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Ein Kapitän von 15 Jahren.  Jules Verne
Kapitel 16. Ein Mgannga
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Mrs. Weldon empfand die lebhafteste Unruhe, als sie an jenem Tage, dem 17. Juni, Vetter Benedict zur gewohnten Stunde nicht wiedererscheinen sah. Sie vermochte sich gar nicht vorzustellen, was aus ihrem großen Kinde geworden sei. Daß es ihm gelungen sein könnte, aus der mit einer unübersteigbaren Palissade umzäunten Factorei zu entweichen, kam ihr natürlich gar nicht in den Sinn. Uebrigens kannte Mrs. Weldon den Vetter ja gar zu gut. Hätte man diesem Originale eine Gelegenheit zur Flucht geboten, aber zur Flucht unter Zurücklassung seiner Blechkapsel und der Sammlung afrikanischer Insecten, er würde sie ohne Zögern abgelehnt haben. Die Blechkapsel nun stand unversehrt in der Hütte, mit dem ganzen Inhalt, den der Gelehrte seit seinem Betreten dieses Continents zusammengetragen hatte. Die Annahme, daß er sich freiwillig von seinen entomologischen Schätzen getrennt habe, erschien aber ganz unhaltbar.

Und doch, in Jose-Antonio Alvez' Etablissement befand sich Vetter Benedict nicht mehr.

Vergebens, doch unermüdlich suchte ihn Mrs. Weldon den ganzen Tag über. Der kleine Jack und die Sklavin Halima unterstützten sie dabei. Alles um sonst!

Mrs. Weldon kam in Folge dessen nothwendiger Weise zu der wenig erfreulichen Schlußfolgerung, daß der Gefangene auf Befehl des Sklavenhändlers und aus ihr gänzlich unbekannten Gründen abgeführt worden sei.

Aber was hatte Alvez dann mit ihm vor? Hatte er ihn nur abgesondert in einer der Baracken am großen Marktplatze eingesperrt? Warum diese Entführung erst nach dem Abkommen zwischen Mrs. Weldon und Negoro, nach welchem auch Vetter Benedict zur Zahl derjenigen Gefangenen gehörte, die nach Mossamedes gebracht werden sollten, um dort gegen Erlegung des Lösegeldes an James W. Weldon ausgeliefert zu werden?

Hätte Mrs. Weldon Zeugin des aufbrausenden Zornes des Händlers sein können, als dieser von dem Verschwinden des Gefangenen erfuhr, so hätte sie sich wohl sagen müssen, daß dessen Entweichung ganz gegen Jenes Willen stattgefunden habe. War Vetter Benedict aber freiwillig entflohen, warum hatte er nicht wenigstens sie in sein Geheimniß eingeweiht?

Die Nachforschungen Alvez' und seiner Diener, welche mit größter Sorgfalt betrieben wurden, führten zur Entdeckung des Maulwurfsbaues, der die Factorei mit dem benachbarten Walde in Verbindung setzte. Dem Sklavenhändler wurde es sofort klar, daß der »Mückenjäger« nur durch diese enge Oeffnung entflohen sein könne. Sein Zorn loderte hierüber um so heller auf, da er sich sagte, daß diese Flucht nun auf seine Rechnung kommen und den ihm zufallenden Gewinnantheil bei dem Geschäfte wesentlich kürzen würde.

»Viel Werth hatte er ja nicht, der Schwachkopf, dachte er, und mir wird man ihn doch theuer bezahlen lassen. O, wenn er wieder in meine Hände fiele!...«

Trotz aller Nachforschungen im Innern der Factorei aber und trotz der sorgfältigsten, weithin ausgedehnten Absuchung des Gehölzes zeigte sich nirgends nur eine Spur des Flüchtlings. Mrs. Weldon mußte sich in den Verlust ihres Vetters fügen und Alvez konnte um seinen Gefangenen Trauer anlegen Da gar nicht anzunehmen war, daß dieser Verbindungen mit außerhalb angeknüpft haben könne, so lag es auf der Hand, daß nur der Zufall ihn auf die Entdeckung jenes Maulwurfsbaues geführt, und daß er die Flucht ergriffen habe, ohne an Die zu denken, welche er ohne Anstand zurückließ, so als ob sie gar nicht vorhanden wären.

Mrs. Weldon sah sich wohl zu dieser Annahme genöthigt, und doch dachte sie gar nicht daran, dem armen Manne zu zürnen, der, wie ihr bekannt, oft handelte, ohne sich davon Rechenschaft zu geben.

»Der Unglückliche! Was wird aus ihm geworden sein?« fragte sie sich voll Theilnahme.

Selbstverständlich wurde der Maulwurfsbau noch an dem nämlichen Tage fest und sorgsam zugefüllt und die Ueberwachung innerhalb und außerhalb der Factorei mit doppelter Strenge geregelt.

Für Mrs. Weldon und ihr Kind begann wieder das frühere, eintönige Leben.

Inzwischen trat ein, zu dieser Jahreszeit im Lande sehr ungewöhnliches klimatisches Ereigniß ein. Mit dem 19. Juni begannen sehr anhaltende Regengüsse, obwohl die Periode der Masika, welche mit dem April endigt, schon vorüber war. Der ganze Himmel schien sich geöffnet zu haben und fortwährende Platzregen überschwemmten das Gebiet von Kazonnde.

Was aber für Mrs. Weldon, die auf ihre kleinen Spaziergänge innerhalb der Factorei verzichten mußte, nur eine Unannehmlichkeit darstellte, wurde zum öffentlichen allgemeinen Unglück für die Landesbewohner. Alle von der reisen Ernte bestandenen Niederungen lagen völlig unter Wasser. Die Einwohner der Provinz, denen es plötzlich an Nahrung mangelte, litten bald unter dem bittersten Nothstande; die sonst in dieser Jahreszeit vorzunehmenden Arbeiten konnten nicht ausgeführt werden, und weder die Königin Moina noch ihre Minister wußten, was sie dieser Katastrophe gegenüber beginnen sollten.

Man nahm seine Zuflucht zu den Magikern, doch nicht zu denen, deren Geschäft darin besteht, durch ihre Beschwörungen und Zaubereien Kranke zu heilen oder den Eingebornen die Zukunft vorherzusagen. Es handelte sich ja um ein allgemeines Unglück, und deshalb wurden die besten »Mganugas«, welche die Macht besitzen sollen, die Regen hervorzurufen oder aufhören zu lassen, gebeten, die Gefahr zu beschwören.

Dabei ging freilich ihr Latein zu Ende. Mochten sie nun ihre langen, eintönigen Gesänge anstimmen, ihre Schellen oder Glöckchen schwingen, ihre kostbarsten Amulette hervorholen, darunter vorzüglich ein mit Rindenstückchen und Kuhmist gefülltes Horn, dessen Spitze wieder in drei kleine Hörner ausläuft, mochten sie die geweihten Kügelchen aus Kuhmist auswerfen oder den höchsten Personen am Hofe in's Gesicht speien – es gelang ihnen doch nicht, die bösen Geister zu vertreiben, welche die Bildung der Wolken regieren.

Die Nothlage verschlimmerte sich mehr und mehr, als die Königin Moina auf den Gedanken kam, einen berühmten Mganuga herbeizurufen, der sich damals im Norden von Angola aufhielt. Es war das ein Hexenmeister ersten Ranges, dessen Kenntnisse umsomehr bewundert wurden, als man sie in dieser Gegend, welche er noch niemals besuchte, eben noch nicht erprobt hatte. Ueberall war jedoch von seinen Erfolgen rücksichtlich der Masikas die Rede.

Am Morgen des 25. Juni verkündete der neue Mganuga durch helles Schellengeläute geräuschvoll seinen Einzug in Kazonnde.

Der Zauberer begab sich geraden Weges nach der Tchitoka, wo ihm sofort eine Menge Eingeborner entgegenströmte. Der Himmel sah etwas weniger regnerisch aus, der Wind zeigte Neigung, umzuschlagen, und diese mit dem Eintreffen des Mganuga zusammenfallenden Vorzeichen der Wiederaufhellung erweckten für jenen eine höchst günstige Stimmung.

Im Ganzen war es ein prächtiger Mann, ein Schwarzer von reinstem Wasser. Er maß mindestens 6 Fuß und mußte gewaltige Körperkraft besitzen Diese Vorzüge imponirten der Menge schon allein.

Gewöhnlich vereinigen sich die Zauberer zu Gruppen von drei bis fünf Mann, wenn sie durch die Dörfer ziehen, und eine gewisse Anzahl Genossen und Helfershelfer bilden ihre Begleitung. Dieser Mganuga erschien allein. Seine ganze Brust war mittelst Pfeifenthon weiß gestreift. Den unteren Theil seines Körpers verhüllte ein weiter Bastrock, dessen »Schleppe« mit der einer eleganten Modedame wetteifern konnte. Eine Schnur mit Vogelschädeln um den Hals, auf dem Kopfe eine Art Lederhaube mit perlengeschmückten Federn, um die Hüften ein kupferner Ring mit Hunderten von Glöckchen und Schellen, welche mehr Lärm machten als das Riemenzeug eines spanischen Maulesels – so gekleidet erschien dieses Muster-Exemplar aus der Zunft der eingebornen Wahrsager.

Sein gesammtes »Handwerkzeug« bestand aus einer Art Korb, dessen Boden ein Flaschenkürbis bildete, und der mit Muscheln, Amuletten, kleinen hölzernen Götzenbildern nebst anderen Fetischen und endlich mit einer beträchtlichen Menge Kuhmistkügelchen angefüllt war, welche nun einmal ein nothwendiges Inventarstück bei den Beschwörungen und den Wahrsagekünsten im Centrum Afrikas darstellen.

Eine von der Menge bald herausgefundene Eigenthümlichkeit dieses Mgannga lag darin, daß er stumm war; dieser Mangel trug aber nur zur Steigerung der Bewunderung bei, mit der man ihn betrachtete. Er ließ nichts als einen tiefen, gedehnten, aber vollkommen bedeutungslosen Kehlton von sich hören. Ein Grund mehr, ihn für desto bewanderter in allen Künsten der Hexerei zu halten.

Der Mgannga umkreiste zunächst den großen Platz, indem er eine Art Pfanentanz aufführte, bei dem alle seine Schellen und Glöckchen schrillend ertönten. Die Volksmenge folgte ihm unter möglichster Nachahmung seiner Bewegungen. Man hätte eine Heerde Affen vor sich zu sehen geglaubt, die einem riesigen Vierhänder nachsprang. Plötzlich bog der Zauberer in die Hauptstraße von Kazonnde ein und tänzelte auf die königliche Wohnung zu.

Sobald die Königin Moina von der Ankunft des neuen Magikers Nachricht erhielt, erschien sie, gefolgt von ihren Höflingen.

Der Mganuga verneigte sich vor ihr bis zur Erde und erhob sich, indem er seine prächtige Gestalt zeigte. Dann streckten sich seine Arme nach dem Himmel, an dem lange Wolkenfetzen schnell vorüberflogen. Auf diese Wolken wies der Zauberer mit der Hand, ahmte ihre Bewegungen mit lebendiger Pantomime nach und zeigte, wie sie nach Westen hin flohen, aber von Osten her wiederkehrten in Folge einer Rotationsbewegung, welche Niemand zu hemmen im Stande war.

Plötzlich, und zum größten Entsetzen der Stadt und des Hofes, ergriff der Zauberer die erhabene Souveränin von Kazonnde. Einige Höflinge wollten sich diesem, jeder Etiquette Hohn sprechenden Vorgehen widersetzen; der muskelkräftige Mganuga packte aber den Nächsten am Genick und schleuderte ihn gute fünfzehn Schritt weit von sich weg.

Die Königin schien dieses sichere, selbstbewußte Auftreten nicht zu mißbilligen. Sie sah den Zauberer mit einer Grimasse, welche ein Lächeln bedeuten sollte, zustimmend an, und dieser schleppte die Herrscherin schnellen Schrittes fort, während die Volksmenge dem Paare nachfolgte.

Jetzt wendete sich der Magiker nach dem Etablissement von Alvez zu, dessen geschlossene Pforte er bald erreichte. Ein Fußtritt von ihm sprengte dieselbe und er brachte die gänzlich seiner Gewalt unterworfene Königin in die Factorei.

Der Händler, seine Soldaten und Sklaven waren herzugelaufen, den fremden Eindringling zu züchtigen, der die Thüren sprengte, statt zu warten, bis man ihm öffnete. Beim Erblicken der Königin, welche selbst keinen Einspruch gegen das ganze Verfahren erhob, hielten sie sich jedoch in respectvoller Entfernung.

Ohne Zweifel wollte Alvez schon die Königin fragen, was ihm die Ehre ihres Besuches verschaffe: der Magiker aber ließ ihm dazu gar nicht Zeit, sondern begann, nachdem er durch Zurückscheuchung der Umstehenden sich genügenden Platz gemacht, die frühere Pantomime womöglich mit noch größerer Lebhaftigkeit. Er wies mit der Hand nach den Wolken, drohte ihnen und verfluchte sie, und machte Bewegungen, als ob er sie erst festhalten und dann zerstreuen wollte. Seine Wangen blähten sich gewaltig auf und er blies nach dem Haufen schwerer Dunstmassen, als vermöchte er ihn dadurch zu zertheilen. Dann richtete er sich lang auf, wie um sie in ihrem Laufe zu hemmen, und man konnte angesichts seiner Riesengestalt beinahe glauben, daß er sie mit den Händen zu fassen vermöge.

Die abergläubische Moina, geradezu »gepackt« durch das Spiel des Komödianten, war völlig außer sich. Wiederholt entfuhr ihr ein sinnloser Schrei. Sie phantasirte und ahmte instinctiv die Bewegungen des Mganuga nach. Die Höflinge und das Volk folgten diesem Beispiele, so daß sich die dumpfen Kehllaute des Magikers bald unter dem Gesang, dem Geschrei und dem Heulen verloren, welches die Natur der Landessprache so leicht hervorbringt.

Stiegen deshalb aber weniger Wolken am westlichen Horizonte auf, um die Tropensonne zu verschleiern? Nein. Gerade als die Königin und deren treue Unterthanen die bösen Geister, welche sie durch die unaufhörlichen Platzregen plagten, zu verscheuchen glaubten, überzog sich der seit dem Morgen etwas hellere Himmel wieder mit dunklen Wolken.

Bald klatschten die großen Tropfen eines Gewitterregens auf die Erde.

Da entstand eine lebhafte Bewegung in der Menge. Man begann auf den Mganuga zu schimpfen und das Stirnrunzeln der Königin schien ihn mindestens mit dem Verlust der Ohren zu bedrohen. Wieder hatten die Eingebornen einen Kreis um ihn geschlossen; schon ballten sich die Hände, um ihm seinen Lohn zu ertheilen, als ein unerwarteter Zwischenfall die feindseligen Bewegungen abschnitt.

Der Magiker, welcher die Anderen gut um Kopfeslänge überragte, streckte die Arme nach einem bestimmten Theile der Einfriedigung aus, und zwar mit so sicherer, befehlerischer Geste, daß Alle unwillkürlich zurückwichen.

Von dem Lärmen und Rufen herbeigelockt, hatten Mrs. Weldon und der kleine Jack ihre Hütte verlassen. Sie waren es, auf die der Magiker in aufwallendem Zorn mit der linken Hand wies, während sich seine rechte zum Himmel erhob.

Sie, sie waren es! Eine Weiße nebst ihrem Kinde verschuldete all' das Unheil des Landes! Hier lag die Quelle des Unglücks! Diese Wolken hatte sie aus ihrem regnerischen Vaterlande hierher gelockt, um das Gebiet von Kazonnde zu überschwemmen!

Die Umstehenden verstanden ihn. Königin Moina wies mit drohender Bewegung auf Mrs. Weldon. Unter furchtbarem Geschrei stürzten die Eingebornen schon auf diese zu.

Mrs. Weldon hielt sich für verloren und blieb, ihren Sohn mit den Armen umfassend, ruhig wie eine Bildsäule vor dem wüthenden Haufen stehen.

Der Magiker ging auf sie zu. Alle machten dem Wahrsager Platz, der mit der Ursache des Uebels auch das Heilmittel dagegen gefunden zu haben schien.

Auch der Sklavenhändler Alvez, für den das Leben seiner Gefangenen kostbar war, kam herbei, ohne zu wissen, was er thun solle.

Der Magiker hatte den kleinen Jack ergriffen und ihn den Armen seiner Mutter entreißend, hob er den Knaben gen Himmel. Es schien, als wolle er ihm den Kopf auf der Erde zerschmettern, um die erzürnten Götter zu versöhnen.

Mrs. Weldon stieß einen entsetzlichen Schrei aus und fiel besinnungslos zu Boden.

Der Magiker aber richtete, nach einem Zeichen gegen die Königin, welches diese von seinen Absichten unterrichten sollte, auch die unglückliche Mutter wieder auf und schleppte sie mit ihrem Kinde fort, während die von seinem Vorhaben verblüffte Volksmenge ihm freiwillig Platz machte.

Alvez freilich faßte die Sache ganz anders auf. Erst einen Gefangenen von Dreien verloren zu haben und nun das ganze seiner Obhut anvertraute Depot, mit diesem zugleich aber die beträchtliche, ihm von Negoro versprochene Summe verschwinden zu sehen – nein, niemals, und wenn auch ganz Kazonnde unter einer neuen Sündfluth zu Grunde ginge!

Er wollte sich also dieser Entführung widersetzen.

Da wandte sich der Ingrimm der Eingebornen aber gegen ihn selbst. Die Königin ließ ihn durch ihre Mannen ergreifen, und da er wohl wußte, was es ihm kosten könne, wenn er Widerstand leistete, mußte er sich wohl oder übel ruhig verhalten und verwünschte heimlich die Leichtgläubigkeit der Unterthanen der erhabenen Moina.

In der That erwarteten diese Wilden, die Wolken mit denen verschwinden zu sehen, die sie herbeigerufen hatten, und sie zweifelten nicht im Geringsten daran, daß der Zauberer die ihnen so schädlichen Regengüsse durch das Blut der Fremden verbannen werde.

Inzwischen trug der Magiker seine Opfer weg – wie der Löwe ein Paar Ziegen, die für seinen gewaltigen Rachen ja so gut wie gar kein Gewicht haben – den kleinen erschrockenen Jack und die bewußtlose Mrs. Weldon, während die Volksmenge ihm in höchster Aufregung mit kreischendem Getöse folgte; jener aber verließ die Einfriedigung, schritt durch die Stadt nach dem Walde zu und lief drei Meilen weit dahin, ohne daß sein Fuß nur jemals ermattete, und erreichte endlich allein – die Eingebornen sahen wohl ein, daß er keine Begleitung wünsche – einen Fluß, der mit raschem Falle nach Norden strömte.

Dort fand sich, tief im Grunde einer von den langen Zweigen eines Busches versteckten Einbiegung, eine mit einer Hütte überbaute Pirogue vor.

Der Magiker legte seine doppelte Last darin nieder, stieß das Fahrzeug mit dem Fuße vom Ufer, so daß es bald von der schnellen Strömung erfaßt wurde, und sagte dann mit heller Stimme:

»Mein Kapitän, hier bringe ich Ihnen Mistreß Weldon und den kleinen Jack wieder! Nun vorwärts, und alle Wolken des Himmels mögen jenen Dummköpfen von Kazonnde den Garaus machen!«