Das Bildnis des Dorian Gray.  Oscar Wilde
Kapitel 11. (Capítulo 11. )
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Lange Jahre konnte sich Dorian Gray nicht von dem Einfluß dieses Buches befreien. Oder es wäre vielleicht zutreffender zu sagen, er versuchte nie, sich von ihm zu befreien. Er ließ sich aus Paris nicht weniger als neun Luxusexemplare der ersten Auflage kommen und ließ sie verschiedenfarbig einbinden, auf daß sie zu seinen verschiedenen Stimmungen und zu den wechselnden Launen einer Natur paßten, über die er manchmal jede Herrschaft verloren zu haben schien. Der Held des Buches, der junge Pariser, in dem die romantischen und die wissenschaftlichen Neigungen so seltsam gemengt waren, wurde für ihn eine Art vorbildlicher Typus seiner selbst. Und in Wahrheit schien ihm das ganze Buch die Geschichte seines eigenen Lebens zu enthalten, die niedergeschrieben worden war, ehe er es gelebt hatte.

Durante años, Dorian Gray no pudo librarse de la influencia de aquel libro. O quizá sea más exacto decir que nunca trató de hacerlo. Encargó que le trajeran de París al menos nueve ejemplares de la primera edición en papel de gran tamaño, con márgenes muy amplios, y los hizo encuadernar en colores diferentes, de manera que se acomodaran a sus distintos estados de ánimo y a los cambiantes caprichos de una sensibilidad sobre la que, a veces, parecía haber perdido casi por completo el control. El protagonista, el asombroso joven parisino cuyos temperamentos romántico y científico estaban tan extrañamente combinados, se convirtió en prefiguración de sí mismo. Y, de hecho, el libro entero le parecía contener la historia de su vida, escrita antes de que él la hubiera vivido.

In einem Punkt war er glücklicher als der phantastische Romanheld. Er kannte nie – und hatte in Wahrheit nie einen Grund dazu – das fast groteske Grauen vor Spiegeln und glatten Metalloberflächen und stillen Wassern, das den jungen Pariser so früh im Leben überkam und das durch den plötzlichen Verfall einer Schönheit veranlaßt worden war, die einstmals so hervorragend gewesen sein mußte. Mit einer fast grausamen Freude – und vielleicht liegt in fast jeder Freude, wie sicher in jeder Lust, Grausamkeit – las er gern den letzten Teil des Buches mit seinem wahrhaft tragischen, wenn auch etwas übertrieben pathetischen Bericht über die Leiden und die Verzweiflung eines Menschen, der selber verloren hatte, was er an andern und an der Welt so sehr schätzte.

Había, sin embargo, un punto en el que era más afortunado que el fantástico protagonista de la novela.

Nunca padeció el terror, un tanto grotesco -nunca, de hecho, tuvo razón alguna para ello-, que inspiraban los espejos, las brillantes superficies de los metales y el agua inmóvil al joven parisino desde una temprana edad, terror ocasionado por la repentina desaparición de una belleza que en otro tiempo, al parecer, había sido extraordinariamente llamativa. Dorian Gray solía leer, con un júbilo casi cruel -y quizá en casi todas las alegrías, como sin duda en todos los placeres, la crueldad tiene su lugar- la última parte del libro, con su relato verdaderamente trágico, aunque hasta cierto punto demasiado subrayado, del dolor y la desesperación de alguien que había perdido lo que apreciaba, por encima de todo, en otras personas y en el mundo.

Denn die wundervolle Schönheit, die Basil Hallward und viele andre außer ihm so bezaubert hatte, schien ihn nie zu verlassen. Selbst solche, die die schlimmsten Dinge über ihn gehört hatten – und von Zeit zu Zeit schlichen seltsame Gerüchte über seine Lebensführung durch London und wurden zum Klubgespräch –, konnten nichts, was ihm zur Unehre gereichte, glauben, wenn sie ihn sahen. Er sah immer aus wie einer, der sich in der Welt fleckenlos bewahrt hatte. Männer, die unanständige Reden führten, verstummten, wenn Dorian Gray ins Zimmer trat. Es lag etwas in der Reinheit seines Gesichtes, das sie zurechtwies. Seine bloße Anwesenheit schien ihnen die Erinnerung an die Unschuld zurückzurufen, die sie befleckt hatten. Sie wunderten sich, wie einer, der so reizend und anmutsvoll war wie er, der Befleckung einer Zeit hatte entgehn können, die schmutzig und sinnlich zugleich war.

Porque la singular belleza que tanto había fascinado a Basil Hallward y a otros muchos nunca parecía abandonarlo. Incluso quienes habían oído de él las mayores vilezas -y periódicamente extraños rumores sobre su manera de vivir corrían por Londres y se convertían en la comidilla de los clubs-, no les daban crédito si llegaban a conocerlo personalmente. Dorian Gray conservaba el aspecto de alguien que se ha mantenido lejos de la vileza del mundo. Las conversaciones groseras se interrumpían cuando entraba en una habitación. Había una pureza en su rostro que tenía todo el valor de un reproche. Su mera presencia parecía despertar el recuerdo de una inocencia mancillada. Todo el mundo se preguntaba cómo alguien tan atractivo y puro había escapado a la corrupción de una época sórdida a la vez que sensual.

Oft, wenn er nach einer geheimnisvollen längeren Abwesenheit, die sich öfter wiederholte und manch mal zu seltsamen Vermutungen unter denen, die seine Freunde waren oder sich dafür hielten, Veranlassung gab, nach Hause zurückkehrte, kletterte er ins Dachgeschoß hinauf, öffnete mit dem Schlüssel, den er jetzt immer bei sich trug, die Tür zu dem verschlossenen Zimmer und stand mit einem Spiegel in der Hand vor dem Porträt, das Basil Hallward von ihm gemalt hatte, und blickte bald auf das schlimme und gealterte Gesicht auf der Leinwand, bald auf das schöne, junge Antlitz, das ihm aus der glatten Fläche des Spiegels entgegenlachte. Die Stärke des Gegensatzes regte geradezu sein Lustgefühl an. Er verliebte sich mehr und mehr in seine eigene Schönheit, gewann mehr und mehr Interesse an der Verderbnis seiner eigenen Seele. Er untersuchte mit peinlicher Sorgfalt und manchmal mit ungeheuerlichem und furchtbarem Entzücken die gräßlichen Linien, die die faltige Stirn verunstalteten oder um den dicken, sinnlichen Mund krochen, und fragte sich manchmal, welche Spuren die scheußlicheren wären, die der Sünde oder die des Alters. Er legte seine weißen Hände neben die plumpen, aufgetriebenen Hände des Bildes und lächelte. Er machte sich über den mißgeschaffenen Körper und die verfallenden Glieder lustig.

Con frecuencia, al regresar a su casa de una de aquellas misteriosas y prolongadas ausencias que daban pie a tan extrañas conjeturas entre quienes eran, o creían ser, sus amigos, Dorian Gray se deslizaba escaleras arriba hasta la habitación cerrada del ático, abría la puerta con la llave que nunca se separaba de su persona, y se colocaba, con un espejo, delante del retrato pintado por Basil Hallward, mirando unas veces al rostro malvado y envejecido del lienzo y otras las facciones siempre jóvenes y bien parecidas que se reían de él desde la brillante superficie de cristal. La nitidez misma del contraste aumentaba su placer. Se fue enamorando cada vez más de la belleza de su cuerpo e interesándose más y más por la corrupción de su alma. Examinaba con minucioso cuidado, y a veces con un júbilo monstruoso y terrible, los espantosos surcos que cortaban su arrugada frente y que se arrastraban en torno ala boca sensual, perdido todo su encanto, preguntándose a veces qué era lo más horrible, si las huellas del pecado o las de la edad. También colocaba las manos, nacaradas, junto a las manos rugosas e hinchadas del cuadro, y sonreía. Se burlaba del cuerpo deforme y de las extremidades claudicantes.

Es gab freilich Augenblicke, wenn er schlaflos in seinem eigenen parfümduftenden Gemache oder in dem schmutzigen Zimmer der kleinen berüchtigten Kneipe in der Nähe der Docks lag, die er unter einem falschen Namen und in Verkleidung zu besuchen pflegte –: wo er mit einem Mitleid, das um so schärfer war, als es rein egoistischen Ursprungs war, an das Verderben dachte, das er über seine Seele gebracht hatte. Aber solche Augenblicke waren selten. Die Neugier auf das Leben, die Lord Henry zuerst in ihm erweckt hatte, als sie im Garten ihres Freundes zusammensaßen, schien mit ihrer Befriedigung zu wachsen. Je mehr er kennen lernte, um so mehr verlangte es ihn, zu erfahren. Er hatte wahnsinnige Hungergelüste, die heißhungriger wurden, je mehr er sie fütterte.

De noche, insomne en su dormitorio, siempre perfumado por delicados aromas, o en la sórdida habitación de una taberna de pésima reputación cerca de los muelles, que tenía por costumbre frecuentar disfrazado y con nombre falso, había momentos, efectivamente, en los que pensaba en la destrucción de su alma con una compasión que era especialmente patética por puramente egoísta. Pero aquellos momentos no se prodigaban. La curiosidad acerca de la vida, que lord Henry despertara por vez primera en él cuando estaban en el jardín de su amigo Basil, parecía crecer a medida que se satisfacía. Cuanto más sabía, más quería saber. Padecía hambres locas que se hacían más devoradoras cuanto mejor las alimentaba.

Aber er war doch nicht wirklich liederlich geworden, wenigstens nicht in seinen Beziehungen zur Gesellschaft. Ein- oder zweimal in jedem Monat während des Winters und jeden Mittwoch abend während der Dauer der Saison öffnete er der Welt sein schönes Haus und hatte immer die berühmtesten Musiker, die seine Gäste mit ihrer wunderbaren Kunst entzückten. Seine kleinen Diners, bei deren Arrangement Lord Henry ihm immer half, waren ebensosehr wegen der sorgsamen Auswahl und Placierung der Eingeladenen bekannt, wie wegen des erlesenen Geschmacks, der sich in der Dekoration der Tafel mit ihren feinen symphonischen Arrangements exotischer Blumen, ihren gestickten Decken und dem antiken Gold- und Silbergeschirr zeigte.

Es gab tatsächlich viele, besonders unter den ganz jungen Leuten, die in Dorian Gray die richtige Verwirklichung eines Typus sahen, von dem sie in den Tagen von Eton oder Oxford oft geschwärmt hatten, eines Typus, der so etwas wie die wahre Bildung und Kultur des Gelehrten mit der Grazie und der Vornehmheit und den vollendeten Manieren eines Mannes von Welt vereinigen sollte, oder die sie wenigstens zu sehn sich einbildeten. Ihnen schien er einer aus der Schar derer zu sein, die Dante schildert, die da suchten, »sich vollkommen zu machen durch den Kultus der Schönheit«. Gleich Gautier war er einer, für den »die sichtbare Welt da war«.

No se dejaba ir por completo, sin embargo, al menos en sus relaciones con la buena sociedad. Una o dos veces al mes durante el invierno, y los miércoles por la tarde durante la temporada, abría al mundo las puertas de su magnífica casa y contrataba a los músicos más celebrados del momento para que deleitaran a sus invitados con las maravillas de su arte. Sus cenas íntimas, en cuya organización siempre colaboraba lord Henry, eran famosas por la cuidadosa selección y distribución de los invitados, así como por el gusto exquisito en la decoración de la mesa, con su sutil arreglo sinfónico de flores exóticas, manteles bordados y antigua vajilla de oro y plata. Abundaban de hecho, especialmente entre los más jóvenes, quienes veían, o imaginaban ver, en Dorian Gray, la verdadera encarnación de un modelo con el que habían soñado a menudo en sus días de Eton y de Oxford, una persona que conjugaba en cierto modo la cultura del erudito con el encanto, la distinción y los perfectos modales de un ciudadano del mundo.

Les parecía que formaba parte del grupo de aquellos a los que Dante describe porque tratan de «hacerse perfectos mediante el culto rendido a la belleza». Como Gautier, era alguien para quien «existía el mundo visible».

Und gewiß war ihm das Leben die erste und größte der Künste, und auf das Leben schienen alle andern Künste nur eine Vorbereitung zu sein. Die Mode, durch die einen Augenblick lang Gemeingut aller wird, was in Wahrheit phantastisch und Laune eines einzelnen ist, und das Dandytum, das in seiner besonderen Art ein Versuch ist, eine völlig moderne Schönheit zu verkörpern, übten natürlich ihren Reiz auf ihn aus. Seine Art, sich zu kleiden, und die besondern Stile, die er von Zeit zu Zeit zur Schau trug, hatten ihren deutlichen Einfluß auf die jungen Stutzer von den Bällen in Mayfair und den Fenstern des Pall Mall Klub, die ihn in allem, was er tat, kopierten, und die den absichtslosen Reiz seiner anmutigen, wenn schon ihm nur halb ernsten Geckereien nachzuahmten suchten.

Para él, ciertamente, la Vida era la primera y la más grande de las artes, y todas las demás no eran más que una preparación para ella. La moda, por medio de la cual lo puramente fantástico se hace por un momento universal, y el dandismo que, a su manera, trata de afirmar la modernidad absoluta de la belleza, le fascinaban. Su manera de vestir y los estilos peculiares, que de cuando en cuando propugnaba, tenían una marcada influencia en los jóvenes elegantes que se dejaban ver en los bailes de Mayfair o detrás de los ventanales de los clubs de Pall Mall, y que copiaban todo lo que Dorian Gray hacía, esforzándose por reproducir el encanto pasajero de sus graciosas coqueterías, que, para él, nunca llegaban a ser del todo serias.

Denn er war zwar nur zu gern bereit, die Rolle zu übernehmen, die ihm fast unmittelbar, nachdem er volljährig geworden war, zuflog, und er fand tatsächlich einen besondern Genuß in dem Gedanken, er könne dem London seiner Zeit wahrhaft das werden, was der Verfasser des »Satyricon« einst dem kaiserlichen Rom Neros gewesen war: aber im innersten Herzen verlangte es ihn doch, etwas mehr zu sein als ein bloßer arbiter elegantiarum und nicht bloß über das Tragen eines Schmuckstückes oder das Binden einer Krawatte oder das Halten eines Spazierstockes zu Rate gezogen zu werden. Er versuchte, einen neuen Plan der Lebensführung zu entwerfen, der seine philosophische Grundlage und geordnete Prinzipien haben und in der Vergeistigung der Sinne seine höchste Vollendung finden sollte.

Porque, si bien estaba totalmente dispuesto a aceptar la posición privilegiada que se le ofreció casi de inmediato al alcanzar la mayoría de edad, y hallaba un placer sutil en la idea de que podía verdaderamente convertirse para el Londres de su época en lo que el autor del Satiricón había sido en otro tiempo para la Roma imperial de Nerón, en lo más íntimo de su alma deseaba ser algo más que un simple arbiter elegantiarum, a quien se consulta sobre la manera de llevar una joya, de cómo anudar una corbata o sobre cómo manejar un bastón. Dorian Gray trataba de inventar una nueva manera de vivir que descansara en una filosofía razonada y en unos principios bien organizados, y que hallara en la espiritualización de los sentidos su meta más elevada.

Der Kultus der Sinne ist oft, und mit vielem Recht, in Verruf gebracht worden, da die Menschen einen natürlichen, instinktmäßigen Abscheu vor Leidenschaften und Triebempfindungen haben, die stärker als sie selbst scheinen und die sie, wie sie wissen, mit den weniger hoch organisierten Formen des Lebendigen gemein haben. Aber es kam Dorian Gray so vor, als wäre die wahre Natur der Sinne nie verstanden worden, und als wären sie nur darum wild und tierisch ge blieben, weil die Welt versuchte, sie hungern zu lassen und dadurch zur Unterwerfung zu bringen, oder sie durch Qualen zu töten, anstatt dahin zu streben, sie zu Elementen einer neuen Geistigkeit zu machen, deren vorherrschendes Kennzeichen ein feiner Instinkt für die Schönheit war. Wenn er auf den Gang der Menschen durch die Geschichte zurückblickte, wurde er wie von einem Gefühl des Verlustes heimgesucht. Auf so viel war verzichtet worden und zu so kleinem Zweck! Es hatte wahnsinnige freiwillige Entsagungen gegeben, ungeheuerliche Formen der Selbstpeinigung und Selbstverleugnung, deren Ursprung Furcht und deren Ergebnis eine Erniedrigung war, unendlich viel schrecklicher als die eingebildete Erniedrigung, vor der sie sich in ihrer Unwissenheit retten wollten, da die Natur in ihrer wundervollen Ironie den Anachoreten hinaustrieb, damit er mit den wilden Tieren der Wüste zusammen sein Futter suche, und dem Eremiten die Tiere des Feldes zu Gefährten gab.

El culto de los sentidos ha sido censurado con frecuencia y con mucha justicia, porque al ser humano su naturaleza le hace sentir un terror instintivo ante pasiones y sensaciones que le parecen más fuertes que él, y que es consciente de compartir con formas inferiores del mundo orgánico. Pero Dorian Gray consideraba que nunca se había entendido bien la verdadera naturaleza de los sentidos, que habían permanecido en un estado salvaje y animal sencillamente porque el mundo había tratado de someterlos por el hambre y matarlos por el dolor, en lugar de proponerse convertirlos en elementos de una nueva espiritualidad, en la que el rasgo dominante sería un admirable instinto para captar la belleza. Al contemplar el camino recorrido por el ser humano desde los albores de la historia, le dominaba un sentimiento de pesar. ¡Eran tantas las capitulaciones! ¡Y con tan escasos resultados! Se habían producido rechazos insensatos, formas monstruosas de mortificación, de autotortura, cuyo origen era el miedo y su resultado una degradación infinitamente más terrible que la degradación imaginaria de la que el ser humano, en su ignorancia, había tratado de escapar. La naturaleza, utilizando su maravillosa ironía, empujaba al anacoreta a alimentarse con los animales salvajes del desierto y al ermitaño le daba por compañeros a las bestias del campo.

Ja: es mußte, wie Lord Henry prophezeit hatte, ein neuer Hedonismus kommen, der dazu bestimmt war, das Leben zu erneuern und es vor dem groben, häßlichen Puritanismus zu erretten, der in unsern Tagen sein seltsames Wiedererwachen gefunden hatte. Gewiß, er würde dem Intellekt zu gehorchen haben; aber er würde nie eine Theorie oder ein System anerkennen, das das Opfer irgendeiner Art Gefühls- oder Trieberlebnisses verlangte. Sein Ziel war gerade die Erfahrung und das Erlebnis selbst, nicht die Früchte der Erfahrung, so süß oder so bitter sie auch wären. Von der Askese, die die Sinne tötet, würde dieser Hedonismus ebensowenig wissen wollen wie von der gewöhnlichen Liederlichkeit, die sie stumpf macht. Aber er sollte die Menschen lehren, sich auf die Momente eines Lebens zu konzentrieren, das selbst nur ein Moment ist.

Sí; tenía que haber, como lord Henry había profetizado, un nuevo hedonismo que recreara la vida, que la salvara de ese puritanismo tosco y violento que está teniendo en nuestra época un extraño renacimiento. Un hedonismo que utilizaría sin duda los servicios de la inteligencia, pero sin aceptar teoría o sistema alguno que implicara el sacrificio de cualquier modalidad de experiencia apasionada. Su objetivo, efectivamente, era la experiencia misma y no los frutos de la experiencia, tanto dulces como amargos. Prescindiría del ascetismo que sofoca los sentidos y de la vulgar desvergüenza que los embota.

Pero enseñaría al ser humano a concentrarse en los instantes singulares de una vida que no es en sí misma más que un instante.

Es gibt wenige unter uns, die nicht manchmal vor Tagesgrauen erwacht sind, entweder nach einer der traumlosen Nächte, die uns fast verliebt in den Tod machen, oder nach einer Nacht voller Entsetzen und Alpdruckslüste, die fürchterlicher sind als die Wirklichkeit selber und die von dem starken Leben triefen, das in allem Grotesken lauert und das der gotischen Kunst ihre unvertilgbare Lebenskraft gibt – denn diese Kunst, möchte man meinen, ist ganz besonders die Kunst derer, deren Geist von der Krankheit des Fiebertraums verwirrt worden ist. Langsam schieben sich weiße Finger zwischen den Vorhängen durch und scheinen zu zittern. In schwarzen verzerrten Formen kriechen lautlose Schatten in die Zimmerecken und bleiben da hocken. Draußen regen sich die Vögel im Laub, oder man hört die Schritte von Männern, die zur Arbeit gehn, oder das Seufzen und Heulen des Windes, der von den Bergen kommt und das schweigsame Haus umfährt, als ob er sich fürchtete, die Schläfer zu wecken, und doch es nicht lassen könnte, den Schlaf aus seiner purpurnen Höhle heraufzurufen. Schleier um Schleier aus dünner, dunkelfarbener Gaze hebt sich, und allmählich werden den Dingen die Formen und Farben wiedergegeben, und wir gewahren das Grauen des Tages, der die Welt in ihrem uralt-gleichen Bild wiederherstellt. Die bleichen Spiegel bekommen wieder ihr Scheinleben. Ausgelöscht stehen die Kerzen, wo wir sie gelassen haben, und neben ihnen liegt das halb aufgeschnittene Buch, in dem wir gelesen, oder die verwelkte Blume, die wir auf dem Ball getragen, oder der Brief, den zu lesen wir uns gefürchtet haben oder den wir zu oft gelesen haben. Nichts scheint uns verändert. Aus den unwirklichen Schatten der Nacht kommt das wirkliche Leben, wie wir es gekannt hatten, hervor. Wir müssen es wieder da aufnehmen, wo wir es gelassen hatten, und es überschleicht uns ein furchtbares Gefühl von der Notwendigkeit der Fortdauer der Energie in demselben ermüdenden Kreislauf stereotyper Gewohnheit, oder vielleicht ein wildes Verlangen, unsere Lider möchten sich eines Morgens einer Welt öffnen, die in den dunkeln Stunden zu unserer Lust neu geformt worden wäre, einer Welt, in der die Dinge frische Linien und Farben hätten und verwandelt wären oder andere Geheimnisse enthielten, einer Welt, in der die Vergangenheit einen kleinen oder gar keinen Platz hätte oder wenigstens nicht in der Bewußtseinsform der Pflicht oder der Reue weiter lebte, wo selbst das Gedächtnis an die Freude Bitterkeit birgt und die Erinnerung an die Lust den Schmerz im Gefolge hat.

Son muy pocos aquellos de entre nosotros que no se han despertado a veces antes del alba, o después de una de esas noches sin sueños que casi nos hacen amar la muerte, o de una de esas noches de horror y de alegría monstruosa, cuando se agitan en las cámaras del cerebro fantasmas más terribles que la misma realidad, rebosantes de esa vida intensa, inseparable de todo lo grotesco, que da al arte gótico su imperecedera vitalidad, puesto que ese arte bien parece pertenecer sobre todo a los espíritus atormentados por la enfermedad del ensueño. Poco a poco, dedos exangües surgen de detrás de las cortinas y parecen temblar. Adoptando fantásticas formas oscuras, sombras silenciosas se apoderan, reptando, de los rincones de la habitación para agazaparse allí. Fuera, se oye el agitarse de pájaros entre las hojas, o los ruidos que hacen los hombres al dirigirse al trabajo, o los suspiros y sollozos del viento que desciende de las montañas y vaga alrededor de la casa silenciosa, como si temiera despertar a los que duermen, aunque está obligado a sacar a toda costa al sueño de su cueva de color morado. Uno tras otro se alzan los velos de delicada gasa negra, las cosas recuperan poco a poco forma y color y vemos cómo la aurora vuelve a dar al mundo su prístino aspecto. Los lívidos espejos recuperan su imitación de la vida.

Las velas apagadas siguen estando donde las dejamos, y a su lado descansa el libro a medio abrir que nos proponíamos estudiar, o la flor preparada que hemos lucido en el baile, o la carta que no nos hemos atrevido a leer o que hemos leído demasiadas veces. Nada nos parece que haya cambiado. De las sombras irreales de la noche renace la vida real que conocíamos. Hemos de continuar allí donde nos habíamos visto interrumpidos, y en ese momento nos domina una terrible sensación, la de la necesidad de continuar, enérgicamente, el mismo ciclo agotador de costumbres estereotipadas, o quizá, a veces, el loco deseo de que nuestras pupilas se abran una mañana a un mundo remodelado durante la noche para agradarnos, un mundo en el que las cosas poseerían formas y colores recién inventados, y serían distintas, o esconderían otros secretos, un mundo en el que el pasado tendría muy poco o ningún valor, o sobreviviría, en cualquier caso, sin forma consciente de obligación o de remordimiento, dado que incluso el recuerdo de una alegría tiene su amargura, y la memoria de un placer, su dolor.

Solche Welten zu schaffen, schien Dorian Gray die wahre Aufgabe oder eine der wahren Aufgaben des Lebens; und auf seiner Suche nach Erlebnissen der Sinne und starken Empfindungen, die zugleich neu und lustvoll wären und jenes Element der Seltsamkeit besäßen, das der Romantik so wesentlich ist, nahm er oft gewisse Denkungsarten an, von denen er wohl wußte, daß sie seiner Natur in Wahrheit fremd waren, gab sich ihren feinen Einflüssen hin und ließ sie dann, nachdem er sozusagen ihre Farbe getrunken und seine geistige Neugier befriedigt hatte, mit der seltsamen Gleichgültigkeit fallen, die mit einem wirklich glühenden Temperament nicht unvereinbar ist, die in Wahrheit sogar, nach manchem Psychologen unserer Zeit, oft eine Bedingung dafür ist.

A Dorian Gray le parecía que la creación de mundos como aquéllos era la verdadera meta o, al menos, una de las verdaderas metas de la vida; y en su búsqueda de sensaciones que fuesen al mismo tiempo nuevas y placenteras, y poseyeran ese componente de lo desconocido que es tan esencial para el ensueño, adoptaba con frecuencia ciertos modos de pensamiento que sabía eran realmente ajenos a su naturaleza, abandonándose a su sutil influencia, y luego, después de impregnarse, por así decirlo, de su color, y una vez satisfecha su natural curiosidad, los abandonaba con esa curiosa indiferencia que no es incompatible con un temperamento verdaderamente ardiente, y que, de hecho, según ciertos psicólogos modernos, es frecuentemente su condición indispensable.

Es ging einmal das Gerücht über ihn, er stehe im Begriff, katholisch zu werden; und gewiß hatte der katholische Kult immer eine große Anziehung für ihn. Das tägliche Meßopfer, das in Wahrheit ehrwürdiger und furchtbarer ist als alle Opfer der antiken Welt, ergriff ihn ebensosehr durch seine prachtvolle Unbekümmertheit um den Augenschein der Sinne wie durch die primitive Einfachheit seiner Elemente und das ewige Pathos der Menschentragödie, der es ein Symbol sein wollte. Er kniete gern auf das kalte Marmorpflaster nieder und beobachtete, wie der Priester in seiner feierlichen, mit Blumen bestickten Dalmatika langsam mit weißen Händen den Vorhang des Tabernakels beiseite schob oder die mit edeln Steinen geschmückte Monstranz, die die blasse Hostie enthielt – die zuzeiten, möchte man gern glauben, wirklich der »panis coelestis« ist, das Brot der Engel – gleich einer Laterne in die Höhe hob; oder wie er, angetan mit den Gewändern der Passion Christi, die Hostie in den Kelch tauchte und sich die Brust schlug um seiner Sünden willen. Die rauchenden Weihrauchfässer, die die ernsthaften Knaben, in Spitzen und Scharlach gekleidet, wie große, goldfarbene Blumen in der Luft schwangen, übten eine tiefe Bezauberung auf ihn aus. Wenn er hinausging, blickte er wohl neugierig auf die dunkeln Beichtstühle und hatte Lust, in dem Düster eines solchen zu sitzen und Männern und Frauen zu lauschen, wie sie durch das abgegriffene Gitter die wahre Geschichte ihres Lebens flüsterten.

En una ocasión se rumoreó que se disponía a convertirse al catolicismo; y, desde luego, el ritual romano siempre le había atraído mucho. El diario sacrificio de la misa, más terriblemente real que todos los sacrificios del mundo antiguo, le conmovía tanto por su supremo desprecio del testimonio de los sentidos como por la primitiva simplicidad de sus elementos y el eterno patetismo de la tragedia humana que trataba de simbolizar. Le gustaba arrodillarse sobre el frío suelo de mármol, y contemplar al sacerdote, con su tiesa casulla floreada, apartar lentamente con sus manos marfileñas el velo del tabernáculo, y alzar la custodia con la pálida hostia que a veces, a uno le gustaría creer, es realmente el panis caelestis, el alimento de los ángeles; o, revestido con los atributos de la pasión de Cristo, partir la sagrada forma y golpearse el pecho para pedir la remisión de todos los pecados. Los humeantes incensarios, que los serios monaguillos, con sus encajes y sus sotanas rojo escarlata, lanzaban al aire como grandes flores doradas, ejercían sobre Dorian Gray una sutil fascinación. Al salir de la iglesia, miraba con asombro los negros confesionarios, y le hubiera gustado sentarse en el interior de uno de ellos para escuchar cómo hombres y mujeres susurraban a través de la gastada rejilla la verdadera historia de su vida.

Aber er verfiel nie dem Irrtum, irgendeinen Glauben oder ein System formell zu akzeptieren und dadurch die Entfaltung seines Geistes zu hemmen, gleichsam eine Herberge, die nur gut ist für den Aufenthalt einer Nacht oder für ein paar Stunden einer Nacht, in der keine Sterne am Himmel sind und der Mond im Werden ist, mit einem Haus zu verwechseln, in dem man sein Leben verbringt. Die Mystik, mit ihrer wunderbaren Macht, uns gemeine Dinge fremd und ungemein zu machen, und mit der tiefen Ketzerei, die immer in ihrem Gefolge zu sein scheint, ergriff ihn für ein halbes Jahr; und dann neigte er wieder ein anderes halbes Jahr zu den materialistischen Lehren der darwinistischen Bewegung in Deutschland und fand einen seltsamen Genuß darin, die Gedanken und Leidenschaften der Menschen bis zu einer perlgleichen Zelle im Hirn oder einem weißen Nerv im Körper zurückzuverfolgen, und schwelgte in der Vorstellung von der völligen Abhängigkeit des Geistes von gewissen physischen Bedingungen, krankhaften oder gesunden, normalen oder pathologischen. Jedoch, wie vorhin von ihm gesagt wurde: eine Theorie vom Leben schien ihm irgend Bedeutung zu haben im Vergleich mit dem Leben selbst. Er war sich in aller Schärfe bewußt, wie unfruchtbar alle Spekulation des Geistes ist, wenn sie vom Tun und vom Versuche getrennt ist. Er wußte, daß die Sinne nicht weniger als die Seele ihre Geistesmysterien zu offenbaren haben.

Pero nunca cometió el error de detener su desarrollo intelectual aceptando de manera oficial credo o sistema alguno, ni convirtiendo en morada permanente una posada que sólo es conveniente para pasar un día, o unas pocas horas de una noche sin estrellas y en la que la luna esté de parto. El misticismo, con su maravilloso poder para convertir en extrañas las cosas corrientes, y el sutil antinomismo que siempre parece acompañarlo, le conmovió durante una temporada; y durante otra se inclinó hacia las doctrinas materialistas del movimiento darwinista alemán y encontró un curioso placer en retrotraer los pensamientos y las pasiones de los hombres a alguna célula nacarada de su cerebro, o a algún nervio blanquecino de su cuerpo, encantado con la idea de que el espíritu dependiera absolutamente de ciertas condiciones físicas, morbosas o sanas, normales o patológicas. Sin embargo, como ya se ha dicho de él, ninguna teoría sobre la vida le parecía importante comparada con la vida misma. Era muy consciente de la esterilidad de toda especulación intelectual si se separa de la acción y de la experiencia. Sabía que los sentidos, no menos que el alma, tenían misterios espirituales que revelar.

Und so erforschte er zu einer Zeit die wohlriechenden Stoffe und die Geheimnisse ihrer Herstellung, destillierte schwer mit Düften beladene Öle und verbrannte wohlriechendes Gummi aus dem Orient. Er sah, daß es keine Stimmung des Geistes gab, die nicht ihr Gegenstück im Leben der Sinne hatte, und machte sich daran, ihre wahren Beziehungen zu entdecken und also herauszufinden, was im Weihrauch war, der einen mystisch machte, und in der Ambra, die einem die Leidenschaften erweckte, und in den Veilchen, die die Erinnerung an gestorbene Liebe heraufriefen, und im Moschus, der das Hirn verwirrte, und im Tschambak, der die Phantasie schmutzig machte; und oft versuchte er, eine wahrhafte Psychologie der Düfte auszuarbeiten und die verschiedenen Einwirkungen zu bestimmen: Einwirkungen süß duftender Wurzeln und wohlriechender, Blütenstaub tragender Blumen, aromatischer Balsame und dunkler, stark riechender Hölzer, des Baldrians, der zum Erbrechen reizt, von der es heißt, sie könne die Melancholie aus der Seele der Hovenia, die die Menschen toll macht, und der Aloe, von der es heißt, sie könne die Melancholie aus der Seele jagen.

Por ello se entregó durante algún tiempo al estudio de los perfumes y a los secretos de su fabricación, destilando aceites intensamente aromáticos, y quemando gomas odoríferas del Oriente, lo que le permitió darse cuenta de que no había estado de ánimo que no tuviera correspondencia en la vida de los sentidos, consagrándose a descubrir sus verdaderas relaciones, preguntándose por qué el incienso empuja a la mística, por qué el ámbar gris desata las pasiones, por qué la violeta despierta el recuerdo de amores muertos y por qué el almizcle perturba el cerebro y el champac la imaginación, tratando en repetidas ocasiones de elaborar una verdadera psicología de los perfumes, y de calcular las diversas influencias de las raíces poseedoras de olores suaves, de las flores cargadas de polen, o de los bálsamos aromáticos, de las maderas oscuras y fragantes, del espicanardo que provoca la náusea, de la hovenia que enloquece y de los áloes de los que se dice que logran expulsar del alma la melancolía.

Zu einer andern Zeit widmete er sich gänzlich der Musik, und in einem langen, verdunkelten Zimmer, dessen Decke in goldenen und roten Tönen gehalten war, und dessen Wände mit olivgrünem Lack überzogen waren, gab er manchmal absonderliche Konzerte, in denen tolle Zigeuner auf kleinen Zithern spielten, oder ernste, in gelbe Schals gehüllte Tunesier die gespannten Saiten ungewöhnlich großer Lauten zupften, während grinsende Neger eintönig auf Kupfertrommeln schlugen, und schmächtige Inder mit dem Turban auf dem Kopf auf scharlachroten Matten saßen und durch lange Pfeifen aus Rohr oder Messing bliesen und dadurch große Brillenschlangen und Klapperschlangen wirklich oder angeblich bezauberten. Die mißtönenden Intervalle und schrillen Dissonanzen barbarischer Musik sprachen manchmal erregend zu ihm, wenn Schuberts Lieblichkeit, Chopins schönes Leid und die mächtigen Harmonien des großen Beethoven machtlos in sein Ohr fielen. Er sammelte aus allen Weltteilen die seltsamsten Instrumente, die man finden konnte, entweder in den Gräbern toter Völker oder unter den wenigen wilden Stämmen, die die Berührung mit der europäischen Zivilisation überlebt haben, und nahm sie gern zur Hand und versuchte auf ihnen zu spielen. Er hatte die geheimnisvolle Juruparis der Indianer vom Rio Negro, die die Frauen nicht ansehn dürfen, und die selbst junge Männer nicht zu sehn bekommen, ehe sie gefastet und sich gegeißelt haben, und die irdenen Gefäße der Peruaner, die den schrillen Schrei der Vögel wiedergeben, und Flöten aus Menschenknochen, wie sie Alfonso de Ovalle in Chile hörte, und den wohllautenden grünen Jaspis, den man bei Cuzco findet und der einen seltsam süßen Ton von sich gibt. Er hatte bemalte, mit Kieselsteinen gefüllte Kürbisse, die rasselten, wenn man sie schüttelte, die langen Zinken der Mexikaner, in die der Spieler nicht bläst, sondern durch die er die Luft einzieht; das mißtönende Ture der Amazonenstämme, das die Wachen ertönen lassen, die den ganzen Tag in hohen Bäumen sitzen, und das, wie man sagt, auf eine Entfernung von drei Seemeilen gehört werden kann; das Teponaztli, das zwei vibrierende Zungen aus Holz hat und mit Stöcken geschlagen wird, die mit einer Art elastischem Gummi eingeschmiert sind, der aus dem milchigen Saft von Pflanzen gewonnen wird; die Dotl-Glocken der Azteken, die in Büscheln wie Trauben aufgehängt werden; und eine große zylindrische Trommel, über die Häute großer Schlangen gespannt waren, gleich der, die Bernal Diaz sah, als er mit Cortez den mexikanischen Tempel besuchte, und von deren nagendem Ton er uns eine so lebhafte Schilderung hinterlassen hat. Der phantastische Charakter dieser Instrumente bezauberte ihn, und er fühlte einen seltsamen Genuß, wenn er daran dachte, daß die Kunst wie die Natur ihre Mißgeburten hat, Dinge von scheußlicher Gestalt und mit abscheulichen Stimmen. Aber nach einiger Zeit wurde er ihrer müde, saß in seiner Loge in der Oper, entweder allein oder mit Lord Henry, lauschte hingerissen der Tannhäuser-Musik und erblickte in dem Vorspiel dieses großen Kunstwerks eine Darstellung der Tragödie seiner eigenen Seele.

En otra época se dedicó por entero a la música, y en una amplia habitación con celosías, techo bermellón y oro y paredes lacadas en verde oliva, daba curiosos conciertos en los que cíngaros frenéticos arrancaban músicas salvajes de cítaras diminutas, o serios tunecinos vestidos de amarillo pulsaban las tensas cuerdas de monstruosos laúdes, mientras negros sonrientes golpeaban monótonamente tambores de cobre y esbeltos indios enturbanados, cruzados de piernas sobre esteras de color escarlata, tañían largas flautas de caña o de bronce y encantaban, o fingían encantar, a grandes cobras y horribles víboras cornudas. Los ritmos sincopados y las estridentes disonancias de aquellas músicas bárbaras le conmovían en momentos en que el encanto de Schubert, los hermosos pesares de Chopin y hasta las majestuosas armonías del mismo Beethoven no conseguían hacer mella en su oído. Reunió, procedentes de todas las partes del mundo, los instrumentos más extraños que pueden encontrarse, tanto en los sepulcros de pueblos desaparecidos como entre las escasas tribus salvajes que han sobrevivido al contacto con las civilizaciones occidentales, y disfrutaba tocándolos y probándolos. Poseía los misteriosos juruparis de los indios de Río Negro, instrumentos que no se permite mirar a las mujeres y que incluso los jóvenes sólo pueden ver después de someterse al ayuno y al cilicio; las vasijas de barro de los peruanos de los que extraen gritos agudos como de pájaros, y flautas fabricadas con huesos humanos, como las que Alfonso de Ovalle escuchó en Chile, y los sonoros jaspes verdes que se encuentran cerca de Cuzco y que producen notas de singular dulzura. Dorian Gray poseía calabazas pintadas, llenas de guijarros, que resonaban cuando se las agitaba; el largo clarín de los mexicanos, en el que el intérprete no sopla, sino que a través de él aspira el aire; el tosco ture de las tribus amazónicas, que hacen sonar los centinelas que permanecen todo el día en árboles altísimos y a los que se puede oír, según cuentan, a una distancia de tres leguas; el teponaztli, compuesto de dos láminas vibrantes de madera, y que se golpea con palillos recubiertos de la goma elástica que se obtiene de la savia lechosa de algunas plantas; las campanas yotl de los aztecas, que se cuelgan en racimos, como si fuesen uvas; y un enorme tambor cilíndrico, cubierto con las pieles de grandes serpientes, como el que Bernal Díaz del Castillo vio cuando entró con Cortés en el templo mexicano, y de cuyo sonido quejumbroso nos ha dejado una descripción tan gráfica.

El carácter fantástico de aquellos instrumentos le fascinaba, y le producía un curioso placer la idea de que el arte, como la naturaleza, tiene sus monstruos, criaturas de forma bestial y voces odiosas. Sin embargo, al cabo de algún tiempo se cansaba de ellos, y regresaba a su palco en la ópera, ya fuese solo o en compañía de lord Henry, para escuchar con profundo placer Tannhäuser, viendo en el preludio de esa gran obra una interpretación de la tragedia de su alma.

Wieder ein anderes Mal warf er sich auf das Studium der Juwelen und erschien auf einem Kostümball als Anne de Joyeuse, Admiral von Frankreich, in einem Gewand, das mit fünfhundertundsechzig Perlen besetzt war. Der Geschmack daran hielt ihn jahrelang fest, und, man kann sagen, verließ ihn nie. Er verbrachte oft den ganzen Tag damit, die verschiedenen Steine, die er gesammelt hatte, zu ordnen und wieder in die Kästen zurückzulegen, wie zum Beispiel den olivgrünen Chrysoberyll, der im Lampenlicht rot wird, den Cymophan mit seinem dünnen Silberstrich, den pistazienfarbenen Chrysolith, rosenfarbene und weingelbe Topase, Karfunkel mit Scharlachfeuer und zitternden Sternen mit je vier Strahlen, flammenrote Kaneelsteine, orangefarbene und violette Spinelle und Amethyste mit ihren regelmäßig aufeinanderfolgenden Schichten von Rubinen und Saphiren. Er liebte das rote Gold des Sonnensteins und die perlgleiche Weiße des Mondsteins und den gebrochenen Regenbogen des milchigen Opals. Er ließ sich von Amsterdam drei Smaragde von außergewöhnlicher Größe und Farbenfülle kommen und hatte einen Türkis de la vieille roche, der den Neid aller Kenner erregte.

En otra ocasión emprendió el estudio de las joyas, y se presentó en un baile de disfraces como Anne de Joyeuse, almirante de Francia, con un traje recubierto de quinientas sesenta perlas. Esta afición lo cautivó durante años y puede decirse, de hecho, que nunca le abandonó. Con frecuencia empleaba un día entero colocando y volviendo a colocar en sus estuches las diferentes piedras que había coleccionado, como el crisoberilo verde oliva que se enrojece a la luz de una lámpara, la cimofana, atravesada por una línea de plata, el peridoto, de color verde pistacho, topacios rosados o dorados como el vino, carbunclos ferozmente escarlata con trémulas estrellas de cuatro puntas, granates de Ceilán rojo fuego, las espinelas naranja y violeta, y las amatistas, con sus capas alternas de rubí y zafiro. Le encantaba el rojo dorado de la piedra solar y la blancura de perla de la piedra lunar, así como el arco iris roto del ópalo lechoso.

Consiguió en Amsterdam tres esmeraldas de extraordinario tamaño y riqueza de color, y poseía una turquesa de la vieille roche que era la envidia de todos los entendidos.

Er kam auch auf wundervolle Geschichten über Edelsteine. In Alphonsos »Clericalis Disciplina« war eine Schlange mit Augen aus wirklichen Hyazinthsteinen erwähnt, und in der Alexandersage hieß es vom Eroberer von Emathia, er habe im Jordantal Schlangen gefunden »mit Geschmeiden aus richtigen Smaragden, die auf ihren Rücken gewachsen waren«. Im Gehirn des Drachen, wird uns erzählt, sei ein Edelstein, und »dadurch, daß man ihm goldene Buchstaben und ein Scharlachgewand zeige«, könne das Ungeheuer in einen magischen Schlaf versetzt und erschlagen werden. Nach dem großen Alchimisten Pierre de Boniface sollte der Diamant einen Mann unsichtbar und der indische Achat ihn beredt machen. Der Karneol besänftigte den Zorn, der Hyazinth rief den Schlaf hervor, und der Amethyst vertrieb die Dünste des Weins. Der Granat trieb Teufel aus, und der Hydrophyt beraubte den Mond der Farbe. Der Selenit nahm mit dem Mond zu und ab, und der Meloceus, der Diebe entdeckte, konnte nur durch Zickleinblut kraftlos gemacht werden. Leonardus Camillus hatte einen weißen Stein gesehn, der aus dem Hirn einer frisch getöteten Kröte genommen worden, und der ein sicheres Gegenmittel gegen Gift war. Der Bezoar, den man im Herzen des arabischen Hirsches fand, war ein Zauber, der die Pest heilen konnte. In den Nestern arabischer Vögel war der Aspilates, der nach Demokrit jeden, der ihn trug, vor Feuersgefahr schützte.

Descubrió igualmente historias maravillosas sobre joyas. En su Disciplina Clericales, Pedro Alfonso menciona una serpiente con ojos de auténtico jacinto, y en la vida novelada de Alejandro se dice del conquistador de Ematia que encontró en el valle del Jordán serpientes «en cuyas espaldas crecían collares de verdaderas esmeraldas». Existe, nos dice Filóstrato, una piedra preciosa en el cerebro del dragón y «si se le muestran letras doradas y una túnica escarlata» el monstruo se sume en un sueño mágico y es posible matarlo. Según el gran alquimista Pierre de Boniface, el diamante proporciona invisibilidad, y el ágata de la India, elocuencia. La cornalina calma la cólera, el jacinto invita al sueño y la amatista disipa los vapores del vino. El granate ahuyenta a los demonios, y el hidropicus priva a la luna de su color. La selenita crece y mengua con la luna, y al meloceo, descubridor de ladrones, sólo le afecta la sangre del cabrito. Leonardus Camillus había visto extraer de un sapo recién muerto una piedra blanca, antídoto infalible contra el veneno. El bezoar, que se encuentra en el corazón del ciervo de Arabia, es un hechizo que puede curar la peste. En los nidos de los pájaros de Arabia se halla el aspilates que, según Demócrito, evita a quien lo lleva todo peligro de fuego.

Der König von Seilan ritt bei seiner Krönungsfeier mit einem großen Rubin in der Hand durch seine Stadt. Die Tore am Palast Johannes des Priesters waren »aus Sarder gemacht, in den das Horn der Hornviper hineinverarbeitet war, so daß niemand Gift ins Haus bringen konnte«. Über dem Giebel waren »zwei goldene Äpfel, in denen zwei Karfunkel waren«, auf daß das Gold bei Tage erglänzen könnte und die Karfunkel bei Nacht. In Lodges seltsamem Roman »Eine Perle von Amerika« war mitgeteilt, daß man im Zimmer der Königin »alle keuschen Damen der Welt« erblicken konnte, »wie aus Silber ziseliert«, wenn man »durch fleckenlose Spiegel aus Chrysolithen, Karfunkeln, Saphiren und grünen Smaragden« blickte. Marco Polo hatte gesehn, wie die Bewohner Zipangus den Toten rosenfarbene Perlen in den Mund steckten. Ein Seeungeheuer war in die Perle verliebt, die der Taucher dem König Perozes gebracht hatte, und hatte den Dieb erschlagen und sieben Monde über den Verlust getrauert. Als die Hunnen den König in den großen Hinterhalt lockten – Prokop erzählt die Geschichte –, warf er die Perle weg, und sie wurde nie wiedergefunden, obwohl Kaiser Anastasius fünfhundert Pfund Goldstücke für sie aussetzte. Der König von Malabar hatte einem Venezianer einen Rosenkranz von dreihundertundvier Perlen gezeigt, eine für jeden Gott, den er anbetete.

El rey de Ceilán, en la ceremonia de su coronación, atravesó su capital a caballo con un gran rubí en la mano. Las puertas del palacio del Preste Juan «estaban hechas de sardónice, incrustado de cuernecillos de cerasta o víbora cornuda, de manera que nadie pudiera introducir venenos en su interior». Sobre el gablete había «dos manzanas de oro con dos carbunclos», de manera que el oro brillara de día y los carbunclos de noche. En la extraña novela de Lodge, A Margarite of America, se afirma que en la cámara de la reina podía verse a «todas las damas castas del mundo, en relicarios de plata, que miraban a quienes las contemplaban a través de hermosos espejos de crisolitas, carbunclos, zafiros y verdes esmeraldas». Marco Polo había visto a los habitantes de Cipango colocar perlas rosadas en la boca de los difuntos. Un monstruo marino estaba enamorado de la perla que el buceador llevó al rey Peroz, por lo que mató al ladrón y guardó luto durante siete lunas en razón de su pérdida. Cuando los hunos lograron atraer al rey a una gran fosa, el monarca la arrojó lejos -así lo relata Procopio- y nunca se la volvió a encontrar, pese a que el emperador Anastasio ofreció como recompensa quinientos quintales de piezas de oro. El rey de Malabar había mostrado a cierto veneciano un rosario de trescientas cuatro perlas, una por cada dios al que rendía culto.

Als der Herzog von Valentinois, der Sohn Alexanders VI., Ludwig XII. von Frankreich besuchte, war, nach Brantôme, sein Pferd über und über voll goldener Blätter, und seine Mütze hatte zweifache Reihen Rubine, die ein starkes Licht ausstrahlten. Karl von England ritt in Steigbügeln, die mit vierhunderteinundzwanzig Diamanten besetzt waren.

Richard II. hatte ein Gewand, das auf dreißigtausend alte Mark geschätzt wurde und das mit Ballasrubinen bedeckt war. Nach der Schilderung Halls trug Heinrich VIII. auf seinem Wege zum Tower vor seiner Krönung »ein Panzerhemd aus getriebenem Gold, das Wams war bestickt mit Diamanten und andern reichen Steinen, und um den Hals trug er eine Kette aus großen Ballasrubinen«. Die Günstlinge Jakobs I. trugen Ohrringe aus Smaragden, die in Goldfiligran gefaßt waren. Eduard II. schenkte Piers Gaveston eine ganze Rüstung aus rotem Gold, die mit Hyazinthsteinen geschmückt war, eine Halskette aus goldenen Rosen, mit Türkisen besetzt, und eine mit Perlen übersäte Sturmhaube. Heinrich II. trug Handschuhe bis zum Ellbogen hinauf, die mit Juwelen besetzt waren, und hatte einen Falkenierhandschuh, mit zwölf Rubinen und zweiundfünfzig großen erlesenen Perlen verziert. Der Herzogshut Karls des Kühnen, des letzten Herzogs von Burgund aus seinem Geschlecht, war mit birnenförmigen Perlen behängt und mit Saphiren besetzt.

Cuando el duque de Valentinois, hijo de Alejandro VI, visitó a Luis XII, su caballo, nos cuenta Brantóme, iba cargado de hojas de oro, y su gorro estaba adornado con dos hileras de deslumbrantes rubíes. Carlos de Inglaterra, cuando montaba a caballo, llevaba unas espuelas adornadas con cuatrocientos veintiún diamantes. Ricardo II tenía un gabán, valorado en treinta mil marcos, que estaba recubierto de balajes, rubíes de color morado. Hall describía a Enrique VIII, de camino hacia la Torre de Londres antes de su coronación, con «una veste recamada en oro, el jubón bordado con diamantes y otras piedras preciosas y, en torno al cuello, un gran collar de grandes balajes». Los favoritos de Jacobo I llevaban pendientes hechos de esmeraldas montadas en filigrana de oro. Eduardo II dio a Piers Gaveston una armadura de oro rojo tachonada de jacintos, un collar de rosas de oro con turquesas y un gorro parsemé de perlas. Enrique II utilizaba guantes enjoyados que le llegaban hasta el codo, y poseía un guante de cetrería adornado de doce rubíes y cincuenta y dos grandes perlas de Oriente. Del sombrero ducal de Carlos el Temerario, último duque de Borgoña de su estirpe, tachonado de zafiros, colgaban perlas con forma de pera.

Wie köstlich das Leben einmal gewesen war! Wie verschwenderisch in seiner Pracht und Zier! Vom Luxus der Toten auch nur zu lesen war wundervoll.

¡Cuán exquisita era la vida en otros tiempos! ¡Qué magnificencia en la pompa y en la ornamentación!

La simple lectura de lo que fue el lujo de antaño maravillaba.

Dann wandte er seine Aufmerksamkeit den Stickereien und den gewirkten Tapeten zu, die in den frostigen Zimmern der nördlichen Völker an die Stelle der Freskogemälde getreten waren. Als er dieses Gebiet erforschte – und er hatte immer in außerordentlichem Maße die Gabe, für den Augenblick von allem, was er in Angriff nahm, völlig angezogen zu werden – wurde er fast niedergeschlagen, wenn er an die Vernichtung dachte, die die Zeit über schöne und wundervolle Dinge gebracht hatte. Er jedenfalls war dieser Vernichtung entronnen. Sommer folgte auf Sommer, und die gelben Jonquillen blühten und starben vielmals dahin, und abscheuliche Nächte wiederholten die Geschichte ihrer Schande, aber er war unverändert. Kein Winter entstellte sein Gesicht oder beschädigte seinen blumenhaften Flaum. Wie anders war es mit stofflichen Dingen! Wohin waren sie gegangen? Wo war das große krokusfarbene Gewand, auf dem die Götter gegen die Giganten kämpften, das von braunen Mädchen Athene zur Freude gewirkt worden war? Wo war das große Velarium, das Nero über das Kolosseum in Rom gespannt hatte, das riesenhafte Purpursegel, auf dem der Sternenhimmel abgebildet war und Apollo, der einen Wagen lenkt, den weiße Stuten ziehen, die an goldenen Zügeln gehalten werden? Ihn verlangte, die seltsamen Tischtücher zu sehn, die für den Sonnenpriester gewebt worden waren, und auf denen all die Leckerbissen und Speisen zur Schau gewirkt waren, die man für ein Festgelage brauchen konnte: das Totengewand des Königs Chilperich, mit seinen dreihundert goldenen Bienen; die phantastischen Gewänder, die die Entrüstung des Bischofs von Pontus erregten, die mit »Löwen, Panthern, Bären, Hunden, Wäldern, Felsen, Jägern – wahrlich mit allem, was ein Maler in der Natur finden kann«, geziert waren; und den Rock, den Karl von Orleans einst trug, auf dessen Ärmel die Verse eines Liedes gestickt waren, das anfing: »Madame, je suis tout joyeux«, wobei die musikalische Begleitung der Worte in Goldfäden ausgeführt und jede Note – damals in eckiger Form – durch vier Perlen bezeichnet war. Er las von dem Zimmer, das im Palast zu Reims zur Benutzung für die Königin Johanna von Burgund hergerichtet worden war, und das mit »dreizehnhunderteinundzwanzig gestickten Papageien geziert war, die das Wappen des Königs trugen, und mit fünfhunderteinundsechzig Schmetterlingen, deren Flügel ebenso mit dem Wappen der Königin geschmückt waren, das Ganze in Gold ausgeführt«. Katharina von Medici hatte ein Trauerbett, das für sie aus schwarzem Samt gemacht worden war, worauf Halbmonde und Sonnen gestickt waren. Die Bettvorhänge waren aus Damast und hatten Laubgewinde und Girlanden auf einem Grund von Gold und Silber gestickt, und vom Rand hingen Fransen mit Perlstickereien herab, und das Bett stand in einem Zimmer, in dem reihenweise die Wahlsprüche der Königin in schwarzem gerissenen Samt auf Silberstoff hingen. Ludwig XIV. hatte in seinem Gemach fünfzehn Fuß hohe goldgestickte Karyatiden. Das Staatsbett Sobieskis, des Königs von Polen, war aus Smyrna-Goldbrokat gemacht, auf dem in Türkisen Verse aus dem Koran gestickt waren. Seine Füße aus vergoldetem Silber waren schön ziseliert und verschwenderisch mit emaillierten und edelsteinfunkelnden Medaillons besetzt. Es stammte aus dem Türkenlager vor Wien, und das Banner Mohammeds war unter dem zitternden, goldstrotzenden Betthimmel aufgehängt.

Dorian Gray se interesó más adelante por los bordados y los tapices que hacían oficio de frescos en las frías salas de las naciones septentrionales de Europa. Mientras investigaba el tema -y siempre tuvo la extraordinaria facultad de sumergirse por completo, llegado el momento, en el tema que abordaba- casi le entristeció reflexionar sobre los destrozos que el Tiempo causa en todo lo que es hermoso y extraordinario. Él, al menos, había escapado a aquella condena. Los veranos se sucedían, los junquillos dorados habían florecido y muerto muchas veces, y noches de horror repetían la historia de su infamia, pero Dorian seguía siempre igual. El invierno no estropeaba su tez ni marchitaba el esplendor de su juventud. ¡Bien distinto era lo que sucedía con las cosas materiales! ¿Qué se había hecho de ellas?

¿Dónde estaba el gran manto, de color azafrán, tejido por morenas doncellas para complacer a Atenea, por el que los dioses habían luchado contra los gigantes? ¿Dónde estaba el inmenso velarium que Nerón extendiera sobre el Coliseo romano, aquella titánica vela morada en la que estaba representado el cielo estrellado, y Apolo conduciendo un carro tirado por blancos corceles con riendas de oro? Dorian anhelaba ver las curiosas servilletas confeccionadas para el Sacerdote dei Sol, en las que se habían representado todas las golosinas y viandas que pudieran desearse para un festín; el paño mortuorio del rey Chilperico, con sus trescientas abejas doradas; las extravagantes túnicas que despertaron la indignación del obispo del Ponto, donde estaban representados «leones; panteras, osos, perros, bosques, rocas, cazadores: todo lo que, de hecho, un pintor puede copiar de la naturaleza»; y el jubón que vistiera en cierta ocasión Carlos de Orleans, en cuyas mangas se había bordado la letra de una canción que empezaba con «Madame, je suis tout joyeux», en hilo de oro el acompañamiento musical de las palabras, y cada nota, de forma cuadrada en aquellos tiempos, formada por cuatro perlas. También supo Dorian Gray de la habitación que se preparó en el palacio de Reims para albergar a la reina Juana de Borgoña, decorada con «mil trescientos veintiún loros adornados con las armas reales, y quinientas sesenta y una mariposas, cuyas alas lucían, de manera similar, las armas de la reina, todo el conjunto trabajado en oro».

Catalina de Médicis se hizo preparar un lecho fúnebre de terciopelo negro tachonado de medias lunas y soles. Sus cortinas eran de damasco, adornadas con frondosas coronas y guirnaldas sobre un fondo de oro y plata, los bordes decorados con bordados de perlas, que se colocó en una estancia de cuyo techo colgaban hileras de divisas de la reina en terciopelo negro sobre paño de plata. Luis XIV tenía, en sus apartamentos, cariátides bordadas en oro de quince pies de altura. El lecho de gala de Juan III Sobieski, rey de Polonia, estaba hecho de brocado de oro de Esmirna en el que se habían escrito con turquesas versículos del Corán. Los apoyos eran de plata dorada, bellamente cincelados, y profusamente adornados con medallones esmaltados y enjoyados. Se trataba de un botín de guerra, tomado del campamento turco durante el sitio de Viena, y el estandarte de Mahoma había flotado al viento bajo los vibrantes dorados de su baldaquín.

Und so suchte er ein ganzes Jahr lang die erlesensten Proben zusammen zu bekommen, die er von Webarbeiten und Stickereien finden konnte. Er verschaffte sich Musseline aus Delhi, in die herrliche goldene Palmblätter gewebt und auf die irisierende Käferflügel genäht waren; die Gazen aus Dacca, die, weil sie so durchscheinend sind, im Orient »gewebte Luft« oder »fließendes Wasser« oder »Abendtau« genannt werden; Stoffe aus Java mit seltsamen Figuren; feine gelbe chinesische Gardinen; Bücher, in gelbbraunen Atlas oder hellblaue Seide gebunden, in die Wappenlilien, Vögel und Abzeichen gewebt waren; Schleiergewebe mit ungarischen Spitzen; sizilianische Brokate und steife spanische Samte; georgische Arbeiten mit ihren vergoldeten Münzen und japanische Fukusas mit ihrem grüngetönten Gold und ihren Vögeln mit wunderbar ausgearbeitetem Gefieder.

Y así, durante todo un año, Dorian se esforzó por acumular los ejemplares más exquisitos de tejidos y bordados: delicadas muselinas de Delhi, exquisitamente trabajadas con adornos de palmas en hilo de oro y tachonadas con alas de escarabajos irisados; gasas de Dacca, a las que, dada su transparencia, se conocen en Oriente como «aire tejido» y «agua corriente», y también como «rocío nocturno»; telas de Java con extrañas figuras; tapices amarillos muy refinados procedentes de China; libros encuadernados en satén leonado o bellas sedas azules, y adornados con flores de lis, pájaros e imágenes; velos de lacis tejidos con punto de Hungría; brocados sicilianos y tiesos terciopelos españoles; telas georgianas con sus monedas doradas, y fukusas japonesas con sus dorados de tonos verdes y sus aves de maravilloso plumaje.

Er hatte ferner eine besondere Neigung für kirchliche Gewänder und für alle Gegenstände, die mit dem Ritus der Kirche in Zusammenhang standen. In den langen Kästen aus Zedernholz, die auf dem westlichen Korridor seines Hauses standen, hatte er manche seltenen und schönen Stücke angesammelt, Proben des wahrhaften Gewandes der Braut Christi, die Purpur und Edelsteine und feines Linnen tragen muß, um den bleichen, abgezehrten Leib darin zu bergen, der von dem Leiden, das sie selber aufsucht, erschöpft und von selbst auferlegter Qual verwundet ist. Er besaß einen üppigen Chorrock aus karmesinroter Seide und goldgewirktem Damast, der mit einem fortlaufenden Muster von goldenen Granatäpfeln geschmückt war, die sich über sechsblätterigen, regelmäßigen Blüten befanden, unter denen auf jeder Seite das Tannzapfenmuster in Staubperlen gestickt war. Die Goldstickereien waren in einzelne Fächer geteilt, die Szenen aus dem Leben der Jungfrau darstellten, und die Krönung der Jungfrau war in farbiger Seide auf die dazugehörige Kappe gestickt. Das war italienische Arbeit aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Ein anderer Chorrock war aus grünem Samt, mit herzförmigen Gruppen von Akanthusblättern bestickt, aus denen langstielige weiße Blüten herauswuchsen, die fein mit Silberfäden und bunten Kristallperlen bis ins einzelne ausgearbeitet waren. Die Spange trug den Kopf eines Seraphs aus Goldfäden in Hochstickerei gefertigt. Die Boten waren in einem fortlaufenden Muster aus roter und goldfarbener Seide gewebt und mit Medaillonbildern vieler Heiligen und Märtyrer, unter denen der heilige Sebastian war, bedeckt. Er hatte ferner Meßgewänder aus bernsteinfarbener Seide, aus blauer Seide und Goldbrokat, aus gelbem Seidendamast und Goldstoffen, auf denen sich Darstellungen der Passion und der Kreuzigung Christi befanden, und die mit Löwen und Pfauen und andern Emblemen bestickt waren; Dalmatiken aus weißem Atlas und rosenrotem Seidendamast, die mit Tulpen und Delphinen und Wappenlilien geziert waren; Altardecken aus karmesinrotem Samt und blauem Leinen; und viele Korporalia, Tücher, die zum Verdecken des Abendmahlskelches bestimmt waren, und Armbinden. In den mystischen Verrichtungen, zu denen diese Dinge bestimmt waren, lag etwas, das seine Phantasie anregte.

También sentía una especial pasión por las vestiduras eclesiásticas, como de hecho por todo lo referente al servicio de la Iglesia. En los largos baúles de cedro, dispuestos a lo largo de la galería oeste de su casa, había almacenado gran número de ejemplares raros y soberbios de lo que es realmente el aderezo de la Esposa de Cristo, que debe adornarse con la púrpura, las joyas y el lino de mejor calidad para ocultar su pálido cuerpo, mortificado, gastado por el sufrimiento que ella misma busca y herido por los dolores que se inflige. Dorian poseía una suntuosa capa pluvial de seda carmesí y damasco con hilo de oro, en la que las granadas repetían un motivo estilizado de flores de seis pétalos, a cuyos lados se reproducía en perlas finas el emblema de la piña. Los orifrés estaban divididos en paneles representando escenas de la vida de la Virgen, y bordada su coronación en sedas de colores sobre la capucha. Se trataba de un trabajo italiano del siglo XV. Otra capa pluvial era de terciopelo verde, bordado con grupos de hojas de acanto en forma de corazón, de los que surgían flores blancas de largo tallo, trabajadas en hilo de plata y cristales de colores. El broche lucía una cabeza de serafín bordada en relieve con hilo de oro.

Los orifrés estaban tejidos en un adamascado de seda roja y oro, y constelados con medallones de muchos mártires y santos, entre los que se hallaba san Sebastián. También se hizo con casullas de seda color ámbar, y seda azul y brocado de oro, y de seda adamascada amarilla y paño de oro, con representaciones de la Pasión y la Crucifixión de Cristo, y bordadas con leones y pavos reales y otros emblemas; dalmáticas de satén blanco y de damasco de seda rosa, decoradas con tulipanes y delfines y flores de lis; frontales de altar de terciopelo carmesí y lino azul; y muchos corporales, velos de cáliz y sudarios. En la utilización mística asignada a aquellos objetos había algo que estimulaba su imaginación.

Denn diese Schätze und alles, was er in seinem reizenden Hause sammelte, waren für ihn Mittel zum Vergessen, und Beschäftigungen, durch die er eine Zeitlang der Angst entrinnen konnte, die ihm zuzeiten unerträglich schien. An der Wand des verlassenen verschlossenen Zimmers, in dem er in seiner Knabenheit so oft geweilt hatte, hatte er mit eigenen Händen das entsetzliche Porträt aufgehängt, dessen Züge in ihrer Veränderung ihm die wirkliche Erniedrigung seines Lebens zeigten, und darüber hatte er als Vorhang das rot und goldene Bahrtuch angebracht. Wochenlang ging er wohl nicht hinauf, vergaß das gräßliche Gemälde und hatte wieder sein leichtes Herz, seine wundervolle Fröhlichkeit, seine leidenschaftliche Hingabe an das Dasein an und für sich. Dann schlich er sich plötzlich in einer Nacht aus dem Hause, besuchte scheußliche Orte in der Nähe von Blue Gate Fields und blieb da Tag um Tag, bis es ihn nicht mehr duldete. Nach seiner Rückkehr setzte er sich dann wohl vor das Bild, manchmal voller Ekel vor ihm und vor sich selbst, zu andern Zeiten aber mit dem Stolz des Individualismus, der den halben Zauber der Sünde ausmacht, und dann lächelte er wohl in geheimem Vergnügen über das häßliche Abbild, das die Last zu tragen hatte, die eigentlich seine war.

Porque aquellos tesoros y todo lo que coleccionaba en su hermosa mansión estaba destinado a servirle de medio para el olvido, eran una manera de escapar, durante una temporada, al miedo que a veces le parecía casi demasiado intenso para poder soportarlo. En una pared de la solitaria habitación, siempre cerrada con llave, donde transcurriera una parte tan considerable de su infancia y adolescencia, había colgado con sus propias manos el terrible retrato cuyos rasgos cambiantes le mostraban la verdadera degradación de su vida, y delante, a modo de cortina, había colocado el paño mortuorio de color morado y oro. Pasaba semanas sin subir, olvidándose de aquella espantosa pintura, recuperando la ligereza de espíritu, la maravillosa alegría de vivir, dejándose absorber apasionadamente por la existencia misma.

Luego, de repente, una noche cualquiera, salía furtivamente de su casa, bajaba hasta alguno de los terribles lugares próximos a Blue Gate Fields, y allí se quedaba, por espacio de varios días, hasta que lo echaban. Al regresar a su casa, se sentaba delante del retrato, a veces aborreciéndolo y aborreciéndose, pero dejándose dominar, en otras ocasiones, por ese orgulloso individualismo que supone buena parte de la fascinación del pecado, y sonreía, secretamente complacido, a la imagen deforme, condenada a soportar el peso que debiera haber caído sobre sus espaldas.

Nach ein paar Jahren konnte er es nicht aufhalten, lange außerhalb Englands zu sein, und gab die Villa, die er in Trouville zusammen mit Lord Henry gehabt hatte, auf, und ebenso das kleine Haus mit den weißen Wänden in Algier, wo sie mehr als einmal den Winter verbracht hatten. Er ertrug den Gedanken nicht, von dem Bilde getrennt zu sein, das so zu einem Teil seines Lebens geworden war, und fürchtete auch, während seiner Abwesenheit könnte jemand trotz der künstlichen Schlösser, die er an der Tür hatte anbringen lassen, Zutritt in das Zimmer erlangen. Er wußte ganz gut, daß das Bild niemandem etwas sagen würde. Allerdings hatte das Porträt unter all der Gemeinheit und Häßlichkeit des Gesichts seine ausgeprägte Ähnlichkeit mit ihm behalten; aber was konnte man daraus entnehmen? Er würde über jeden lachen, der den Versuch machen wollte, ihn zu schmähen. Er hatte es nicht gemalt. Was bedeutete es ihm, wie schändlich und schmachvoll es aussah? Selbst wenn er jemandem die Wahrheit sagen wollte, wer würde sie glauben?

Al cabo de algunos años empezó a resultarle imposible pasar mucho tiempo fuera de Inglaterra, y renunció a la villa que había compartido en Trouville con lord Henry, así como a la blanca casita de Argel, aislada por un alto muro, donde ambos habían pasado más de una vez el invierno. No podía vivir lejos del retrato que era un elemento tan imprescindible de su vida, y temía, además, que, durante su ausencia, alguien entrara en la habitación, a pesar de los complicados cerrojos que había hecho instalar.

Se daba cuenta, por otra parte, con toda claridad, de que el retrato nada revelaría. Era cierto que todavía conservaba, bajo la vileza y fealdad del rostro, un considerable parecido con el original; pero, ¿qué consecuencias se podían extraer de ello? Dorian Gray se reiría de cualquiera que intentase utilizarlo en su contra. No lo había pintado él. ¿Qué le importaba lo vil y abyecto de su apariencia? Aunque revelase la verdad, ¿quién la creería?

Und doch hatte er Angst. Wenn er manchmal auf dem Lande auf seiner großen Besitzung in Nottinghamshire war, die eleganten jungen Leute, die meistens seine Gesellschaft bildeten, bewirtete, und die Leute der Gegend durch den üppigen Luxus und den verschwenderischen Glanz seiner Lebenshaltung in Staunen setzte, verließ er wohl plötzlich seine Gäste und fuhr eilends in die Stadt zurück, um zu sehn, ob sich niemand an der Tür zu schaffen gemacht habe und ob das Bild noch da sei. Wie, wenn es gestohlen worden wäre? Der bloße Gedanke flößte ihm kaltes Entsetzen ein. Gewiß würde dann die Welt sein Geheimnis erfahren. Vielleicht hatte die Welt schon Verdacht geschöpft.

Pero eso no impedía que sintiera miedo. A veces, cuando se hallaba en la gran mansión familiar de Nottinghamshire, donde recibía a los jóvenes elegantes de su misma posición social que eran sus compañeros habituales, y donde asombraba a todo el condado por el lujo gratuito y la suntuosidad desmedida de su manera de vivir, abandonaba de repente a sus invitados para regresar precipitadamente a la capital y comprobar que nadie había forzado la puerta y que el retrato seguía en su sitio. ¿Qué sucedería si alguien lo robara? La mera posibilidad le helaba de horror. Sin duda el mundo llegaría entonces a conocer su secreto. Quizá el mundo lo sospechaba ya.

Denn ebenso wie er viele bezauberte, gab es nicht wenige, die Mißtrauen gegen ihn hatten. Es war sehr nahe daran gewesen, daß seine Aufnahme in einen Klub im Westend, auf die er kraft seiner Geburt und seiner Stellung in der Gesellschaft vollen Anspruch hatte, in geheimer Abstimmung abgelehnt worden wäre, und es hieß, daß einmal, als ein Freund ihn in das Rauchzimmer des Churchill Club mitgenommen hatte, der Herzog von Berwick und ein anderer Herr in auffallender Weise aufgestanden und hinausgegangen wären. Seltsame Erzählungen waren über ihn im Umlauf, nachdem er sein fünfundzwanzigstes Jahr überschritten hatte. Es wurde gemunkelt, er sei in einer elenden Spelunke in den entlegenen Teilen Whitechapels in einem Streit mit fremden Matrosen beobachtet worden, und er gehe mit Dieben und Falschmünzern um und kenne die Geheimnisse ihres Gewerbes. Sein auffallendes Verschwinden zu bestimmten Zeiten war bekannt, und wenn er dann wieder in der Gesellschaft erschien, flüsterte man miteinander in den Ecken oder ging mit einem gewissen Lachen an ihm vorüber, oder sah ihn mit kühlen, forschenden Blicken an, als wäre man entschlossen, hinter sein Geheimnis zu kommen.

Porque, si bien era cierto que fascinaba a muchos, había ya bastantes personas que desconfiaban de él.

Casi estuvieron a punto de negarle la admisión en un club del West End, pese a que su cuna y su posición social justificaban plenamente que se le diera una respuesta afirmativa; también se contaba que, en una ocasión, al llevarle uno de sus amigos al salón para fumadores del Churchill, el duque de Berwick y otro caballero se pusieron en pie de manera muy ostensible y se retiraron. Curiosas historias acerca de su persona empezaron a hacerse frecuentes una vez que cumplió los veinticinco años. Se rumoreaba que se le había visto peleándose con marineros extranjeros en un local de pésima reputación en las profundidades de Whitechapel, e igualmente que se relacionaba con ladrones y monederos falsos y que conocía todos los misterios de sus oficios. Sus sorprendentes ausencias se hicieron famosas, y cuando reaparecía entre la buena sociedad, la gente cuchicheaba en los rincones, o dejaba escapar una risa burlona al pasar a su lado, o lo miraba con fríos ojos interrogadores, como si estuvieran decididos a descubrir su secreto.

Von solchen Dreistigkeiten und Versuchen der Geringschätzung nahm er natürlich keine Notiz, und in den Augen der meisten Leute war seine offene freundliche Art, sein entzückendes Knabenlächeln und die unendliche Grazie der wundervollen Jugend, die ihn nie zu verlassen schien, an sich eine genügende Antwort auf die Verleumdungen, wie sie das Gerede nannten, das über ihn umging. Man konnte indessen bemerken, daß einige von denen, die besonders intim mit ihm gewesen waren, ihn nach einiger Zeit zu meiden schienen. Frauen, die ihn glühend angebetet hatten und um seinetwillen allem Tadel der Gesellschaft getrotzt und sich über die Konvention hinweggesetzt hatten, sah man vor Scham oder Grauen erbleichen, wenn Dorian Gray ins Zimmer trat.

Dorian Gray, por supuesto, no prestaba la menor atención a tales insolencias y desprecios deliberados y, en opinión de la mayoría, su naturalidad y su aire jovial, su encantadora sonrisa adolescente y la gracia infinita de la maravillosa juventud que parecía no abandonarle nunca, eran por sí solas respuesta suficiente a las calumnias, porque así las calificaba la mayoría, que circulaban acerca de él. Se señalaba, de todos modos, que algunas de las personas con las que había tenido un trato más íntimo parecían, al cabo de algún tiempo, evitarlo. Mujeres que manifestaron hacia él una adoración sin limites, que desafiaron por él la censuró de la sociedad y que prescindieron de todas las convenciones, palidecían de vergüenza y horror si Dorian Gray entraba en el salón donde se encontraban.

Aber dieses Skandalgeflüster vermehrte für viele nur seinen seltsamen und gefährlichen Reiz. Sein großer Reichtum war ein gewisses Element der Sicherheit. Die Gesellschaft, wenigstens die zivilisierte Gesellschaft, ist nie sehr geneigt, zum Nachteil derer etwas zu glauben, die zugleich reich und interessant sind. Sie fühlt instinktiv, daß das Benehmen wichtiger ist als die Moral, und nach ihrer Meinung ist die höchste Ehrbarkeit von geringerer Bedeutung als der Besitz eines guten Küchenchefs. Und schließlich ist es in der Tat ein schwacher Trost, wenn man erfährt, daß der Mann, der einem ein schlechtes Diner oder miserablen Wein vorgesetzt hat, in seinem Privatleben tadellos dasteht. Selbst die Kardinaltugenden können nicht mit beinahe kalt gewordenen Entrees versöhnen, wie Lord Henry einmal in einem Gespräch über das Thema bemerkte; und es spricht sehr viel für seine Meinung. Denn die Regeln der guten Gesellschaft sind dieselben wie die Regeln der Kunst, oder sollten es wenigstens sein. Die Form ist ein ganz und gar wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. Sie sollte die Würde einer Zeremonie und ebenso ihre Unwirklichkeit haben, und sollte die Unaufrichtigkeit eines romantischen Stückes mit dem Witz und der Schönheit verbinden, die diese Stücke zu unserem Entzücken machen. Ist Unaufrichtigkeit so etwas Schreckliches? Ich denke, nein. Sie ist nur eine Art, durch die wir unsere Persönlichkeit vervielfachen können.

Aquellos escándalos susurrados sólo servían, sin embargo, a ojos de muchos, para acrecentar su extraño y peligroso encanto. Su gran fortuna era, indudablemente, un elemento de seguridad. La sociedad, la sociedad civilizada al menos, nunca está muy dispuesta a creer nada en detrimento de quienes son, al mismo tiempo, ricos y fascinantes. Siente, de manera instintiva, que los modales tienen más importancia que la moral y, en su opinión, la respetabilidad más acrisolada vale muchísimo menos que la posesión de un buen chef. Y, a decir verdad, consuela muy poco saber que la persona que te invita a una cena execrable o que te sirve un vino de mala calidad es irreprochable en su vida privada. Ni siquiera las virtudes cardinales justifican unas entrées semifrías, como señaló en una ocasión lord Henry en un debate sobre aquel tema; y existen sin duda excelentes razones para sostener ese punto de vista.

Porque los cánones de la buena sociedad son, o deberían ser, los mismos que los cánones del arte. La forma es absolutamente esencial. La vida social debe tener la dignidad de una ceremonia, y también su irrealidad, y combinar la insinceridad de una comedia romántica con el ingenio y la belleza que la dotan de encanto para nosotros. ¿Acaso la insinceridad es una cosa tan terrible? No lo creo. Es, sencillamente, un método que nos permite multiplicar nuestras personalidades.

In jedem Fall war dies die Meinung Dorian Grays. Er wunderte sich oft über die seichte Psychologie der Leute, die sich das Ich im Menschen als etwas Einfaches, Bleibendes, Verläßliches und Einheitliches vorstellen. Für ihn war der Mensch ein Wesen mit einem wahrhaften Gewimmel von einzelnen Leben und einem Gewimmel von Sinnesempfindungen, ein zusammengesetztes, vielgestaltetes Geschöpf, das seltsame Erbschaften in seinem Denken und seinen Trieben in sich trug und dessen Fleisch sogar von furchtbaren Krankheiten der Gestorbenen angesteckt war. Er ging gern durch die kalten Räume der kleinen Gemäldegalerie in seinem Landhause und betrachtete sich die verschiedenen Porträts derer, deren Blut in seinen Adern floß. Da war Philipp Herbert, den Francis Osborne in seinen »Memoiren über die Regierungen der Königin Elisabeth und des Königs Jakob« als einen schildert, »der am Hofe wegen seines schönen Gesichts beliebt war, das ihm nicht lange Gesellschaft leistete«. War es das Leben des jungen Herbert, das er manchmal führte? War ein seltsamer, giftführender Keim von Körper zu Körper gegangen, bis er in seinem angelangt war? War es eine dumpfe Erinnerung an diesen zerstörten Liebreiz gewesen, die damals, in Basil Hallwards Atelier, schuld war, daß er so plötzlich und fast ohne Ursache das wahnsinnige Gebet gesprochen hatte, das eine solche Veränderung über sein Leben gebracht hatte? Und hier stand in goldgesticktem, rotem Kamisol, juwelengeschmücktem Überrock und goldgesäumten Hals- und Ärmelkrausen Sir Antony Sherard mit den schwarz und silbernen Beinschienen. Was war das Vermächtnis, das er von diesem Mann hatte? Hatte der Geliebte der Giovanna von Neapel ihm ein Erbe der Sünde und Schmach vermacht? Waren seine eigenen Handlungen nur die Träume, die der Gestorbene nicht zu verwirklichen gewagt hatte? Und dort lächelte aus der verblichenen Leinwand Lady Elisabeth Devereux mit ihrer Gazehaube, ihrem perlenbesetzten Brustlatz und ihren rosenroten Schlitzärmeln. Eine Blume hielt sie in ihrer rechten Hand, und ihre Linke umfaßte einen emaillierten Halsschmuck aus weißen und roten Rosen. Auf einem Tisch ihr zur Seite lag eine Mandoline und ein Apfel. Große grüne Rosetten waren auf ihren kleinen spitzen Schuhen. Er wußte um ihr Leben und die seltsamen Geschichten, die man von ihren Liebhabern erzählte. Hatte er etwas von ihrem Naturell an sich? Diese ovalen Augen mit den schweren Lidern schienen seltsam auf ihn zu sehen. Und wie war es mit George Willoughby mit seinem gepuderten Haar und seinen wunderlichen Schönheitspflästerchen? Wie schlimm er aussah! Das Gesicht war melancholisch und von dunkler Farbe, und die sinnlichen Lippen schienen verächtlich verzogen. Kostbare Spitzenkrausen fielen über die mageren gelben Hände, die so überladen mit Ringen waren. Er war ein Dandy des achtzehnten Jahrhunderts gewesen und in seiner Jugend der Freund von Lord Ferrars. Wie war es mit dem zweiten Lord Beckenham, dem Gefährten des Prinzregenten in seinen wildesten Tagen, der auch einer der Zeugen der geheimen Eheschließung mit Frau Fitzherbert gewesen war? Wie stolz und schön er war mit seinen kastanienbraunen Locken und seiner herausfordernden Haltung! Was für Leidenschaften hatte er übermacht? Die Welt hatte ihn für schändlich gehalten. Er hatte die Orgien in Carlton House angeführt. Der Stern des Hosenbandordens blitzte auf seiner Brust. Neben ihm hing das Porträt seiner Gemahlin, einer blassen Frau mit dünnen Lippen, die schwarz gekleidet war. Auch ihr Blut floß in ihm. Wie seltsam das alles schien! Und seine Mutter mit ihrem Lady Hamilton-Gesicht und ihren feuchten, weinbenetzten Lippen – er wußte, was er von ihr bekommen hatte. Er hatte von ihr seine Schönheit bekommen und seine Sucht nach der Schönheit anderer. Sie lachte ihn an in ihrem losen Bacchantingewand. Es war Weinlaub in ihrem Haar, und der purpurne Saft floß über das Glas, das sie hielt. Die Fleischtöne des Bildes waren verblichen, aber die Augen waren noch wundervoll in der Tiefe und dem Glanz ihrer Farbe. Sie schienen ihm überall hin zu folgen, wo er auch ging.

Tal era, al menos, la opinión de Dorian Gray, que se asombraba de la superficialidad de esos psicólogos para quienes el Yo es algo sencillo, permanente, fiable y único. Para él, el hombre era un ser dotado de innumerables vidas y sensaciones, una criatura compleja y multiforme que albergaba curiosas herencias de pensamientos y pasiones, y cuya carne misma estaba infectada por las monstruosas dolencias de los muertos. Disfrutaba paseando por el frío corredor de su casa solariega donde se almacenaban los cuadros familiares, para contemplar los diferentes retratos de aquellos cuya sangre corría por sus venas. Allí estaba Philip Herbert, de quien Francis Osborne, en su Memoires on the Reigns of Queen Elizabeth and King James, nos dice que era «mimado por la corte debido a su apostura, aunque su bello rostro no lo acompañó durante mucho tiempo». ¿Acaso la vida que él llevaba era semejante a la del joven Herbert? ¿Acaso algún extraño germen venenoso había ido pasando de organismo en organismo hasta alcanzar finalmente el suyo? ¿Era el sentimiento confuso de aquella gracia perdida lo que le había lanzado, tan de repente y casi sin motivo, a pronunciar, en el estudio de Basil Hallward, la plegaria insensata que había cambiado su vida? Y allí, con su jubón rojo bordado en oro, gabán enjoyado, gorguera y puños con bordes dorados, se hallaba sir Anthony Sherard, con la armadura negra y plata a los pies. ¿Qué había heredado Dorian de aquel hombre? El amante de Giovanna de Nápoles, ¿le había legado algún pecado, alguna infamia? ¿No eran sus acciones otra cosa que los sueños que los muertos no se habían atrevido a poner por obra? Allí, desde el lienzo de colores apagados, sonreía lady Elizabeth Devereux, con su capucha de gasa, peto de perlas y mangas rosas acuchilladas. Una flor en la mano derecha, y en la izquierda un collar esmaltado de rosas blancas y damasquinadas. Sobre una mesa, a su lado, descansaban una mandolina y una manzana. Y grandes rosetas sobre sus puntiagudos zapatitos.

Dorian sabía de su vida, y las extrañas historias que se contaban sobre sus amantes. ¿Había en él algo de su temperamento? Sus ojos almendrados de pesados párpados parecían mirarlo con curiosidad. ¿Y qué decir de George Willoughby, con su peluca empolvada y sus lunares extravagantes? ¡Qué perverso parecía! El rostro taciturno y moreno, y los labios sensuales en los que se dibujaba una mueca de desdén.

Delicados puños de encaje caían sobre las largas manos amarillentas demasiado cargadas de sortijas.

Había sido un pisaverde del siglo XVIII, y amigo, en su juventud, de lord Ferrars. ¿Y del segundo lord Beckenham, compañero del Príncipe Regente en sus años más locos, y uno de los testigos de su matrimonio secreto con la señora Fitzherbert? ¡Qué orgulloso y apuesto, con sus bucles de color castaño y su pose de perdonavidas! ¿Qué pasiones le había legado? El mundo le atribuyó todas las infamias.

Había dirigido sin duda las orgías de Carlton House. Pero sobre su pecho brillaba la estrella de la jarretera. Junto al suyo podía verse el retrato de su esposa, una pálida mujer vestida de negro, de labios muy finos. También aquella sangre corría por las venas de Dorian. ¡Qué curioso parecía todo! Y su madre, con el rostro a lo lady Hamilton y los labios frescos, humedecidos por el vino: Dorian sabía lo que había recibido de ella. Le había transmitido su belleza, y la pasión por la belleza de otros. Se reía de él con su holgado vestido de bacante. Había hojas de viña en sus cabellos. La copa que sostenía derramaba púrpura. Los claveles del cuadro se habían marchitado, pero los ojos seguían siendo maravillosos por su profundidad y la magia de su color. Y parecían seguirlo dondequiera que fuese.

Aber man hatte Ahnen ebenso in der Literatur wie in seinem eigenen Geschlecht, Ahne, deren Typus und Naturell einem vielleicht oft näher steht, und sie sicher einen Einfluß ausübten, von dem man sich bestimmtere Rechenschaft geben konnte. Es gab Zeiten, wo es Dorian Gray vorkam, als sei die ganze Geschichte nichts als ein Bericht seines eigenen Lebens, nicht wie er es nach Taten und Umständen geführt hatte, sondern wie seine Phantasie es für ihn geschaffen hatte, wie es in seinem Hirn und seinen Trieben gewesen war. Er hatte das Gefühl, sie alle gekannt zu haben, diese seltsamen, furchtbaren Gestalten, die über die Bühne der Welt geschritten waren und die Sünde so wunderbar und das Böse so tief und fein gemacht hatten. Es kam ihm so vor, als wäre auf geheimnisvolle Weise ihr Leben sein eigenes gewesen.

Pero también se tienen antepasados literarios, además de los de la propia estirpe, muchos de ellos quizá más próximos por la constitución y el temperamento, y con una influencia de la que se era consciente con mucha mayor claridad. Había ocasiones en que a Dorian Gray le parecía que la totalidad de la historia no era más que el relato de su propia vida, no como la había vivido en sus acciones y detalles, sino como su imaginación la había creado para él, como había existido en su cerebro y en sus pasiones. Tenía la sensación de haberlas conocido a todas, a aquellas extrañas y terribles figuras que habían atravesado el gran teatro del mundo, haciendo del pecado algo tan maravilloso y del mal algo tan sutil. Le parecía que, de algún modo misterioso, sus vidas habían sido también la suya.

Der Held des wunderbaren Romans, der auf sein Leben solchen Einfluß geübt hatte, hatte diese seltsame Phantasie auch gekannt. Im siebenten Kapitel erzählt er, wie er mit Lorbeer bekränzt, damit der Blitz ihn nicht treffen könne, als Tiberius in einem Garten zu Capri gesessen und die schändlichen Bücher von Elephantis gelesen habe, während Zwerge und Pfauen sich um ihn spreizten und der Flötenspieler den Weihrauchschwinger neckte; und wie er als Caligula mit den Stallknechten mit ihren grünen Schürzen in den Ställen gezecht und aus einem elfenbeinernen Futtertrog mit dem Pferd, das ein juwelengeschmücktes Stirnband trug, zusammen gegessen habe; und wie er als Domitian durch einen Korridor gewandelt sei, an dessen Wänden Marmorspiegel waren, in denen er mit verstörten Blicken auf den Reflex des Dolches sah, der sein Leben beenden sollte, krank an der Langenweile, dem furchtbaren taedium vitae, das die überkommt, denen das Leben nichts versagt; und wie er durch einen hellen Smaragd der blutigen Schlächterei im Zirkus zugesehn habe und dann in einer Sänfte aus Perlen und Purpur, die von silbergesprenkelten Maultieren gezogen wurde, durch eine Straße mit Granatbäumen nach einem Hause von Gold gefahren sei und gehört habe, wie die Menschen ihm zuriefen: Nero Cäsar! als er vorbeifuhr; und wie er als Heliogabal sein Gesicht mit Farben bemalt habe und mit den Frauen am Rocken gesessen und den Mond aus Karthago geholt und ihn in mystischer Ehe der Sonne vermählt habe.

El protagonista mismo de la maravillosa novela que tanto había influido en su vida tuvo aquella curiosa impresión. En el capítulo séptimo cuenta cómo, coronado de laurel para evitar ser herido por el rayo, había sido Tiberio, que leía, en un jardín de Capri, las obras escandalosas de la autora griega Elefantis, mientras enanos y pavos reales se paseaban a su alrededor, y el flautista imitaba el ir y venir del incensario; había sido Calígula, de francachela en los establos con palafreneros de casaca verde antes de cenar en un pesebre de marfil junto a un caballo con la frente cubierta de joyas; y Domiciano, vagabundo por un corredor con espejos de mármol, buscando por todas partes, con ojos enfebrecidos, el reflejo de una daga destinada a poner fin a sus días, y enfermo de ese ennui, de ese terrible taedium vitae, destino común de todos aquellos a quienes la vida no ha negado nada; más adelante, también había presenciado, a través de una transparente esmeralda, las sangrientas carnicerías del Circo para luego, en una litera de perlas y púrpura, tirada por mulas con herraduras de plata, regresar, por la calle de las Granadas, a la Casa Dorada, mientras que, a su paso, los habitantes de Roma aclamaban al César Nerón; había sido Heliogábalo, el rostro pintado de colores, que trabajaba en la rueca entre las mujeres, y que trajo de Cartago a la Luna, para dársela al Sol en matrimonio místico.

Wieder und wieder las Dorian dieses phantastische Kapitel und die beiden unmittelbar folgenden, in denen, wie in seltsamen Gobelins oder künstlerisch gearbeiteten Emaillen, die furchtbar-schönen Gestalten derer gemalt waren, die Laster und Blut und Müdigkeit zu Ungeheuern und Wahnsinnigen gemacht hatten: Filippo, der Herzog von Mailand, der sein Weib erschlug und ihre Lippen mit einem scharlachroten Gift bestrich, damit ihr Geliebter von dem Leichnam, den er im Schmerze liebkoste, den Tod küssen sollte; Pietro Barbi, der Venezianer, der als Paul der Zweite bekannt ist und der in seiner Eitelkeit den Beinamen Formosus annehmen wollte, dessen Tiara, die zweihunderttausend Gulden wert war, um den Preis einer furchtbaren Sünde gekauft worden; Gian Maria Visconti, der Hunde hatte, mit denen er auf lebende Menschen Jagd machte und dessen Leich nam nach seiner Ermordung von einer Dirne, die ihn geliebt hatte, mit Rosen bedeckt wurde; der Borgia mit seinem weißen Pferd, neben dem der Brudermord ritt, und dessen Mantel vom Blute Perottos befleckt war; Pietro Riario, der Kardinal-Erzbischof von Florenz, Kind und Liebster von Sixtus IV., dessen Schönheit nur von seiner Ausschweifung erreicht wurde, und der Leonora von Aragonien in einem Pavillon empfing, der mit weißer und karmesinroter Seide ausgeschlagen und voller Nymphen und Kentauren war, und der einen Knaben vergoldete, damit er beim Gelage als Ganymedes oder Hylas dienen konnte; Ezzelin, dessen Melancholie nur durch das Schauspiel des Todes geheilt werden konnte, und der eine Leidenschaft für rotes Blut hatte, wie andere Menschen für roten Wein – der Sohn des Satans, wie man raunte, und dazu einer, der seinen Vater im Spiel betrogen, als er mit ihm um seine Seele würfelte; Giambattista Cibo, der aus Spott den Namen Innozenz annahm und in dessen starr und stumpf gewordene Adern von einem jüdischen Arzt das Blut dreier Jünglinge gepumpt worden war; Sigismondo Malatesta, der Geliebte der Isotta und der Herr von Rimini, der in Rom im Bilde als Feind Gottes und der Menschen verbrannt wurde und der Polyssena mit einer Serviette erdrosselte und Ginevra d'Este aus einem smaragdenen Becher Gift zu trinken gab und der zu Ehren einer schändlichen Leidenschaft eine heidnische Kirche für christlichen Gottesdienst baute; Karl VI., der so wild für seines Bruders Weib erglüht war, daß ein Aussätziger ihm den Wahnsinn verkündet hatte, der über ihn kommen werde, und der, als sein Hirn krank und absonderlich geworden war, sich nur im Spiel mit sarazenischen Karten beruhigte, auf denen die Bilder von Liebe und Tod und Wahnsinn waren; und in seinem schmucken Koller und der juwelengeschmückten Mütze und den akanthusgleichen Locken Grifonetto Baglioni, der Astorre bei seiner Braut und Simonetto bei seinem Pagen erschlug und dessen Liebreiz so groß war, daß, als er sterbend in der gelben Piazza von Perugia lag, die ihn gehaßt hatten, das Einen nicht zurückhalten konnten, und Atalanta, die ihn verflucht hatte, ihn segnete.

Dorian leía una y otra vez tan fantástico capítulo, y los dos siguientes, que presentaban, como lo hacen ciertos tapices singulares o ciertos esmaltes extraños hábilmente trabajados, las formas estremecedoras y espléndidas de aquellos a quienes el Vicio y la Sangre y el Tedio convirtieron en monstruos o en locos: Filippo, duque de Milán, que asesinó a su esposa y le pintó los labios con un veneno escarlata para que su amante sorbiera la destrucción de la criatura muerta que acariciaba; Pietro Barbi, el veneciano, conocido con el nombre de Paulo II, quien, en su vanidad, quiso reclamar el título de Fermosus, y cuya y tiara, valorada en doscientos mil florines, se compró al precio de un pecado abominable; Gian Maria Visconti, que utilizaba sabuesos para cazar hombres, y cuyo cuerpo, al morir asesinado, cubrió de rosas una hetaira que lo había amado; el Borgia sobre su corcel blanco, y el Fratricida cabalgando a su lado, con el manto manchado por la sangre de Perotto; Pietro Riario, el joven cardenal arzobispo de Florencia, hijo y favorito de Sixto IV, de belleza sólo igualada por su libertinaje, que recibió a Leonor de Aragón en un pabellón de seda blanca y carmesí, lleno de ninfas y de centauros, y que recubrió a un jovencito de panes de oro para que hiciera las veces, con motivo de la fiesta, de Ganímedes o de Hilas; Ezzelino, cuya melancolía sólo se curaba con el espectáculo de la muerte y que sentía pasión por la sangre, como otros hombres la tienen por el vino tinto; hijo del Maligno, se decía, que había hecho trampas a su infernal padre cuando se jugaba el alma a los dados; Giambattista Cibo, que, por burla, tomó el nombre de Inocente, y en cuyas venas aletargadas un doctor judío inyectó la sangre de tres jóvenes; Segismundo Malatesta, el amante de Isotta y señor de Rímini, cuya efigie fue quemada en Roma como enemigo de Dios y de los hombres, que estranguló a Polyssena con una servilleta, dio a Ginebra de este veneno en una copa de esmeralda y, queriendo honrar una pasión vergonzosa, construyó una iglesia pagana para el culto cristiano; Carlos VI, tan terriblemente enamorado de la esposa de su hermano que un leproso le advirtió de la locura que se le avecinaba y que, cuando su cerebro enfermó y empezó a desvariar, sólo era posible calmarlo con naipes sarracenos, ilustrados con imágenes del Amor, de la Muerte y de la Locura; y, con su elegante jubón, gorro enjoyado y rizos como hojas de acanto, Grifonetto Baglioni, que dio muerte a Astorre junto con su prometida, y Simonetto con su paje, cuyo atractivo era tal que, mientras agonizaba, tendido en la plaza amarilla de Perusa, quienes lo habían odiado se sintieron conmovidos hasta las lágrimas, y a quien Atalanta, que lo había maldecido, lo bendijo.

Ein grauenvoller Zauber ging von ihnen allen aus. Er sah sie bei Nacht, und sie verwirrten seine Gedanken zu seltsamen Phantasien am Tag. Die Renaissance kannte seltsame Methoden der Vergiftung – Vergiftung durch einen Helm und eine angezündete Fackel, durch einen bestickten Handschuh und einen mit Steinen besetzten Fächer, durch eine vergoldete Ambrakugel und eine Bernsteinkette: Dorian Gray war durch ein Buch vergiftet worden. Es gab Augenblicke, wo er das Böse lediglich als eine Möglichkeit ansah, durch die er seine Idee des Schönen verwirklichen konnte.

Todos despertaban en Dorian una horrible fascinación. Los veía de noche y le perturbaban durante el día. El Renacimiento conoció extrañas maneras de envenenar: por medio de un casco y una antorcha encendida; de un guante bordado y un abanico enjoyado; de una almohadilla perfumada y un collar de ámbar. A Dorian Gray lo había envenenado un libro. En determinados momentos veía el mal únicamente como un medio que le permitía poner por obra su concepción de lo bello.