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Coronavirus-Newsblog für Bayern:Söder: Tourismus in Bayern ab 21. Mai wieder möglich

Kabinettssitzung Bayern

Markus Söder und seine Fototapete sind bereit für die Videoschalte mit dem Kabinett. Das Thema? Mögliche weitere Lockerungen.

(Foto: dpa)
  • Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein.
  • Bereits von diesem Donnerstag an sollen vollständig gegen Covid-19 geimpfte Menschen mit negativ Getesteten gleichgestellt werden.
  • Grundschulen sollen von Montag an bis zu einer Inzidenz von 165 öffnen dürfen. An den weiterführenden Schulen bleibt es bis zu den Pfingstferien beim bisherigen strikteren Grenzwert.
  • Für Kultureinrichtungen und Außengastronomie gibt es Lockerungen, sofern die Inzidenz vor Ort unter einem Wert von 100 liegt.
  • Hier finden Sie Informationen zur Corona-Impfung in Bayern und einen Überblick über die aktuell gültigen Corona-Regeln. Hier finden Sie eine Karte mit den Infektionszahlen in den Landkreisen und Städten, am Dienstag liegt die Inzidenz in Bayern bei 140.

Lockerungen für Hundeschulen und körpernahe Dienstleistungen

Dienstag, 4. Mai, 13.15 Uhr: Das bayerische Kabinett hat in seiner Sitzung auch Lockerungen im Bereich der körpernahen Dienstleistungen beschlossen. Bislang durften nur Friseure und Fußpfleger öffnen, ab einer Inzidenz von 100 mussten Kundinnen und Kunden einen negativen Corona-Test vorlegen. Vom 10. Mai an sollen alle bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungen in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 unter den bereits heute für Friseure und Fußpfleger geltenden Bedingungen wieder zugelassen werden. Die bisherigen Auflagen etwa zu Mindestabstand und Maskenpflicht bleiben bestehen. Hundeschulen werden ebenfalls ab dem 10. Mai in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 165 wieder zugelassen.

Bayern hilft Indien mit 100 Corona-Beatmungsgeräten

Dienstag, 4. Mai, 13.05 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Krise liefert Bayern 100 Beatmungsgeräte im Wert von drei Millionen Euro nach Indien. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Mit der unentgeltlichen Abgabe der Beatmungsgeräte helfe der Freistaat seiner Partnerregion Karnataka, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Geräte würden in Bayern nicht benötigt. In Indien ist die Corona-Situation derzeit außerordentlich schwierig. Vielerorts fehlen medizinische Ausrüstungen und auch dringend benötigter Sauerstoff. Bayern und Indien verbinde traditionell eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit, die auch mit einem breiten kulturellen Austausch verbunden ist.

Söder: Tourismus in Bayern ab 21. Mai wieder möglich

Dienstag, 4. Mai, 12.54 Uhr: Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.

Mögliche Erleichterungen für Gastronomen und Kultureinrichtungen

Dienstag, 4. Mai, 12.51 Uhr: Bayern legt eine neue Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auf, die von Montag, 9. Mai, an gelten und vier Wochen in Kraft bleiben soll, bis zum 6. Juni. So lange soll die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr gelten - und zwar ohne die Erleichterung, die in der Bundesnotbremse festgeschrieben ist, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Erst nach den vier Wochen soll geprüft werden, ob dann beispielsweise Joggen bis Mitternacht erlaubt bleiben soll.

Bis dahin soll es aber einige Lockerungen geben: Bereits ab dem 6. Mai hebt Bayern für vollständig Geimpfte die Ausgangssperre und die Kontaktbeschränkungen auf, teilte Söder mit.

Für Gastronomen soll es Öffnungsmöglichkeiten in den Außenbereichen geben, sofern die Inzidenz vor Ort unter dem Wert von 100 liegt. Die Außengastronomie muss dann um 22 Uhr schließen. Es gelten dabei bereits bekannte Auflagen wie Hygienekonzepte, Masken- und Testpflicht sowie die Notwendigkeit einer Terminbuchung. Bei einer stabilen und sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz könnten die Landkreise und kreisfreien Städte einen entsprechenden Antrag beim Gesundheitsministerium stellen, sagte Söder. Im Kabinettsbeschluss heißt es dazu weiter, das Ministerium werde gebeten, "das hierfür nötige Einvernehmen zu erteilen". Auch für Kultureinrichtungen wie Theater und Kinos sowie Musiker soll es bei einem Wert unter 100 neue Richtlinien geben.

Welche Regeln das im Detail sind, wird in der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegt, es ist bereits die zwölfte seit Beginn der Pandemie. Die Verordnung muss nach dem Kabinettsbeschluss erst noch erstellt werden.

Neuer Corona-Grenzwert für weiterführende Schulen im Juni

Dienstag, 4. Mai, 12.28 Uhr: An den weiterführenden Schulen in Bayern bleibt es bis zu den Pfingstferien beim bisherigen strikteren Grenzwert für Distanzunterricht. Grundschulen dürfen ab nächsten Montag bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 Wechselunterricht in allen Klassen anbieten. An weiterführenden Schulen bleibt es dagegen zunächst beim bisherigen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Erst nach den Pfingstferien - ab dem 7. Juni - soll auch dort der Grenzwert 165 gelten, wie in der Bundes-Notbremse vorgesehen. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen.

Ausnahmen gelten weiterhin unter anderem für Abschlussklassen und Viertklässler, die auch bei höheren Zahlen Wechselunterricht haben. Die CSU hatte ursprünglich an allen Schularten den Grenzwert 100 für die Umstellung von Wechsel- auf Distanzunterricht beibehalten wollen. Am Montag war Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dann schon zum Teil auf die Linie der Freien Wähler eingeschwenkt, die den Grenzwert 165 wie in der Bundes-Notbremse für alle Schularten gefordert hatten. Am Ende zurrten CSU und Freie Wähler den jetzigen Kompromiss fest.

Corona-Regierungserklärung verdrängt Agrarpolitik

Dienstag, 4. Mai, 11.15 Uhr: Planänderung im Landtag an diesem Mittwoch: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will in einer Regierungserklärung die neuesten Corona-Beschlüsse des Kabinetts erläutern, anschließend soll darüber abgestimmt werden. Das teilte das Landtagsamt am Dienstag auf Anfrage mit. Dafür muss Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) weichen: Ihre eigentlich geplante Regierungserklärung zur Agrarpolitik wird verschoben.

Kabinett will nächste Corona-Lockerungen beschließen

Dienstag, 4. Mai, 11.10 Uhr: Wegen stabiler und teilweise wieder rückläufiger Corona-Zahlen will das bayerische Kabinett am Dienstag über die nächsten Öffnungsschritte beraten und entscheiden. Konkret geht es insbesondere um die Schulen, aber auch um Außengastronomie, Kinos, Theater und Ferienunterkünfte.

Einige zentrale Punkte hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag angekündigt: Grundschulen in Bayern dürfen ab nächster Woche auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen - nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165. Unklar war aber noch, wie es an weiterführenden Schulen weitergeht: Söder kündigte an, hier bis auf Weiteres beim bisherigen Grenzwert 100 für Distanzunterricht bleiben zu wollen. Die Freien Wähler forderten dagegen auch hier den Grenzwert 165, wie in der neuen Bundes-Notbremse vorgesehen.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

Die in Aussicht gestellten Öffnungsmöglichkeiten etwa für die Außengastronomie, für Theater und Kinos sind keine neue Erfindung. Darauf hatten sich Bund und Länder als möglichen weiteren Öffnungsschritt schon Anfang März verständigt. Und auch in der bayerischen Corona-Verordnung sind die Öffnungsmöglichkeiten schon enthalten - unter der zusätzlichen Voraussetzung, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens "stabil oder rückläufig" erscheint. Weil dies vor einigen Wochen noch nicht der Fall war, hatte das Kabinett solche neuen Lockerungen aber auf Eis gelegt.

Corona-Impfangebote für alle bayerischen Lehrer im Präsenzunterricht

Dienstag, 4. Mai, 8.55 Uhr: Ab sofort können auch alle Lehrer an den weiterführenden und den beruflichen Schulen in Bayern auf eine zeitnahe Corona-Schutzimpfung hoffen. "Wir können jetzt allen Lehrerinnen und Lehrern in Bayern, die im Präsenzunterricht im Einsatz für die Bildung sind, ein Impfangebot machen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Bislang hatten nur die Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung. Das Angebot richte sich explizit primär an die Lehrkräfte, die regelmäßig in Präsenz unterrichteten, in der Notbetreuung tätig seien oder bei den Abschlussprüfungen beispielsweise als Aufsicht in der Schule eingesetzt würden, teilte das Kultusministerium mit.

Die Schulleitungen würden den betreffenden Lehrern eine entsprechende Bestätigung zum Nachweis der vorrangigen Impfberechtigung für das Impfzentrum ausstellen. "Mit den neuen Impfangeboten für die Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen machen wir jetzt einen weiteren wichtigen Schritt für mehr Sicherheit", betonte Piazolo.

Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer-und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, sagte, die Entscheidung sei nicht nur ein wichtiges Signal, sondern zwingend notwendig. "Jede Lehrerin und jeder Lehrer, der seinen Fuß in die Schule setzen soll, braucht ein Impfangebot", habe der BLLV gefordert - dies sei nun erfüllt.

Inzidenzwert sinkt in Bayern auf 140,0

Dienstag, 4. Mai, 7.02 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat sinkt kontinuierlich. Am Dienstag liegt sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 140,0, am Montag betrug sie noch 145,4. Inzwischen weisen 19 Landkreise und kreisfreie Städte einen Wert von weniger als 100 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen aus. Damit gelten sie nicht mehr als Hotspots. Ebenfalls 19 Landkreise und kreisfreie Städte liegen über dem Wert von 200, Spitzenreiter bleibt Schweinfurt mit 331,3. Die fränkische Stadt ist die einzige mit einem Wert über 300.

Erweiterte Möglichkeit zum Blumenverkauf am Muttertag

Montag, 3. Mai, 18:01 Uhr: Zum Muttertag wird es eine erweiterte Möglichkeit zum Blumenverkauf geben. "Der Muttertag soll gerade auch während der Corona-Pandemie Anlass für ein ganz besonderes Dankeschön an die Mütter sein", sagte Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU) am Montag. "Mütter sind 365 Tage im Jahr oft rund um die Uhr im Dienst für die Familie. Ihr Beitrag für unser Gemeinwesen kann nicht genug wertgeschätzt werden."

Für den Muttertag am 9. Mai werde in Bayern auch dieses Jahr die erweiterte Öffnung von Blumenläden durch eine Allgemeinverfügung des Arbeitsministeriums ermöglicht. Von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr könnten am Sonntag Floristikgeschäfte zum Verkauf beziehungsweise zur Abholung von Blumen öffnen - unter Beachtung der infektionsschutzrechtlichen Vorgaben. Eine Allgemeinverfügung zur entsprechenden Lockerung des Ladenschlussgesetzes habe das Arbeitsministerium verfasst.

Sterbefallzahlen liegen nicht mehr über den Vergleichswerten

Montag, 3. Mai, 17.15 Uhr: Im Februar und März 2021 sind trotz der Pandemie in Bayern keine erhöhten Sterbefallzahlen mehr registriert worden. Wie das Innenministerium in München am Montag berichtete, sei nach den vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik die Gesamtzahl der Sterbefälle sogar um rund vier Prozent im Februar und um acht Prozent im März gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2019 gesunken.

Minister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, dass sich dieser Trend möglicherweise fortsetze. "Jedenfalls sind bislang auch für April keine negativen Entwicklungen erkennbar." Von November 2020 bis Januar 2021 hatte das Landesamt hingegen noch deutlich erhöhte Sterbefallzahlen gemeldet. Diese Monate lagen zwischen 12 und 36 Prozent über dem entsprechenden Durchschnittswert 2016-2019.

Corona-Impfangebote für alle bayerischen Lehrer im Präsenzunterricht

Montag, 3. Mai, 16.45 Uhr: Ab sofort können auch alle Lehrer an den weiterführenden und den beruflichen Schulen in Bayern auf eine zeitnahe Corona-Schutzimpfung hoffen. "Wir können jetzt allen Lehrerinnen und Lehrern in Bayern, die im Präsenzunterricht im Einsatz für die Bildung sind, ein Impfangebot machen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München. Bislang hatten nur die Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung.

Das Angebot richte sich explizit primär an die Lehrkräfte, die regelmäßig in Präsenz unterrichteten, in der Notbetreuung tätig seien oder bei den Abschlussprüfungen beispielsweise als Aufsicht in der Schule eingesetzt würden, teilte das Kultusministerium mit. Die Schulleitungen würden den betreffenden Lehrern eine entsprechende Bestätigung zum Nachweis der vorrangigen Impfberechtigung für das Impfzentrum ausstellen. "Mit den neuen Impfangeboten für die Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen machen wir jetzt einen weiteren wichtigen Schritt für mehr Sicherheit", sagte Piazolo.

Wegen Corona 2021 keine großen Volksfeste in Bayern

Montag, 3. Mai, 15.35 Uhr: Wie das Oktoberfest werden dem Vernehmen nach wegen der Corona-Krise in diesem Jahr auch andere große Volksfeste in Bayern abgesagt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus einer internen Sitzung zur weiteren Planung für die Volksfeste, an der neben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auch die Stadtoberhäupter von Abensberg, Straubing, Augsburg, Nürnberg, Bamberg, Rosenheim, Würzburg und Regensburg teilnahmen.

Betroffen von den Absagen wären das Gillamoos-Volksfest in Abensberg und das Herbstfest in Rosenheim. Nach dpa-Informationen sollen aber kleine innovative Lösungen je nach Inzidenz in der Stadt an verschiedenen Plätzen möglich sein.

Corona-Proteste steigern Antisemitismus-Vorfälle

Montag, 03. Mai, 14.45 Uhr: Ob an einer staatlichen Uni oder bei zahlreichen Demos von Corona-Leugnern: Antisemitismus ist im vergangenen Jahr in Bayern durch die Pandemie noch deutlicher in den Vordergrund getreten. Wie aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) hervorgeht, hat eine "auffällig" hohe Zahl von antisemitischen Vorfällen im Freistaat einen Bezug zur Pandemie.

Der Jahresbericht bestätigt damit Beobachtungen, die RIAS und andere Stellen bereits in den vergangenen Monaten gemacht haben. Fast jeder zweite registrierte Vorfall hat laut RIAS einen Bezug zu Corona. Als Beispiel nannte die Dokumentationsstelle eine Demonstration in Augsburg im Juli, bei der eine Frau ein T-Shirt mit der Aufschrift: "End(er-)lösung: Impfstoff" getragen und damit den Terror der Nazis mit der Impfkampagne verglichen habe.

In einem anderen Fall sei ein Aushang über die Corona-Schutzmaßnahmen an der Universität Bayreuth mit den Worten "Jew World Order" (Jüdische Weltordnung) beschmiert worden. Solche Verschwörungstheorien seien besonders besorgniserregend, betonte RIAS-Leiterin Annette Seidel-Arpacı. "Antisemitismus ist als verbindendes Element der verschwörungsideologischen Szene zu betrachten, in der sich Menschen aller politischen Couleur zusammenfinden."

Insgesamt dokumentiert die Stelle in dem Jahresbericht 239 antisemitische Vorfälle im Jahr 2020 im Freistaat. Das seien etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Insbesondere wegen der Coronaproteste hätten sich etwa 100 Fälle auf der Straße ereignet, erläuterte Seidel-Arpacı.

Kita-Kinder bevorzugen Spuck-Corona-Test

Montag, 03. Mai, 14.05 Uhr: Kindergartenkinder ziehen bei der Untersuchung auf eine Coronavirus-Infektion Spucktests einem Nasenabstrich vor. Das haben Forscher bei einer halbjährigen Studie in neun Kindertagesstätten in Würzburg unter anderem herausgefunden, wie sie am Montag auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilten. Regelmäßige Tests von Kindern und Betreuern ohne Symptome seien zudem effizienter, um einen Corona-Ausbruch zu verhindern, als die alleinige Untersuchung von Menschen mit Symptomen, berichten die Forscher weiter.

Diese Methode sei weniger gut dazu geeignet, Infektionsketten in Kitas zu unterbrechen, da der Nachweis zu spät erfolge, um die Weiterverbreitung rechtzeitig aufzuhalten, sagte der Mikrobiologe Oliver Kurzai von der Universität Würzburg. Etwa 1000 Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren und deren Betreuer waren zwischen Oktober 2020 und März 2021 regelmäßig auf eine Infektion getestet worden. Ziel: die Methode zu finden, mit der Kinder und Beschäftigte regelmäßig, unkompliziert und sicher untersucht werden können.

Für die Mundspülwasser-Methode mussten die Kinder zu Hause zweimal in der Woche einen Esslöffel Leitungswasser im Mund verteilen und in ein Röhrchen spucken. Ein Labor untersuchte die Proben. Dieser Spucktest, den bis zu 75 Prozent bevorzugten, ist allerdings erst für Kinder ab einem Alter von zwei Jahren geeignet. Er war den Wissenschaftlern zufolge akzeptierter als ein Nasenabstrich. Auch stellten die Forscher fest, dass im untersuchten Zeitraum die in den Kitas betreuten Kleinkinder keine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten. Häufiger als die Kinder hätten sich Erzieherinnen und Erzieher mit Sars-CoV-2 infiziert.

Söder: Genesene und zweifach Geimpfte gleichstellen

Montag, 3. Mai, 13.11 Uhr: Die Corona-Fallzahlen im Freistaat sinken weiterhin. "Die Tendenz ist sehr stabil", sagte CSU-Chef Markus Söder nach einer Vorstandssitzung seiner Partei am Montag. "Die dritte Welle - wenn keine Mutation käme - ist in einer stabilen Struktur." Deshalb hat der Ministerpräsident angekündigt, Genesene und vollständig Geimpfte gleichzustellen.

"Die Grundrechte sind ein Normalzustand, sie müssen verstärkt werden", sagte Söder. Deshalb sollten Genesene und zweifach Geimpfte nicht nur von der Testpflicht und den Quarantäneregeln befreit werden. Sie sollen außerdem von Kontaktbeschränkungen ausgenommen werden und auch die Ausgangssperre soll nicht mehr für sie gelten. Er werde diese Änderungen dem Kabinett vorschlagen, sagte Söder. Maskenpflicht und andere Hygieneregeln blieben aber auch für sie in Kraft.

Söder stellt weitere Lockerungen etwa bei Außengastronomie in Aussicht

Montag, 3. Mai, 13.02 Uhr: Nach der Sitzung des CSU-Vorstandes stellte Parteichef und Ministerpräsident Markus Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht. Voraussetzung ist, dass die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Details zur Ausgestaltung der Regelung nannte Söder aber zunächst nicht. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

Damit würden die Regelungen in Bayern jenen auf Bundesebene angeglichen: Darauf hatten sich Bund und Länder als möglichen weiteren Öffnungsschritt nämlich schon Anfang März verständigt. Und auch in der bayerischen Corona-Verordnung sind die Öffnungsmöglichkeiten schon enthalten - unter der zusätzlichen Voraussetzung, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens "stabil oder rückläufig" erscheint. Weil dies vor einigen Wochen noch nicht der Fall war, hatte das Kabinett solche neuen Lockerungen aber auf Eis gelegt.

Söder und Reiter geben Ausblick auf Oktoberfest und andere Volksfeste

Montag, 3. Mai, 12.15 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen am heutigen Montag (15.15 Uhr) über das diesjährige Oktoberfest und die Volksfest-Saison in Bayern informieren. Es gehe um einen "Ausblick" auf die Saison, teilte die Staatskanzlei am Mittag mit. Beide Politiker hatten sich zuletzt skeptisch darüber geäußert, ob das Oktoberfest 2021 angesichts der Corona-Lage stattfinden kann. Das Oktoberfest sei nicht nur ein bayerisches Fest, sondern ein globales Event, sagte Söder kürzlich. 2020 war das größte Volksfest der Welt wegen der Pandemie abgesagt worden. Die Wiesn 2021 ist vom 18. September bis zum 3. Oktober geplant. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zur Wiesn nach München.

Söder kündigt Öffnung von Grundschulen bis Inzidenz 165 an

Montag, 3. Mai, 11.45 Uhr: Grundschulen in Bayern dürfen von kommenden Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen - wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen - und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100. Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands.

Für die weiterführenden Schulen hält Bayern weiterhin an seinen eigenen strengeren Inzidenzregeln fest. Sie bleiben bei einer Inzidenz von mehr als 100 geschlossen.

Münchner Wirte laden erneut zu "Wirtshaus-Wiesn"

Montag, 3. Mai, 9.40 Uhr: Auch wenn die Entscheidung über das diesjährige Oktoberfest noch nicht gefallen ist, wird es in München wieder eine "Wirtshaus-Wiesn" geben. Vom 18. September bis 3. Oktober - die Zeit in der das Oktoberfest stattfinden soll - wollen mehr als 50 Münchner Wirte ihre Gaststätten wie schon im Vorjahr im Oktoberstil schmücken und Wiesn-Schmankerl anbieten. Das teilten Innenstadtwirte und Wiesnwirte am Sonntag mit.

Die Aktion sei im Vorjahr ein Erfolg gewesen, so dass sie dieses Jahr unabhängig vom Oktoberfest wiederholt werden solle. "Die Menschen freuten sich über unsere Wiesn-mäßig geschmückten Gasthäuser und die typischen Oktoberfest-Schmankerl", sagt Peter Inselkammer, Sprecher der Wiesnwirte. Überall in der Stadt seien Menschen in Tracht unterwegs gewesen.

Es gebe ausgefeilte Hygienekonzepte, betonte Gregor Lemke, Sprecher des Vereins der Münchner Innenstadtwirte. Die Wirte wollten mit der Aktion Wiesn-Flair in die ganze Stadt bringen. Die Entscheidung darüber, ob das Oktoberfest trotz der Corona-Pandemie stattfinden kann, ist noch nicht gefallen. Als wahrscheinlich gilt eine neuerliche Absage, da viele andere Volksfeste bereits gestrichen wurden.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Montag, 3. Mai, 6.54 Uhr: In Bayern stecken sich weniger Menschen mit Covid-19 an. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Montag bei 145,4. Vor einer Woche hatte sie noch bei 179,0 gelegen. 17 Landkreise und kreisfreie Städte weisen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts einen Wert von weniger als 100 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen aus und gehören damit nicht mehr zu den Hotspots in Bayern. Die Stadt Schweinfurt (308,8) ist zu Wochenbeginn der einzige Ort mit einer Inzidenz über 300.

Holetschek fordert mehr Augenmerk auf Long Covid

Sonntag, 2. Mai, 12.44 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat zu mehr Engagement im Kampf gegen die Langzeitfolgen von Covid-Erkrankungen aufgefordert. Die Behandlungen würden das Gesundheitssystem über die eigentliche Pandemie hinaus beschäftigen, sagte Holetschek am Sonntag. "Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um auch über die akute Pandemie hinaus gerüstet zu sein. Denn wir dürfen die Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung nicht unterschätzen", betonte der Minister.

In einigen Monaten werde ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürger geimpft sein und die Infektionszahlen dürften spürbar sinken. Dennoch müsse Patienten mit dem Post-Covid-Syndrom eine adäquate Behandlung angeboten werden. Bund und Länder seien gleichermaßen gefordert.

Die bayerischen Universitätskliniken in München, Erlangen-Nürnberg, Würzburg und Regensburg hätten bereits Post-Covid-Ambulanzen eingerichtet. Die Uniklinik Augsburg baue eine solche gerade auf. Als nächsten Schritt müsse das System in der Fläche ausgeweitet werden. Auch die Reha-Einrichtungen in Bayern müssten einbezogen werden.

Als "Post-Covid-Syndrom" oder "Long Covid" werden langanhaltende Krankheitssymptome bezeichnet, die nach einer akuten Covid-19-Erkrankung auftreten. Experten berichten zunehmend von Betroffenen, die oft zuvor nur einen milden Krankheitsverlauf hatten.

Verstöße gegen Corona-Auflagen bei Autokorso in Hof

Sonntag, 2. Mai, 12.05 Uhr: Bei einem Autokorso in Hof am 1. Mai ist es nach Polizeiangaben zu zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen. Es wurden ein Strafverfahren gegen den Versammlungsleiter sowie zahlreiche Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Teilnehmer eingeleitet, wie die Beamten am Samstagabend mitteilten.

Demnach hatten sich 35 Fahrzeuge mit rund 60 Teilnehmern zunächst an der Uferstraße in Hof versammelt. Bereits hier sei es zu ersten Auflagenverstößen gekommen, weil Teilnehmer immer wieder ausstiegen und Grüppchen bildeten, ohne einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, teilte die Polizei mit. Als sich der Korso in Bewegung gesetzt hatte, seien während der Fahrt immer wieder "unzulässige Kundgebungsmittel" benutzt worden - wie ein Megafon. Zudem sei massiv gehupt worden.

Der Versammlungsleiter sei trotz mehrfacher Aufforderung durch die Polizei seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen, so die Beamten. Er müsse sich nun in einem Strafverfahren nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz verantworten.

Herrmann ruft alle Asylbewerber zu Corona-Impfung auf

Sonntag, 2. Mai, 7.19 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat auch Menschen mit Migrationshintergrund und konkret auch alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. "Derzeit häufen sich die Meldungen, dass insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund einer Corona-Impfung immer noch skeptisch gegenüber stehen", sagte Herrmann.

Zum einen beruhe der Vorbehalt wohl einerseits auf Sprachbarrieren, andererseits seien auch absurde Gerüchte und Verschwörungstheorien im Umlauf. "Diese sind grober Unfug und schüren lediglich unberechtigt Ängste", sagte Herrmann. "So gibt es weder Belege für die Behauptung, dass die Impfungen zur Unfruchtbarkeit führen, noch hat eine Impfung Auswirkungen auf den Aufenthaltsstatus."

Herrmann betonte: "Ich appelliere daher nachdrücklich an alle unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund zum Schutz Ihrer Gesundheit und der Gesundheit von uns allen: Nehmen Sie das Impfangebot wahr und lassen Sie sich impfen." Und er rufe dazu auch ausdrücklich alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber auf, fügte der Minister hinzu. Ausländer-, Migrations- und Integrationsbeiräte sowie Migrantenorganisationen rief er auf, die Menschen weiter ausführlich zu beraten und zu informieren. "Wir können das Coronavirus nur gemeinsam besiegen."

© SZ.de/infu/fpol/fema
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