anziehendes in diesem Kind der Liebe und des Todes.

Aquélla era, por tanto, la historia familiar de Dorian Gray. Pese a lo esquemático del relato, le había impresionado porque hacía pensar en una historia de amor extraña, casi moderna. Una mujer hermosa que se arriesga a todo por una loca pasión. Unas pocas semanas de felicidad sin límite truncadas por un crimen odioso, por una traición. Meses de silenciosos sufrimientos, y luego un hijo nacido en el dolor. La madre arrebatada por la muerte, el niño abandonado a la soledad y a la tiranía de un anciano sin corazón.

Sí; unos antecedentes interesantes, que situaban al muchacho, que le añadían una nueva perfección, por así decirlo. Detrás de todas las cosas exquisitas hay algo trágico. Para que florezca la más humilde de las flores se necesita el esfuerzo de mundos... Y, ¡qué encantador había estado durante la cena la noche anterior, cuando, la sorpresa en los ojos y los labios entreabiertos por el placer y el temor, se había sentado frente a él en el club, las pantallas rojas de las lámparas avivando el rubor despertado en su rostro por el asombro! Hablar con él era como tocar el más delicado de los violines. Dorian respondía a cada toque y vibración del arco... Había algo terriblemente cautivador en influir sobre alguien. No existía otra actividad parecida. Proyectar el alma sobre una forma agradable, detenerse un momento; emitir las propias ideas para que las devuelva un eco, acompañadas por la música de una pasión juvenil; transmitir a otro la propia sensibilidad como si se tratase de un fluido sutil o de un extraño perfume; allí estaba la fuente de una alegría verdadera, tal vez la más satisfactoria que todavía nos permite una época tan mezquina y tan vulgar como la nuestra, una época zafiamente carnal en sus placeres y enormemente vulgar en sus metas... Aquel muchacho a quien por una extraña casualidad había conocido en el estudio de Basil encarnaba además un modelo maravilloso o, al menos, se le podía convertir en un ser maravilloso. Suyo era el encanto, y la pureza inmaculada de la adolescencia, junto a una belleza que sólo los antiguos mármoles griegos conservan para nosotros. No había nada que no se pudiera hacer con él. Se le podía convertir en un titán o en un juguete. ¡Qué lástima que semejante belleza estuviera destinada a marchitarse!... ¡Y Basil? Desde un punto de vista psicológico, ¡qué interesante era! Un nuevo estilo artístico, un modo nuevo de ver la vida, todo ello sugerido de manera tan extraña por la simple presencia de alguien que era todo eso de manera inconsciente; el espíritu silencioso que mora en bosques sombríos y camina sin ser visto por campos abiertos, mostrándose, de repente, como una dríade, y sin temor, porque en el alma que la busca se ha despertado ya esa singular capacidad a la que corresponde la revelación de las cosas maravillosas; las simples formas, los simples contornos de las cosas que se estilizaban, por así decirlo, adquiriendo algo semejante a un valor simbólico, como si fuesen a su vez el esbozo de otra forma más perfecta, a cuya sombra dotaban de realidad: ¡qué extraño era todo! Recordaba algo parecido en la historia del pensamiento. ¿No fue Platón, aquel artista de las ideas, quien lo había analizado por vez primera? ¿No había sido Buonarotti quien lo esculpió en el mármol multicolor de una sucesión de sonetos? Pero en nuestro siglo era extraño... Sí; trataría de ser para Dorian Gray lo que él, sin saberlo, había sido para el autor de aquel retrato maravilloso. Trataría de dominarlo; en realidad ya lo había hecho a medias. Haría suyo aquel espíritu maravilloso. Había algo fascinante en aquel hijo del Amor y de la Muerte.

Plötzlich blieb er stehen und blickte an den Häusern empor. Er merkte, daß er schon vor einer Weile am Hause seiner Tante vorübergegangen war, und kehrte still lächelnd wieder um. Als er in die etwas düstere Halle eintrat, sagte ihm der Diener, man habe bereits mit dem Frühstück begonnen. Er gab einem Lakaien Hut und Stock und ging ins Speisezimmer.

De repente, lord Henry se detuvo y contempló las casas que lo rodeaban. Se dio cuenta de que había dejado atrás la de su tía y, sonriendo, volvió sobre sus pasos. Cuando entró en el vestíbulo, un tanto sombrío, el mayordomo le hizo saber que los comensales ya se habían sentado a la mesa. Entregó el sombrero y el bastón a uno de los lacayos y pasó al comedor.

-Tarde como de costumbre -exclamó su tía, reprendiéndolo con un movimiento de cabeza.

»Spät, wie gewöhnlich,« rief seine Tante und schüttelte den Kopf.

Er erfand geschickt eine Entschuldigung, setzte sich auf den leeren Stuhl neben ihr und blickte sich um, um zu sehen, wer da war. Dorian, der am Ende der Tafel saß, grüßte ihn schüchtern, und ein freudiges Erröten trat auf seine Wangen. Gegenüber saß die Herzogin von Harley, eine bewunderungswürdig gutmütige und gut gelaunte Dame, die jeder gern hatte, der sie kannte, und die in den umfangreichen Maßen gebaut war, die man bei Frauen, die nicht Herzoginnen sind, Beleibtheit nennt. Neben ihr, zu ihrer Rechten, saß Sir Thomas Burdon, ein radikales Parlamentsmitglied, das im öffentlichen Leben seinem Leader und im Privatleben den besten Köchen folgte, und in Gemäßheit einer weisen und wohbekannten Regel mit den Tories speiste und mit den Liberalen dachte. Den Platz zu ihrer Linken nahm Herr Erskine of Treadley ein, ein alter scharmanter und gebildeter Herr, der jedoch die schlechte Gewohnheit des Schweigens angenommen hatte, da er, wie er einmal Lady Agatha erklärt hatte, mit allem, was er zu sagen hatte, vor seinem dreißigsten Lebensjahr fertig geworden war. Seine eigene Nachbarin war Frau Vandeleur, eine der ältesten Freundinnen seiner Tante, eine vollkommene Heilige unter Frauen, aber so schrecklich angezogen, daß sie einem wie ein geschmacklos gebundenes Gebetbuch vorkam. Zum Glück für ihn hatte sie an der andern Seite Lord Faudel, eine sehr intelligente Mittelmäßigkeit im besten Alter, der so kahl war wie die Mitteilung eines Ministers im Unterhaus, und mit dem sie sich in dem tiefernsten Tone unterhielt, der, wie Lord Henry einmal selbst bemerkt hatte, der eine unverzeihliche Fehler ist, in den alle wahrhaft guten Menschen verfallen, und den keiner unter ihnen ganz vermeiden kann.

»Wir sprechen über den armen Dartmoor, Lord Henry,« rief die Herzogin und nickte ihm vergnügt über den Tisch weg zu. »Glauben Sie, daß er wirklich dieses reizende junge Mädchen heiraten wird?«

Lord Henry inventó una excusa banal y, después de acomodarse en el sitio vacío al lado de lady Agatha, miró a su alrededor para ver a los invitados. Dorian Gray le hizo una tímida inclinación de cabeza desde el extremo de la mesa, apareciendo en sus mejillas un rubor de satisfacción. Frente a él tenía a la duquesa de Harley, una dama con un carácter y un valor admirables, muy querida por todos los que la conocían, y con las amplias proporciones arquitectónicas a las que los historiadores contemporáneos, cuando no se trata de duquesas, dan el nombre de corpulencia. A su derecha estaba sentado sir Thomas Burdon, miembro radical del Parlamento, que seguía a su líder en la vida pública y a los mejores cocineros en la privada, cenando con los conservadores y pensando con los liberales, según una regla tan prudente como bien conocida. El asiento a la izquierda de la duquesa estaba ocupado por el señor Erskine de Treadley, anciano caballero de considerable encanto y cultura, que había caído sin embargo en la mala costumbre de guardar silencio, puesto que, como explicó en una ocasión a lady Agatha, todo lo que tenía que decir lo había dicho antes de cumplir los treinta. A la izquierda de lord Henry se sentaba la señora Vandeleur, una de las amigas más antiguas de su tía, santa entre las mujeres, pero tan terriblemente poco atractiva que hacía pensar en un himnario mal encuadernado.

Afortunadamente para él, la señora Vandeleur tenía a su otro lado a lord Faudel -una mediocridad muy inteligente, de más de cuarenta años y calva tan rotunda como una declaración ministerial en la Cámara de los Comunes-, con quien conversaba de esa manera tan intensamente seria que es el único error imperdonable, como él mismo había señalado en una ocasión, en el que caen todas las personas realmente buenas y del que ninguna de ellas escapa por completo.

»Ich glaube, Frau Herzogin, sie hat sich in den Kopf gesetzt, um ihn anzuhalten.«

»Wie schrecklich!« rief Lady Agatha. »Wirklich, es sollte sich jemand ins Mittel legen.«

-Estamos hablando del pobre Dartmoor, lord Henry -exclamó la duquesa, haciéndole, desde el otro lado de la mesa, un gesto amistoso con la cabeza-. ¿Cree usted que se casará realmente con esa joven tan fascinante?

»Ich erfahre aus vorzüglicher Quelle, ihr Vater habe ein amerikanisches Kurzwarengeschäft,« sagte Sir Thomas Burdon mit stolzem Blick.

-Creo que la joven está decidida a pedir su mano, duquesa.

-¡Qué espanto! -exclamó lady Agatha-. Alguien debería tomar cartas en el asunto.

»Mein Onkel hat bereits behauptet, er habe eine Schweinefleischpackerei, Sir Thomas.«

-Me han informado, de muy buena tinta, que su padre tiene un almacén de áridos -dijo sir Thomas Burdon con aire desdeñoso.

»Kurzwaren! Was sind amerikanische Kurzwaren?« fragte die Herzogin und erhob staunend ihre großen Hände.

-Mi tío ha sugerido y a que se trata de chacinería, sir Thomas.

»Amerikanische Romane,« antwortete Lord Henry.

Die Herzogin machte ein erstauntes Gesicht.

»Hören Sie nicht auf ihn, Liebste,« flüsterte Lady Agatha.

-¡Áridos! ¿Qué mercancías son ésas? -preguntó la duquesa, alzando sus grandes manos en gesto de asombro y acentuando mucho el verbo.

»Er meint nie im Ernst, was er sagt.«

-Novelas americanas -respondió lord Henry, mientras se servía una codorniz.

»Als Amerika entdeckt wurde,« hub der radikale Abgeordnete an und ließ etliche langweilige Tatsachen los. Wie alle Menschen, die ein Thema erschöpfen wollen, erschöpfte er seine Zuhörer.

La duquesa pareció desconcertada.

-No le haga caso, querida -susurró lady Agatha-. Mi sobrino nunca habla en serio.

Die Herzogin seufzte und übte ihr Vorrecht, zu unterbrechen. »Wollte Gott, es wäre überhaupt nie entdeckt worden!« rief sie aus. »Wahrhaftig, unsre jungen Mädchen haben keine Aussichten heutzutage. Es ist empörend!«

-Cuando se descubrió América... -intervino el miembro radical de la Cámara de los Comunes, procediendo a enumerar algunos datos aburridísimos. Como todas las personas que tratan de agotar un tema, logró agotar a sus oyentes. La duquesa suspiró e hizo uso de su posición privilegiada para interrumpir.

»Wenn man's recht betrachtet, ist Amerika vielleicht gar nicht entdeckt worden,« sagte Herr Erskine in orakelhaftem Ton; »ich würde vorziehen zu sagen: man ist dahinter gekommen.«

-¡Ojalá nunca la hubieran descubierto! -exclamó-. A decir verdad, nuestras jóvenes no tienen ahora la menor oportunidad. Es una gran injusticia.

»Aber ich habe Exemplare der Einwohnerinnen gesehen,« antwortete die Herzogin zerstreut. »Ich muß gestehen, die meisten von ihnen sind überaus hübsch. Und zudem ziehen sie sich gut an. Sie lassen alle ihre Kleider in Paris machen. Ich wollte, ich könnte mir das auch leisten.«

-Quizá, después de todo, América nunca haya sido descubierta -dijo el señor Erskine-; yo diría más bien que fue meramente detectada.

»Man sagt, wenn gute Amerikaner sterben, gehen sie nach Paris,« kicherte Sir Thomas, der einen großen Schrank voll abgelegter Witze besaß.

-Sí, sí, pero yo he visto especímenes de sus habitantes -respondió vagamente la duquesa-. He de confesar que la mayoría de las mujeres son extraordinariamente bonitas. Y además visten bien. Compran toda la ropa en París. Me gustaría poder permitírmelo.

»Wirklich? Und wohin gehen schlechte Amerikaner, wenn sie sterben?« fragte die Herzogin.

»Sie gehen nach Amerika,« murmelte Lord Henry.

-Dicen que cuando mueren, los americanos buenos van a París -rió entre dientes sir Thomas, que tenía un gran armario de frases ingeniosas ya desechadas.

Sir Thomas runzelte die Stirn. »Ich fürchte, Ihr Neffe hat ein Vorurteil gegen dieses große Land,« sagte er zu Lady Agatha. »Ich habe ganz Amerika bereist, in Salonwagen, die die Direktionen mir stellten. Man ist dort in diesen Dingen äußerst entgegenkommend. Ich versichere Sie, es ist ein Bildungselement, das Land kennen zu lernen.«

-¿De verdad? Y, ¿adónde van los malos? -quiso saber la duquesa.

-Van a los Estados Unidos -murmuró lord Henry.

Sir Thomas frunció el ceño.

»Aber müssen wir wirklich nach Chicago reisen, um gebildet zu werden?« fragte Herr Erskine in klagendem Ton. »Ich bin nicht aufgelegt zu der Reise.«

-Me temo que su sobrino tiene prejuicios contra ese gran país -le dijo a lady Agatha-. He viajado por todo el territorio, en coches suministrados por los directores, que son, en esas cuestiones, extraordinariamente hospitalarios. Le aseguro que es muy instructivo visitarlos Estados Unidos.

Sir Thomas schob seine Hand durch die Luft. »Herr Erskine hat die Welt in seinen Bücherschränken. Wir Männer der Praxis möchten die Dinge sehen, nicht über sie lesen. Die Amerikaner sind ein überaus interessantes Volk. Sie sind ganz und gar vernünftig. Ich glaube, das ist ihr Kennzeichen. Jawohl, Herr Erskine, ein ganz und völlig vernünftiges Volk. Ich versichere Sie, es gibt keinen Unsinn bei den Amerikanern.«

»Wie gräßlich!« rief Lord Henry. »Ich kann brutale Gewalt aushalten, aber brutale Vernunft ist ganz unerträglich. Es ist unbillig, sie anzuwenden. Es heißt, den Intellekt unterdrücken.«

-¿De verdad tenemos que ver Chicago para estar bien educados? -preguntó el señor Erskine quejumbrosamente-. No me siento capaz de emprender ese viaje.

Sir Thomas agitó la mano.

-El señor Erskine de Treadley tiene el mundo en las estanterías de su biblioteca. A nosotros, los hombres prácticos, nos gusta ver las cosas, no leer su descripción. Los americanos son un pueblo muy interesante. Y totalmente razonable. Creo que es la característica que los distingue. Sí, señor Erskine, un pueblo totalmente razonable. Le aseguro que los americanos no se andan por las ramas.

»Ich verstehe Sie nicht,« sagte Sir Thomas und wurde etwas rot.

»Ich verstehe, Lord Henry,« sagte Herr Erskine lächelnd.

»Paradoxa sind in ihrer Art ganz gut ...,« versetzte Sir Thomas.

-¡Terrible! -exclamó lord Henry-. No me gusta la fuerza bruta, pero la razón bruta es totalmente insoportable. No está bien utilizarla. Es como golpear por debajo del intelecto.

»War das paradox?« fragte Herr Erskine. »Ich hielt es nicht dafür. Vielleicht. Nun, der Weg zur Wahrheit führt über Paradoxien. Um die Wahrheit zu prüfen, muß man sie seiltanzen lassen. Wenn die Wahrheiten Akrobaten werden, können wir über sie urteilen.«

-No le entiendo -dijo sir Thomas, enrojeciendo considerablemente.

-Yo sí, lord Henry -murmuró el señor Erskine con una sonrisa.

-Las paradojas están muy bien a su manera... -intervino el baronet.

»Mein Gott!« sagte Lady Agatha, »wie diskutiert ihr Männer! Wahrhaftig, ich bringe nie heraus, wovon ihr sprecht. O Harry, ich bin ganz böse mit dir! Warum versuchst du, Herrn Gray zu überreden, nicht mehr ins Eastend zu gehn? Ich versichere dich, er wäre dort ganz unschätzbar. Die Leute wären entzückt über sein Spiel.«

-¿Era eso una paradoja? -preguntó el señor Erskine-. No me lo ha parecido. Quizá lo fuera. Bien, el camino de las paradojas es el camino de la verdad. Para poner a prueba la realidad, hemos de verla en la cuerda floja. Cuando las verdades se hacen acróbatas podemos juzgarlas.

»Ich habe den Wunsch, daß er für mich spielt,« rief Lord Henry lächelnd und blickte ans Ende des Tisches, von wo er einen strahlenden Blick zur Antwort erhielt.

»Aber die Menschen in Whitechapel sind so unglücklich,« fuhr Lady Agatha fort.

-¡Dios del cielo! -dijo lady Agatha-, ¡cómo discuten ustedes los hombres! Estoy segura de que nunca sabré de qué están hablando. Por cierto, Harry, estoy muy enfadada contigo. ¿Por qué tratas de convencer a nuestro Dorian Gray, una persona tan encantadora, para que renuncie al East End? Te aseguro que sería inapreciable. A nuestros habituales les hubiera encantado oírle tocar.

»Ich kann mit allem Mitgefühl haben, nur nicht mit Leiden,« sagte Lord Henry und zuckte mit den Schultern. »Da kann ich nicht mitfühlen. Es ist zu häßlich, zu schauderhaft, zu quälend. Es liegt etwas schrecklich Krankhaftes in dem Mitgefühl unsrer Zeit mit dem Elend. Man sollte mit der Farbigkeit, der Schönheit, der Freude des Lebens mitfühlen. Je weniger über den Jammer des Lebens gesagt wird, um so besser.«

-Quiero que toque para mí -exclamó lord Henry sonriendo. Cuando miró hacia el extremo de la mesa captó como respuesta un brillo en la mirada de Dorian.

-Pero en Whitechapel la gente es muy desgraciada -protestó lady Agatha.

»Jedoch das Eastend ist eine sehr wichtige Frage,« bemerkte Sir Thomas und schüttelte ernsthaft den Kopf.

»Ganz richtig,« antwortete der junge Lord. »Es ist das Problem der Sklaverei, und wir machen den Versuch, es dadurch zu lösen, daß wir die Sklaven amüsieren.«

-Soy capaz de simpatizar con cualquier cosa menos con el sufrimiento -dijo lord Henry, encogiéndose de hombros-. Hasta eso no llego. Es demasiado feo, demasiado horrible, demasiado angustioso. Hay algo terriblemente morboso en la simpatía de nuestra época por el dolor. Debemos interesarnos por los colores, por la belleza, por la alegría de vivir. Cuanto menos se hable de las miserias de la vida, tanto mejor.

Der Politiker warf ihm einen durchdringenden Blick zu. »Welche Änderung schlagen Sie denn also vor?« fragte er.

-De todos modos, el East End es un problema muy importante -señaló sir Thomas, con un grave movimiento de cabeza.

Lord Henry lachte. »Ich habe nicht den Wunsch, irgend etwas in England zu ändern, außer dem Wetter,« war seine Antwort. »Ich ergebe mich in philosophischer Beschaulichkeit und bin zufrieden damit. Indessen, da das neunzehnte Jahrhundert durch übermäßigen Verbrauch von Mitgefühl Bankrott gemacht hat, möchte ich vorschlagen, wir wenden uns an die Wissenschaft, damit sie uns aufrichtet. Der Nutzen der Empfindungen ist, daß sie uns in die Irre führen, und der Nutzen der Wissenschaft ist, daß sie nicht empfindsam ist.«

»Aber wir haben eine so ernste Verantwortung,« wagte Frau Vandeleur schüchtern einzuwerfen.

»Furchtbar ernst,« stimmte Lady Agatha bei.

-Muy cierto -respondió el joven lord-. Es el problema de la esclavitud, y tratamos de resolverlo divirtiendo a los esclavos.

El político le miró con mucho interés.

-¿Qué cambio propone usted, en ese caso? -preguntó. Lord Henry se echó a reír.

-No deseo cambiar nada en Inglaterra, a excepción del clima -respondió-. Me basta y me sobra con la contemplación filosófica. Pero como el siglo XIX se ha arruinado por un excesivo gasto de simpatía, sugiero que se acuda a la ciencia para solucionarlo. La ventaja de las emociones es que nos llevan por el mal camino, y la ventaja de la ciencia es que excluye la emoción.

Lord Henry blickte zu Herrn Erskine hinüber.

-Pero tenemos gravísimas responsabilidades -aventuró tímidamente la señora Uandeleur.

»Die Menschheit nimmt sich selbst zu ernst. Das ist die Erbsünde der Welt. Wenn der Höhlenmensch sich aufs Lachen verstanden hätte, wäre die Geschichte andre Wege gegangen.«

-Sumamente graves -se hizo eco lady Agatha.

Lord Henry miró con detenimiento al señor Erskine.

»Sie sind fürwahr sehr tröstlich,« zwitscherte die Herzogin. »Ich habe immer ein Schuldgefühl verspürt, wenn ich Ihre liebe Tante besuchte, denn ich interessiere mich nicht im mindesten für Eastend. In Zukunft werde ich ihr ohne Erröten in die Augen sehen können.«

»Erröten steht den Damen sehr gut,« bemerkte Lord Henry.

-La humanidad se toma demasiado en serio. Es el pecado original del mundo. Si los cavernícolas hubieran sabido reír, la historia habría sido distinta.

-No sabe cuánto me consuela oírle -gorjeó la duquesa-. Siempre me siento muy culpable cuando vengo a ver a su querida tía, porque no me intereso en absoluto por el East End. En el futuro podré mirarla a la cara sin sonrojarme.

»Nur wenn man jung ist,« antwortete sie. »Wenn eine alte Frau wie ich errötet, ist es ein sehr schlimmes Zeichen. Ach, Lord Henry, ich wollte, Sie könnten mir sagen, wie man wieder jung wird!«

-Sonrojarse es muy favorecedor, duquesa -señaló lord Henry.

-Sólo cuando se es joven -respondió ella-. Cuando una anciana como yo se sonroja, es muy mala señal.

Er dachte einen Augenblick nach. »Können Sie sich an irgendeinen großen Fehler erinnern, den Sie in jungen Tagen begangen haben, Frau Herzogin?« fragte er und blickte sie über den Tisch hin an.

»Oh, an sehr viele, fürchte ich!« rief sie aus.

¡Ah, me gustaría que me dijera usted cómo volver a ser joven! Lord Henry meditó unos instantes.

-¿Recuerda usted algún gran error que cometiera en sus primeros tiempos, duquesa? -preguntó mirándola desde el otro lado de la mesa.

»Dann begehen Sie sie noch einmal,« sagte er ernsthaft. »Um seine Jugend wiederzuerlangen, braucht man bloß seine Torheiten zu wiederholen.«

-Muchos, por desgracia -exclamó ella.

-Pues vuelva a cometerlos -dijo él con gravedad-. Para recuperar la juventud, basta con repetir las mismas locuras.

»Eine reizende Theorie!« rief sie. »Ich muß sie in die Praxis umsetzen.«

-¡Deliciosa teoría! -exclamó ella-. He de ponerla en práctica.

»Eine gefährliche Theorie!« kam es zwischen den zusammengepreßten Lippen Sir Thomas' hervor. Lady Agatha schüttelte den Kopf, konnte aber nichts dagegen tun, daß das Gespräch sie amüsierte. Herr Erskine hörte zu.

-¡Una teoría peligrosa! -dijo sir Thomas, la boca tensa. Lady Agatha movió desaprobadoramente la cabeza, pero la idea le pareció de todos modos divertida. El señor Erskine escuchaba.

»Ja,« fuhr Lord Henry fort, »das ist eins der großen Geheimnisse des Lebens. Heutzutage sterben die meisten Menschen an einer Art schleichendem Menschenverstand und kommen, wenn es zu spät ist, dahinter, daß die einzigen Dinge, die einer nie bereut, seine Fehler sind.«

-Sí -continuó el joven lord-; se trata de uno de los grandes secretos de la vida. En la actualidad la mayoría de la gente muere de una indigestión de sentido común y descubre cuando ya es demasiado tarde que lo único que nunca lamentamos son nuestros errores.

Ein Lachen erhob sich am Tisch.

Se oyeron risas en torno a la mesa.

Nun spielte er mit dem Gedanken, wie es ihm beliebte; warf ihn in die Luft und wandelte ihn um; ließ ihn verschwinden und fing ihn wieder auf; ließ ihn phantastisch funkeln und beflügelte ihn mit Paradoxien. Das Lob der Narrheit erhob sich, als er fortfuhr, zu einer Philosophie, und die Philosophie selbst wurde jung, und zum Klang der tollen Musik der Lust – bekleidet, mochte es einen bedünken, mit ihrem eingefleckten Gewande und einem Efeukranz im Haar – tanzte sie wie eine Bacchantin über die Hänge des Lebens und neckte den trägen Silen, weil er nüchtern blieb. Die Tatsachen flohen vor ihr wie erschreckte Tiere des Waldes. Ihre weißen Füße traten die mächtige Kelter, an der der weise Omar sitzt, bis der schäumende Traubensaft in purpurnen Blasen wogend an ihren nackten Beinen hochstieg oder in rotem Schaum über die schwarzen, tropfenden, bauchigen Seiten des Fasses herablief. Es war eine glänzende Improvisation. Er spürte, daß die Augen Dorian Grays auf ihn gerichtet waren, und das Bewußtsein, daß unter seinen Zuhörern einer war, dessen Naturell er bezaubern wollte, schien seinen Witz funkelnd zu machen und seiner Phantasie Farbe zu geben. Er war glänzend, phantasievoll, unwiderstehlich. Er entzückte seine Zuhörer aus sich selber, und lachend folgten sie seinen verführerischen Tönen. Dorian Gray verwandte den Blick nicht von ihm, sondern saß wie unter einem Banne da; ein Lächeln nach dem andern glitt über sein Gesicht, und schweres Staunen stieg in seine umdunkelten Augen.

Endlich trat in der Livree des Jahrhunderts die Wirklichkeit ins Gemach, und zwar in Gestalt eines Bedienten, der der Herzogin meldete, daß ihr Wagen vorgefahren war. Sie rang die Hände in affektierter Verzweiflung.

Lord Henry jugó con la idea, animándose cada vez más; la lanzó al aire y la transformó; la dejó escapar y volvió a capturarla; la adornó con todos los fuegos de la fantasía y le dio alas con la paradoja.

El elogio de la locura, mientras lord Henry proseguía, se elevó hasta las alturas de la filosofía, y la filosofía misma se hizo joven y, contagiada por la música desenfrenada del placer, vestida, cabría imaginar, con su túnica manchada de vino y una guirnalda de hiedra, danzó como una bacante sobre las colinas de la vida y se burló del plácido Sileno por su sobriedad. Los hechos huyeron ante ella como asustados animalitos del bosque. Sus pies alabastrinos pisaron el enorme lagar donde sienta sus reales el sabio Omar, hasta que el zumo rosado de la vid se elevó en torno a sus extremidades desnudas en oleadas de burbujas moradas, o se deslizó en espuma por las negras paredes inclinadas de la cuba. Fue una extraordinaria improvisación. Lord Henry sentía fijos en él los ojos de Dorian Gray, y saber que había entre quienes lo escuchaban alguien a quien deseaba fascinar parecía dar mayor agudeza a su ingenio y prestar colores más vivos a su imaginación. Se mostró brillante, fantástico, irresponsable. Encantó a sus oyentes haciendo que se olvidaran de sí mismos, y que siguieran, riendo, la melodía de su caramillo.

Dorian Gray nunca apartó de él los ojos, y permaneció inmóvil como si estuviera encantado, sucediéndose las sonrisas sobre sus labios, mientras el asombro, en el fondo de sus ojos, adoptaba una pensativa gravedad.

»Wie schade!« rief sie. »Ich muß meinen Mann im Klub abholen und mit ihm in so eine alberne Versammlung bei Willis gehn, wo er den Vorsitz führt. Wenn ich zu spät komme, wird er gewiß wütend, und wenn ich diesen Hut aufhabe, vertrage ich keine Szene. Er ist zu diffizil. Ein starkes Wort – und er ist ruiniert. Nein, ich muß gehn, liebe Agatha. Adieu, Lord Henry! Sie sind sehr amüsant und schrecklich unmoralisch. Wahrhaftig, ich weiß nicht, was ich zu Ihren Ansichten sagen soll. Sie müssen einmal bei uns zu Abend essen. Vielleicht Dienstag? Sind Sie am Dienstag frei?«

»Für Sie würde ich jeden sitzen lassen, Frau Herzogin,« sagte Lord Henry mit einer Verbeugung.

Finalmente, cubierta con la librea de la época, la realidad entró en la estancia en forma de lacayo para decir que a la duquesa la esperaba su coche. La noble señora se retorció las manos con fingida desesperación.

-¡Qué fastidio! -exclamó-. He de marcharme. Tengo que recoger a mi marido en el club para llevarlo a Willis's Rooms, donde debe presidir no sé qué absurda reunión. Si llego tarde se enfurecerá sin duda, y no puedo exponerme a una escena con este sombrero. Es demasiado frágil. Una palabra dura acabaría con él. No, he de irme, mi querida Agatha. Hasta la vista, lord Henry, es usted absolutamente delicioso y terriblemente desmoralizador. Desde luego, no sabría qué decir sobre sus ideas. Tiene que venir a cenar con nosotros una de estas noches. ¿El martes? ¿Está usted libre el martes?

»Ah! das ist sehr hübsch und sehr abscheulich von Ihnen,« rief sie; »so kommen Sie also, bitte,« und sie rauschte hinaus, gefolgt von Lady Agatha und den andern Damen.

Als Lord Henry sich wieder gesetzt hatte, näherte sich ihm Herr Erskine, setzte sich neben ihn und legte die Hand auf seinen Arm.

»Sie reden wie ein Buch,« sagte er, »warum schreiben Sie keins?«

-Por usted, duquesa, ¿de quién no prescindiría yo? -respondió lord Henry, con una inclinación de cabeza. -¡Ah! ¡Muy amable y muy cruel por su parte! -exclamó la duquesa-; pero no se olvide de venir -y abandonó la habitación seguida por lady Agatha y las otras damas. Cuando lord Henry se hubo sentado de nuevo, el señor Erskine, dando la vuelta a la mesa, y colocándose a su lado, le puso una mano en el brazo.

»Ich lese so gern Bücher, daß ich mir nichts daraus mache, welche zu schreiben, Herr Erskine. Gewiß, einen Roman würde ich gern schreiben, der so schön und so unwirklich wie ein persischer Teppich sein müßte. Aber es gibt in England kein literarisches Publikum, außer für Zeitungen, Fibeln und Nachschlagewerke. Von allen Menschen der Welt haben die Engländer den geringsten Sinn für die Schönheit der Literatur.«

»Ich fürchte, Sie haben recht,« antwortete Herr Erskine. »Ich hatte auch einmal literarischen Ehrgeiz, aber ich habe ihn seit langem aufgegeben. Und nun, lieber junger Freund – wenn Sie mir erlauben wollen, Sie so zu nennen –, darf ich fragen, ob Sie wirklich alles im Ernst meinten, was Sie beim Frühstück zu uns sprachen?«

»Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagte,« lächelte Lord Henry. »War es alles sehr böse?«

-Usted habla mucho de libros -dijo-; ¿por qué no escribe uno?

-Me gusta demasiado leerlos para molestarme en escribirlos, señor Erskine. Desde luego, me gustaría escribir una novela, una novela que fuese tan encantadora y tan irreal como una alfombra persa. Pero en Inglaterra no hay público más que para periódicos, libros de texto y enciclopedias. No hay en todo el mundo personas con menos sentido de la belleza literaria que los ingleses.

-Me temo que tiene usted razón -respondió el señor Erskine-. Yo mismo tuve ambiciones literarias, pero las abandoné hace mucho. Y ahora, mi joven y querido amigo, si me permite que le dé ese nombre, ¿le puedo preguntar si mantiene usted todo lo que nos ha dicho durante el almuerzo?

»Sehr böse, allerdings! Ich halte Sie für überaus gefährlich, und wenn unsrer guten Herzogin etwas zustößt, werden wir alle Sie in erster Linie dafür verantwortlich machen. Aber ich unterhielte mich gern mit Ihnen über das Leben. Die Generation, in die ich hineingeboren bin, war sehr trist. Kommen Sie einmal, wenn Sie genug von London haben, zu mir nach Treadley, und erklären Sie mir Ihre Philosophie der Lust bei einem vorzüglichen Burgunder, den zu besitzen ich mich freue.«

»Das wird mir großes Vergnügen machen. Ein Besuch in Treadley ist ein großer Vorzug. Es hat einen vollendeten Wirt und eine vollendete Bibliothek.«

-He olvidado por completo lo que he dicho -sonrió lord Henry-. ¿Tan inmoral era?

-Sumamente inmoral. De hecho le considero extraordinariamente peligroso, y si algo le sucede a nuestra buena duquesa le tendremos por responsable directo. Pero me gustaría hablar con usted sobre la vida. La generación de la que formo parte es francamente aburrida. Algún día, cuando se canse de Londres, venga a Treadley, expóngame su filosofía del placer mientras degustamos un excelente borgoña que tengo la fortuna de poseer.

»Die mit Ihnen komplett sein wird,« antwortete der alte Herr mit artiger Verbeugung.

-Me encantará. Una visita a Treadley será un gran privilegio. Cuenta con un perfecto anfitrión y una biblioteca igualmente perfecta.

»Und jetzt muß ich mich von Ihrer trefflichen Tante verabschieden. Ich muß in den Athenäum-Klub gehn. Es ist die Stunde, wo wir da schlafen.«

-Su presencia le añadirá un nuevo encanto -respondió el anciano caballero, con una cortés inclinación-.

»Sie alle, Herr Erskine?«

»Vierzig, in vierzig Lehnstühlen. Wir üben uns für eine Académie Anglaise.«

Y ahora tengo que despedirme de su excelente tía. Me esperan en el Atheneum. Es la hora en que dormimos allí.

-¿Todos, señor Erskine?

»Lord Henry« lachte und stand auf. »Ich gehe in den Park,« rief er.

-Cuarenta, en cuarenta sillones. Hacemos prácticas para una Academia Inglesa de las Letras.

Als er hinaustrat, berührte ihn Dorian Gray am Arm.

Lord Henry rió, poniéndose en pie.

»Ich möchte mit Ihnen gehn,« sagte er leise.

-Me voy al parque -exclamó.

»Aber ich dachte, Sie hätten Basil Hallward versprochen, zu ihm zu kommen,« erwiderte Lord Henry.

Al atravesar la puerta, Dorian Gray le tocó en el brazo.

-Permítame ir con usted -murmuró.

»Ich möchte lieber mit Ihnen gehn; ja, ich fühle, ich muß mit Ihnen gehn. Erlauben Sie es mir? Und versprechen Sie mir, die ganze Zeit zu mir zu sprechen? Niemand spricht so wundervoll wie Sie.«

-Creía que le había prometido a Basil Hallward que iría usted a verlo -respondió lord Henry.

-Prefiero ir con usted; sí, siento que debo ir con usted. Permítamelo. Y prometa hablarme todo el tiempo. Nadie lo hace tan bien.

»Ach! ich habe für heute gerade genug geredet,« sagte Lord Henry lächelnd. »Alles, was ich jetzt wünsche, ist, das Leben zu beschauen. Wenn Sie wollen, so kommen Sie mit und beschauen Sie es mit mir.«

-¡Ah! Ya he hablado más que suficiente por hoy -dijo lord Henry, sonriendo-. Todo lo que quiero ahora es mirar la vida. Puede usted venir y mirarla conmigo, si lo tiene a bien.